Sölden – Die Entstehung eines Winterparadieses

14. September 2011 - Katharina Teudt

Jeder Skibegeisterte hat seinen Urlaub sicher schon einmal in Sölden verbracht, einem Ort, der sehr stark vom Tourismus geprägt ist. Nach Wien und Salzburg ist Sölden, auch als Ötztal bekannt, die drittstärkste touristische Gemeinde Österreichs und mit über zwei Millionen Übernachtungen pro Jahr und 15.000 Gästebetten, auch ein äußerst beliebtes Reiseziel der SnowTrex-Kunden. Von 148,3 Pistenkilometern, 39 Seilbahnen, Langlaufloipen über Schwimmbäder, Funparks, Skihütten, Tennishallen bis hin zu beleuchteten Rodelbahnen und Eislaufplätzen, hat das Ötztal alles zu bieten, was das Herz eines Winterurlaubers begehrt.

Wie ist dieses Schneeparadies aber entstanden? Dafür muss man einige 100 Jahre in der Geschichte zurückgehen. Im 19. Jahrhundert hat alles begonnen. Pfarrer Franz Senn erkennt um 1860 eine Verbesserung der wirtschaftlichen Möglichkeiten für die Bevölkerung und es wird der Österreichische Alpenverein gegründet. Somit ist der erste Schritt getan und viele weitere folgten, indem beispielsweise die erste Schutzhütte errichtet wurde. Um 1900 hat man den Beginn des Skilaufs und des Wintertourismus verzeichnet. Dafür wurden Straßen durch das Ötztal bis nach Sölden gebaut und die Gastwirte des Tales geben den ersten gemeinsamen Prospekt „Das Ötztal“ heraus. 1914 werden bereits 12 Gasthöfe gezählt. Das Ende des Ersten Weltkrieges zieht große wirtschaftliche Probleme mit sich. Doch man versucht sein Bestes, um dagegen anzukämpfen und so wird 1922 der Skiclub Sölden gegründet und der Wintertourismus entwickelt sich durch die Erschließung des Skigebietes Hochsölden weiter. 1928 wird das erste Hotel gegründet und 1930 werden bereits 88.000 Übernachtungen gezählt. Davon sind allerdings 90% Sommerurlauber.

Nachdem 1938 der Anschluss an das Deutsche Reich erfolgte, wurde zehn Jahre später die erste Einsesselbahn von Sölden nach Hochsölden gebaut, worauf sich ein rasanter Aufschwung des Fremdenverkehrs anschloss. 1953 zählt das Gemeindegebiet Sölden bereits 45 Gasthöfe und 1957 300.000 Nächtigungen. Etwa weitere zehn Jahre später wird die Gaislachkogl-Bahn auf den Gaislachkogl erbaut und gilt derzeit als höchste Seilbahn Österreichs.

Der Wintertourismus wird mit der Eröffnung der Timmelsjoch-Hochalpenstraße, dem Zusammenschluss der Skigebiete Hochsölden und Gaislachkogl und der Erschließung des Gletschergebietes Rettenbachferner weiter ausgebaut.

Das gesamte Ötztal erzielt 1985 1,5 Millionen Übernachtungen, von denen 63% von Winterurlaubern erfolgten. 2007 gibt es in Sölden kaum mehr ein Privathaus, das nicht auf Gästebeherbergung eingerichtet ist. Somit arbeiten alle Einwohner in der Tourismuswirtschaft und durch die vielfältigen Investitionen werden gute Umsätze erzielt.

Heute gilt Sölden, neben Ischgl und Mayrhofen, als einer der begehrtesten Urlaubsorte Österreichs und unsere begeisterten Kunden reisen immer wieder sehr gerne dorthin.

Quellen:

http://www.soelden.com http://de.wikipedia.org

Print Friendly and PDF
Walchsee – Skigebiet Zahmer Kaiser

Das Familienskigebiet am Zahmen Kaiser bietet 15 Pistenkilometer für Anfänger und ...

Die 10 höchsten Skigebiete in der Schweiz

Skigebiete mit hochgelegenen Pisten zeichnen sich vor allem durch zwei Dinge aus: ...