Sterzing – Skigebiet Rosskopf

3. November 2017 - SnowTrex

Als Hausberg von Sterzing lockt der Rosskopf Wintersportler mit einem familienfreundlichen und abwechslungsreichen Skigebiet. Überwiegend mittelschwere Pisten in schöner Umgebung sorgen für abwechslungsreiches Vergnügen. Hinzu kommt eine Rodelbahn mit knapp 10 km Länge. Sterzing selbst präsentiert sich als malerisches Städtchen mit mittelalterlichem Charme.

Pistenspaß am Rosskopf.

1) Allgemeine Informationen zum Skigebiet Rosskopf

  • 17 km Pisten direkt bei der malerischen Kleinstadt Sterzing
  • hauptsächlich mittelschwere Pisten bis auf 2.176 m Höhe
  • familienfreundlich und mit moderner Infrastruktur
  • großes Angebot an Freizeitaktivitäten

Das Wipptal erstreckt sich zwischen Franzenfeste und Innsbruck. Hier liegt auch der kleine Ort Sterzing, der vor einigen Jahren zu einer der schönsten Kleinstädte Italiens gewählt wurde. Der Rosskopf gilt als der Hausberg von Sterzing und wartet das ganze Jahr über mit einem abwechslungsreichen Freizeitangebot auf. Im Winter ziehen rund 17 km Skipisten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden Wintersportler aus nah und fern an. Darunter sind 6 km blaue und 10 km rote Pisten sowie 1 km schwarze Abfahrt. Drei Lifte befördern Skifahrer und Snowboarder nach oben, eine moderne Infrastruktur und die Nähe zu Sterzing sorgen für Flexibilität.

Liftstation im Skigebiet Rosskopf.

Alle, die beim Skifahren gerne hoch hinaus wollen, kommen im Skigebiet Rosskopf auf ihre Kosten. Schließlich reicht dieses bis hinauf auf stolze 2.176 m. Der maximale Höhenunterschied beträgt mehr als 1.200 m, was im Vergleich zu anderen italienischen Skigebieten ein überdurchschnittlicher Wert ist. Eine Schneehöhe zwischen rund 50 cm im Tal und etwa 70 cm am Berg sowie 68 Sonnentage pro Saison sorgen für ideale Voraussetzungen für den Pistenspaß. Hinzu kommt die Nachbarschaft zu anderen Skigebieten im Wipptaler Skiverbund, die sich alle mit nur einem Skipass befahren lassen. Sterzing selbst ist ein beliebter Ausflugsort und bietet reichlich Gelegenheit für Aktivitäten abseits der Piste und gemütliches Flanieren durch die Altstadt. Ebenfalls beliebt bei Wintersportlern als Ausgangspunkt und Übernachtungsort ist das beschauliche Ridnaun.

In unseren Expertenkriterien erhält das Skigebiet Rosskopf bei Sterzing drei Sterne für das Angebot der „Lifte & Bahnen“ und vier Sterne in der Kategorie „Schneesicherheit“.

2) Pistenplan Rosskopf

3) Skifahren im Skigebiet Rosskopf

Das Skigebiet Rosskopf ist direkt von Sterzing aus erreichbar. Kaum 5 Gehminuten dauert es von der Fußgängerzone bis zur Talstation. Oben erwarten Besucher beeindruckende Panoramablicke und viele mittelschwere Pisten mit überdurchschnittlicher Länge. Die längste davon, die rote Abfahrt Gringesboden, umfasst 2,2 km und einen Höhenunterschied von 437 m. Anfänger können sich an der Bergstation der Gondelbahn ausprobieren. Hier befindet sich ein Übungsgelände. Ebenfalls empfehlenswert für Einsteiger ist die blau markierte Sonnenabfahrt zwischen der Bergstation der Panoramasesselbahn und der Bergstation der Gondelbahn. Für Könner und Skifahrer, die Herausforderungen lieben, bietet sich die schwarz markierte Trainingspiste am Rosskopf an. Diese ist etwa 1 km lang mit einem Höhenunterschied von nicht ganz 300 m.

Die mit dem Gütesiegel Gold ausgezeichnete Skischule Sterzing gibt mit ihrem „Kinder Yogurt Land“ Eltern die Möglichkeit, ihre Kleinen in die Obhut erfahrener Betreuer zu geben, um mit gutem Gewissen die Pisten am Rosskopf zu erkunden. Abgesehen von mehreren Stunden Skikurs pro Tag erwartet die Kleinen hier ein abwechslungsreiches Programm, das keine Langeweile aufkommen lässt. Auch erwachsene Einsteiger und fortgeschrittene Skifahrer haben die Gelegenheit, ihr Können zu vertiefen. Da ist es kein Wunder, dass das Skigebiet Rosskopf in unseren Expertenbewertungen drei Sterne in der Kategorie „Familien & Kinder“ erhält.

Auch wagemutige Fahrer kommen auf den breiten Pisten auf ihre Kosten.

Snowboarder finden zwar direkt am Rosskopf keinen Snowpark vor. Dafür hält das nahegelegene Skigebiet Ratschings-Jaufens einen Funpark mit Funslope bereit. Wie auch das Skigebiet Ladurns-Gossensass ist es Mitglied im Wipptaler Skiverbund. Beide zusammen erweitern die Möglichkeiten, die Skifahrer und Snowboarder am Rosskopf vorfinden, noch einmal um viele weitere spannende Pisten und Einrichtungen für Kinder und Profis. So zieht Ladurns Freeride- und Tiefschneefans an, während Ratschings-Jaufen eine Piste mit insgesamt 4 km Länge aufweist und das Skifahren in den Abendstunden bei Flutlicht ermöglicht.

Die Mitgliedschaft im Wipptaler Skiverbund kommt auch Langläufern zugute. Die können sich auf rund 100 km Loipen rund um Sterzing freuen. 25 davon befinden sich in direkter Nachbarschaft zum Ort selbst, weitere 50 bei Ratschings. Auch hier ist für jeden etwas dabei, vom Einsteiger bis hin zum erfahrenen Skater. Schließlich ist die Gegend im Wipptal beliebt bei Tourengängern.

4) Expertenbewertung

Abgesehen von den Top-Bewertungskriterien erhält das Skigebiet Rosskopf vor allem im Bereich „Familie & Kinder“ und bei unseren weiteren Bewertungskriterien überdurchschnittlich gute Bewertungen. Das schließt vier Sterne für „Bergrestaurants, Hütten & Gastronomie“ und drei Sterne für „Après-Ski“ ein. Die Höchstwertung von fünf Sternen vergeben unsere Experten in der Kategorie „Anfahrt & Parkmöglichkeiten.“ Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Infrastruktur am Rosskopf wenig zu wünschen übrig lässt.

Insgesamt erzielt das Skigebiet bei Sterzing und Ridnaun eine Gesamtwertung von drei Sternen. Dabei fließen die Bewertungen in den Top-Bewertungskriterien, den weiteren Bewertungskriterien und den Bewertungskriterien für besondere Interessen mit unterschiedlicher Gewichtung in das Gesamtergebnis ein.

Aktueller Stand und weitere Informationen bei SnowTrex.

5) Aktivitäten neben der Piste

Zu den großen Attraktionen im Skigebiet Rosskopf gehört die direkt am Freizeitberg gelegene Rodelbahn. Mit rund 10 km Strecke ist sie die längste beschneite und beleuchtete Rodelbahn in ganz Italien. Am Dienstag- und Freitagabend besteht hier die Möglichkeit, bei Flutlicht bis Mitternacht mit dem Schlitten den Berg hinunterzusausen. Schlitten können vor Ort ausgeliehen werden. Dieses außergewöhnliche Vergnügen ließ auch den ADAC nicht kalt. Er zeichnete die Rodelbahn am Rosskopf im Vergleich von 30 Winterrodelbahnen mit dem Prädikat „sehr gut“ aus. Im Dezember lässt sich das Rodeln mit Einkaufen verbinden. Dann findet entlang der Bahn der Rodelweihnachtsmarkt statt, auf dem unter anderem Südtiroler Handwerkskunst verkauft wird. Zwei weitere, kürzere Rodelbahnen befinden sich in der Umgebung von Ridnaun.

Wer es geruhsamer bevorzugt, der kann die Winterlandschaft rund um Sterzing und Ridnaun zu Fuß oder mit Schneeschuhen erkunden. Zu diesem Zweck existiert ein ausgedehntes Netz an Winterwanderwegen, die Wanderer mit einem beeindruckenden Ausblick auf die Umgebung und die umliegenden Gipfel erfreuen. Teilweise sind sie für die ganze Familie geeignet. Ein Beispiel dafür ist die Rundwanderung am Flaner Jöchl, die an der Bergstation der Rosskopfbahn beginnt. Besonders gemütlich ist eine Kutschfahrt durch das Ridnauntal. Hier können sich Besucher zurücklehnen und ganz auf den Ausblick konzentrieren. Außerdem besteht die Option, mit Schlittschuhen ein paar Runden auf dem Eis zu drehen, zum Beispiel im Stadtzentrum von Sterzing, aber auch in Mareit und Gossensass.

Schneeschuhwanderer in der Winterlandschaft um Sterzing.

Auch Möglichkeiten zur Einkehr gibt es einige am Rosskopf. Das beginnt beim Bergrestaurant „Rossstodl“, das auf 2.189 m Höhe zu geruhsamen Pausen einlädt. Noch uriger: die „Enzianhütte“ beim Stocklift. Daneben verwöhnen eine Reihe anderer Lokale Besucher mit einheimischen kulinarischen Spezialitäten oder internationalen Speisen.

Auch Gelegenheiten zum Après-Ski gibt es, auch wenn das Skigebiet Rosskopf eher auf Beschaulichkeit setzt, zum Beispiel in der „Biwak-Bar“. Zusätzliche Möglichkeiten, gesellige Stunden bei Speis und Trank zu verbringen, eröffnet Sterzing, das gerade im Zentrum mehrere Restaurants beherbergt. Wegen ihrer Küche besonders beliebt bei Feinschmeckern sind die „Kleine Flamme“ und das „Arbor“.

6) Orte im Skigebiet

Sterzing, die nördlichste Stadt Italiens, gilt als Kleinod in Südtirol und zieht das ganze Jahr über Besucher aus nah und fern an. Einer der zentralen Gründe dafür ist neben den nahegelegenen Skigebieten die malerische Altstadt mit ihren spätmittelalterlichen Häusern. Diese stellen mit ihren schmucken Fassaden und Erkern die perfekte Umgebung für einen gemütlichen Stadtbummel dar. Besonders sehenswert in Sterzing ist das gotische Rathaus. Neben seinem Ratssaal, der als der schönste seiner Art in Tirol gilt, beherbergt es eine sehenswerte Kunstsammlung. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Multscher- und Stadtmuseum. Nicht weit entfernt von Sterzing bietet die Burg Reifenstein die Gelegenheit, eine Zeitreise in die Epoche von Rittern und Burgfräulein zu unternehmen.

Das Stadttheater Sterzing lockt Kulturinteressierte mit einem breit gefächerten Programm, das von Theateraufführungen bis hin zu Konzerten reicht. Außerdem findet jeden Winter in Sterzing ein Weihnachtsmarkt vor malerischer Kulisse statt – genau das Richtige, um sich vor den Festtagen in Stimmung zu bringen. Im Sommer wie Winter geöffnet ist das Relaxbad und Spa Balneum Sterzing, das eine weitläufige Saunaanlage für die Entspannung beinhaltet.

Das verträumte Ridnaun ist weniger bekannt als Sterzing und zeichnet sich vor allem durch Ruhe und Beschaulichkeit aus. Früher eine eigenständige Gemeinde, stellt es heute einen Ortsteil von Ratschings dar und liegt auf 1.342 m Höhe im Ridnauntal. Dieses beherbergt neben Langlaufloipen und Skipisten auch ein Bergbaumuseum, das an die 900-jährige Bergbaugeschichte der Gegend erinnert, sowie das Schloss Wolfsthrun in Mareit. In Ridnaun selbst befindet sich ein modernes Biathlonzentrum, das unter Langläufern einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.

7) Anreise ins Skigebiet Rosskopf

Aufgrund seiner Lage direkt am Brenner ist das Skigebiet Rosskopf einfach mit dem Auto zu erreichen. Dazu nimmt man die Ausfahrt Richtung Vipiteno/Sterzing auf der Autobahn A22. Anschließend führt der Weg über die SS44 und die SS12 direkt ins Skigebiet. Zu berücksichtigen ist dabei, dass für die Benutzung der Brennerautobahn eine Mautgebühr fällig wird.

Sowohl Sterzing selbst als auch Gossensass besitzen einen Bahnhof, der von Regionalzügen angefahren wird. Für Zugreisen von weiter her bietet sich der Bahnhof Brenner an. Dort besteht die Möglichkeit, umzusteigen. Den nächstgelegenen Flughafen stellt Innsbruck dar. Von dort sind es etwa 55 km ins Skigebiet. Etwas weiter entfernt (rund 210 km) liegt München.

8) Wetter, Schneehöhen und Webcams Rosskopf

Vorab einen Blick ins Skigebiet werfen und schauen, ob die Sonne scheint? SnowTrex stellt Informationen über das Wetter, die aktuellen Schneehöhen und Webcam-Bilder bereit.

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