Heiligenblut – Skigebiet Großglockner-Heiligenblut

24. Mai 2017 - Jannis Langner

Das Skigebiet Großglockner-Heiligenblut umfasst 55 Pistenkilometer, erschlossen durch 12 Liftanlagen. Die hauptsächlich mittelschweren Pisten am höchsten Berg Österreichs (3.798 m) begeistern vor allem Genussfahrer.

Der Grossglockner (3.798 m) im Hintergrund bietet ein beeindruckendes Bild.

 1) Allgemeine Informationen zum Skigebiet

  • 55 Pistenkilometer und 12 Lifte
  • Ein Highlight: die Tunnelbahn
  • Pisten bis auf 2.989 m Höhe

Am Fuße des höchsten Berges Österreichs liegt die Gemeinde Heiligenblut mit dem gleichnamigen Skigebiet Großglockner-Heiligenblut. Von der Piste aus wird einem ein atemberaubender Blick auf die umliegende Bergwelt und den Gipfel des Großglockner geboten. Auf einer Höhe von 1.301 bis 2.989 m bieten 55 leichte bis mittelschwere Pistenkilometer ein abwechslungsreiches Skivergnügen. Sie teilen sich auf 20 km blaue, 34 km rote und 1 km schwarze Pisten auf. Zusätzlich gibt es noch etwa 10 km Skirouten.

Der Skipass „Großglockner“ eröffnet Wintersportlern die Welt rund um Schareck, Fallbichl und Fliessalm. Von der Bergstation Schareck aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf über vierzig 3.000er. Die weitestgehend baumfreien Zonen in luftiger Höhe bieten viel Platz zum Powdern abseits der Pisten. Für fortgeschrittene Skifahrer und Boarder empfehlen sich die schwarze und rote Abfahrt vom Schareck hinunter zum Fallbichl. Auch als Einsteiger findet man auf den vielen blauen Pisten geeignete Bereiche zum Üben. Die örtlichen Skischulen bieten zusätzliche Unterstützung. Mit dem „Snowland“ haben selbst die Kleinsten einen Ort zum auspowern. Das Skigebiet Großglockner-Heiligenblut gilt aufgrund seiner langen Panoramaabfahrten als Genießerskigebiet.

Die langen Panoramaabfahrten sind perfekt für Genießer.

Aufgrund der Höhe und der modernen Beschneiungsanlagen ist das Skigebiet Großglockner-Heiligenblut extrem schneesicher. Die durchschnittliche Schneehöhe am Berg beträgt 69 cm, während der März mit im Schnitt 107 cm der schneereichste Monat ist. Sonnenanbeter sollten ihren Urlaub für Januar einplanen – mit durchschnittlich 20 der 72 Sonnentage pro Saison ist er der Wonnemonat.

Während das Skigebiet in der TOP-Kategorie Lifte & Bahnen gute 3 von 5 Sternen holt, räumt es in Sachen Schneesicherheit die volle Sternezahl ab.

2016 ist das Skigebiet Großglockner-Heiligenblut aufgrund seiner idealen Voraussetzungen für Freerider und der sagenhaften Kulisse mit dem „Best Place to Ski“-Award ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung wird von SnowTrex an Skigebiete verliehen, die sich durch besondere Merkmale hervorgehoben haben.

2) Pistenplan Großglockner-Heiligenblut

3) Skifahren im Skigebiet Großglockner-Heiligenblut

Das Skigebiet Großglockner-Heiligenblut ist die ideale Anlaufstelle für alle, die beim Skifahren eine grandiose Aussicht genießen wollen. Fast alle Pisten bieten einen tollen Blick auf den Gipfel des 3.798 m hohen Großglockner, welcher nicht nur der höchste Berg Kärntens, sondern auch die höchste Erhebung Österreichs ist.

Der Einstieg ins Skigebiet erfolgt ausschließlich über Heiligenblut. Eine Möglichkeit bietet die Talstation mit dem Rossbachlift. Alternativ findet man auch weitere Lifte mit Parkmöglichkeiten an der Mittelstation Rossbach. Von hier aus geht es hinauf zum Schareck (2.604 m), von wo aus man die Strecke zur Fleissalm mit ihren breiten, einsteigerfreundlichen Pisten nehmen kann. Ein besonderes Highlight ist immer eine Fahrt mit der Tunnelbahn. Diese verbindet die Mittelstation Rossbach mit der Talstation Fleissalm. Alternativ bieten sich aber auch die schwierigeren Abfahrten hinunter zum Fallbichl an.

Skigebiet Großglockner-Heiligenblut: das Eldorado für Freerider.

Als Genießerdestination legt das Skigebiet Großglockner-Heiligenblut keinen großen Fokus auf Snow- und Funparks. Wem die vielen Panoramapisten jedoch einmal zu langweilig werden, der hat die Möglichkeit, die Wellenpiste am Fallbichl auszuprobieren. Freerider finden in Heiligenblut den perfekten Ort zum Austoben, da der Großteil der Pisten oberhalb der Baumgrenze liegt und die Schneeverhältnisse aufgrund der Höhe keinen Powder-Wunsch offen lassen.

Die örtlichen Skischulen bieten Skikurse und ganztägige Betreuung an, sodass auch die Eltern sorgenfrei ihre Schwünge machen können. Kinder ab 3 Jahren können im Snowland ihre ersten Erfahrungen auf der Piste und im Powder sammeln.

In einer der vielen Skischulen sind die Kinder bestens aufgehoben.

Nach einem anstrengenden Tag auf der Piste können die Kleinen schließlich mit ihren Eltern die Rodelpiste in Heiligenblut unsicher machen. Die beleuchtete Rodelstrecke von etwa 1 km Länge hat bis 23 Uhr geöffnet.

Langläufern wird eine kleine, dafür aber feine Auswahl an Loipen mit gigantischem Panorama geboten. Mit drei Loipen von 2 bis 6 km Länge kommt der Ort insgesamt auf 12 km gespurter Loipen unterschiedlicher Anforderungsstufen. Das Beste: Jede dieser Loipen beginnt gleich im Ort Heiligenblut.

4) Expertenbewertung

Das Skigebiet Großglockner-Heiligenblut gehört nicht zu den topmodernen Skigebieten mit Massentourismus. Allerdings hat es die Bestbewertung in den Kategorien Schneesicherheit sowie Könner & Freerider und kommt somit auf ein Ergebnis von insgesamt 3,5 Sternen. Es gilt als absoluter Geheimtipp für alle Genussfahrer!

Aktueller Stand und weitere Informationen bei SnowTrex.

5) Aktivitäten neben der Piste

Auch in Sachen Après-Ski wird den Gästen in Heiligenblut viel geboten. Sei es nun das wohlverdiente Getränk nach Liftschluss in einer der Hütten, wie dem „Laterndl“ oder der „Mühle“, oder einer der selbst gebrannten Schnäpse im „Skistadl“. Hier lassen sich die Skitage in geselliger Runde ausklingen.

Auch an Aktivitäten hat die Umgebung einiges zu bieten. Pistenvergnügen der etwas anderen Art bietet stets eine ausgiebige Rodelpartie. Im Skigebiet Heiligenblut wartet eine 1 km lange Rodelpiste auf abenteuerlustige Gäste, welche bei Nacht sogar bis 23 Uhr beleuchtet ist.

Ski- und Schneehschuhtouren sorgen für die nötige Abwechslung.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, die Umgebung bei einer spannenden Schneeschuhtour zu erkunden. Mit etwas Glück lässt sich das eine oder andere wilde Tier beobachten. Oder wie wäre es mit einer romantischen Pferdekutschfahrt? Mit Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen kann man sich ebenfalls den Abend vertreiben.

Kulturinteressierte sollten zudem der Wallfahrtskirche „St. Vinzenz“ von Heiligenblut einen Besuch abstatten. Das Bauwerk im gotischen Stil thront inmitten der malerischen Winterlandschaft.

6) Orte im Skigebiet Großglockner-Heiligenblut

Mit dem Einstieg ins Skigebiet ist Heiligenblut (1.288 m) der touristisch wichtigste Ort des Mölltals. Die beschauliche Gemeinde mit 1.022 Einwohnern verwandelt sich jeden Winter in ein Eldorado für Wintersportler.

Das idyllische Heiligenblut mit der Kirche „St. Vinzenz“.

Ein weiterer beschaulicher Ort im Mölltal ist Döllach (1.024m). Er gehört zu der Gemeinde Großkirchheim und bietet einige Unterbringungsmöglichkeiten. Bis zum Skigebiet Großglockner-Heiligenblut sind es von hier aus etwa 10 km.

Nahe Lienz, am Eingang des Mölltals, befindet sich Winklern. Der malerische Ort liegt auf 966 m Höhe und bietet eine atemberaubende Kulisse, da hier drei Gebirgszüge aufeinander treffen. Bis zur Talstation des Skigebiets Großglockner-Heiligenblut fahren Sie etwa 22 km.

7) Anreise ins Skigebiet Großglockner-Heiligenblut

Wer mit dem PKW anreist, erreicht Heiligenblut von Lienz aus kommend nach etwa 38 km. Bahnreisende sind ab Lienz auf ein Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Alternativ kann auch der Bahnhof Mallnitz (ca. 60 km) angefahren werden. Die nächsten Flughäfen sind Salzburg (ca. 140 km) und Klagenfurt (ca. 165 km)

Print Friendly and PDF
Skiherstellung: So entsteht ein Ski

Umgangssprachlich bezeichnen wir sie gerne als „Bretter“: unsere Ski. Aber wir ...

Sicher ist sicher – Versicherungsschutz im Skiurlaub

„Mir passiert schon nichts…” – so denken viele Skiurlauber, die zusätzliche ...