Champoluc – Skigebiet Monterosa Ski

2. September 2017 - SnowTrex

Das Skigebiet Monterosa Ski im Schatten des Monte-Rosa-Massivs vereint drei schöne Täler mit insgesamt sieben Skigebieten. Damit gehört die malerische Region im Aostatal zu den größten Skigebieten in den italienischen Alpen. Im umfangreichen Angebot an Pisten ist von einfachen Übungspisten bis zu herausfordernden Weltcup-Abfahrten für jeden Geschmack etwas dabei.

Freerider im Skigebiet Monterosa Ski.

1) Allgemeine Informationen zum Skigebiet Monterosa Ski

  • drei Täler: Ayas, Gressoney und Val Sesia mit insgesamt sieben Skigebieten
  • 132 Pistenkilometer und 27 Lifte
  • berühmt für seine großflächigen Freeride-Gebiete
  • enthalten im „Skipass Aostatal“ mit insgesamt 868 Pistenkilometern

Das Skigebiet Monterosa Ski erstreckt sich auf einer Höhe von 1.212 m bis 3.275 m im Schatten des Monte-Rosa-Massivs und gehört damit zu den höchstgelegenen Skigebieten Italiens. Die Höhenlage sorgt für viel Schneesicherheit und für eine außergewöhnlich lange Saison von Ende November bis Mitte April.

Monterosa Ski umfasst die drei Täler Ayas (mit Champoluc), Gressoney und Valsesia, die über die Monte-Rosa-Skischaukel miteinander verbunden sind. 27 Liftanlagen sorgen für einen reibungslosen Transport der Besucher zwischen den sieben Skigebieten Champoluc-Frachey, Champorcher, Brusson, Antagnod, Gressoney-Saint-Jean, Gressoney-La-Trinité und Alagna. Mit 23 km blauen Pisten für Anfänger, 94 km roten Pisten für Fortgeschrittene und 15 km herausfordernden schwarzen Pisten ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Stafal-Sant’Anna-Pendelbahn transportiert pro Fahrt 70 Personen ins Skigebiet Monterosa Ski.

Zu den größten Herausforderungen zählt zweifellos die nach dem italienischen Skiprofi benannte Leonardo-David-Piste in Gressoney-Saint-Jean. Bekannt ist die Region auch als Paradies für Freerider und Tourengeher: Insbesondere im etwas abgelegenen Alagna finden sie viele Kilometer unberührten Tiefschnee in der malerischen Bergwelt.

Die große Auswahl an Pisten und die vielen Liftanlagen werden von den Experten bei SnowTrex mit vier Sternen bewertet. Wer mit den 132 Pistenkilometern von Monterosa Ski noch nicht genug hat, der kann den „Skipass Aostatal“ erwerben: Dieser ermöglicht die Nutzung von insgesamt 868 Pistenkilometern im italienischen Aostatal zwischen Mont Blanc und Matterhorn.

Eine Bestwertung von fünf Sternen hat sich das Skigebiet für seine Schneesicherheit verdient: Sollte die Schneedecke trotz der Höhenlage in den italienischen Alpen nicht ausreichen, garantieren umfangreiche Beschneiungsanlagen mit 655 Schneekanonen ungetrübtes Skivergnügen.

Die durchschnittliche Schneehöhe liegt bei etwa 450 cm Schnee auf 1.380 m Höhe. Dadurch sind Talabfahrten bis in den Frühling hinein möglich. Mit 99 Sonnentagen pro Saison liegt Monterosa Ski knapp über dem italienischen Durchschnitt von 97 Sonnentagen. Besonders gut stehen die Chancen auf sonnige Tage im Januar – dann scheint die Sonne an 23 Tagen über den Hängen.

2) Pistenplan Monterosa Ski

3) Skifahrten im Skigebiet Monterosa Ski

Das Skigebiet Monterosa Ski liegt im italienischen Aostatal im Schatten beeindruckender Viertausender wie dem Liskamm (4.532 m), der Dufourspitze (4.633 m) und der Signalkuppe (4.559 m). Die höchste Abfahrt beginnt unterhalb des 3.260 m hohen Punta Indren am Passo dei Salati oberhalb des beliebten Skiortes Gressoney-La-Trinité. Hier warten mehrere herausfordernde schwarze Pisten wie die V3 (Olen) und die G6 Sarezza-Conteneri auf Könner. Anfänger finden am Lago Gabiet in 2.318 m Höhe einen schönen Übungshügel. Eine große Auswahl an unterschiedlichen Pisten wartet auch oberhalb von Champoluc und oberhalb von Antagnod auf Skiläufer. Hier dominieren rote und blaue Pisten.

Zu den weiteren Highlights gehört die mit 8 km längste Abfahrt im Skigebiet vom Olen ins Tal nach Alagna, bei der insgesamt 1.768 Höhenmeter überwunden werden. Bei Gressoney-Saint-Jean führt die Leonardo-David-Weltcup-Abfahrt vom Weissmatten ins Tal. Kurz, aber ungemein herausfordernd ist die schwarze Piste am Bettaforca-Pass. Wer sich mit anderen Skiläufern im Rennen messen will, der kann dies an der Piste Pian de la Sal (Bergstation Mandria) tun, die mit einer Zeitmessung ausgestattet ist.

Familien mit Kindern können sich auf mehrere schöne Kinderländer im Skigebiet Monterosa Ski freuen, u. a. in Gressoney an der Talstation Punta Jolanda und im Baby Snow Park. Die Experten verleihen dem Skigebiet vier von fünf möglichen Sternen für das kinderfreundliche Angebot für Familien und drei Sterne für die Auswahl an Anfängerpisten.

Eine Bestwertung von fünf Sternen verdient sich Monterosa Ski dagegen beim riesigen Angebot für Könner & Freerider. Neben den vielen schwarzen und roten Pisten überzeugen vor allem die großzügigen Tiefschneegebiete für Freerider. Besonders um Alagna warten riesige unberührte Flächen. Zu den schönsten Herausforderungen gehören die Monterosa-Skitour ab Champoluc und die grenzüberschreitende Tour nach Zermatt in der Schweiz (und wieder zurück). Per Heliskiing lässt sich das Freeride-Angebot noch einmal um viele weitere Kilometer ergänzen. Wichtig: Aufgrund der Lawinengefahr in den Höhenlagen sollten Freerider stets die aktuellen Lawinenwarnungen beachten und nie ohne einen Lawinen-Airbag aufbrechen.

Snowboarder beim Jump im Snowpark von Monterosa Ski.

Snowboarder und Freestyler können sich zusätzlich in zwei Funparks vergnügen: In Gabiet warten mehrere Rails, Jumps und Tables, der Fun Park Sarezza bietet zusätzlich eine Half Tube. Den SnowTrex-Experten reicht dieses Angebot, um drei Sterne zu vergeben.

Abgerundet wird das Angebot für Wintersportler in Monterosa von einem umfangreichen Angebot an Loipen, insbesondere um Gressoney. Die 2,5 km lange Laghetto-Loipe in Gressoney-Saint-Jean wird abends sogar mit Flutlicht beleuchtet. In Brusson trifft sich jedes Jahr die Biathlon- und Langlauf-Elite zu Weltcup-Wettbewerben. Langläufer haben die Wahl zwischen mehreren Rundkursen von 3 bis 10 km Länge und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

4) Expertenbewertung

Das Skigebiet Monterosa Ski im italienischen Aostatal gehört zu den beliebtesten italienischen Wintersportregionen mit besonders hoher Schneesicherheit. Diese wird ebenso wie das umfangreiche Angebot für Könner und Freerider von den Experten bei SnowTrex mit der Bestwertung von fünf Sternen ausgezeichnet. Das Gesamtpaket des Skigebietes mit seinen Pisten, Loipen, Funparks und gastronomischen Angeboten wird mit vier Sternen ausgezeichnet.

Aktueller Stand und weitere Informationen bei SnowTrex.

5) Aktivitäten neben der Piste

Die Gastronomie im Skigebiet Monterosa Ski lässt keine Wünsche offen. Tagsüber versorgen mehrere Berghütten die hungrigen Wintersportler mit internationalen und regionalen Gerichten. Im Bergrestaurant „Stolenberg“ am Passo dei Salati und im Ristorante „Ostafa“ am gleichnamigen Sessellift lässt es sich mit einem tollen Ausblick über die umliegenden Berge speisen. Von der Terrasse der Hütte „Del Lys“ können Gäste den Freestylern im Funpark am Passo dei Salati zusehen. Regionale Köstlichkeiten wie Polenta, Robiola und Chnéfléné (Käsespätzle) tischt das Ristorante „Morgenrot“ an der Talabfahrt nach Gressoney auf. In den Abendstunden öffnen die Restaurants in den Skiorten ihre Türen für hungrige Gäste. Ein Tipp ist das „Capanna Carla“ in Stafal, ein gemütliches altes Walserhaus, in dem lokale Spezialitäten serviert werden. Die große Auswahl wird verdient mit vier Sternen in der Expertenbewertung von SnowTrex ausgezeichnet.

Die schneebedeckten Berghänge bieten viel Raum zum Schneeschuhwandern und Skitourengehen.

Die Après-Ski-Szene gibt sich im Skigebiet Monterosa Ski eher entspannt und familiär. In „Bruno’s Ski Bar“ oberhalb von Champoluc wird mit Livemusik und Drinks gefeiert. Eine Alternative ist die Après-Ski-Bar „Da Giovanni“ am Parkplatz von Staffal. Nennenswerter Partytrubel ist vor allem in Champoluc zu finden, wo sich das Partyvolk u. a. in der „Breithorn Brasserie“, im „Café Rimbaud“ und im „Hotel California“ trifft.

Das Freizeitangebot in den gemütlichen Bergdörfern fällt eher spärlich aus. In Champoluc und Gressoney warten zwei schöne Natureisplätze, auf denen Eisläufer ihre Bahnen ziehen können. Auch Eisstockschießen wird hier angeboten. Spaß für die ganze Familie bieten die Rodelbahnen Ciarcerio und Stafal. Im Baby Snow Park von Gressoney können sich Kinder auch beim Snowtubing austoben.

Schöne Wanderwege laden zu Spaziergängen und Wanderungen durch die tief verschneiten Täler ein. Ein beliebtes Ziel ist das Castel Savoia, das wie ein mittelalterliches Märchenschloss oberhalb des Gressoney-Tals thront. Schwimmbäder sind in Champoluc und Gressoney zu finden.

6) Orte im Skigebiet

Im Herzen des Skigebietes Monterosa Ski liegt der moderne Wintersportort Champoluc auf einer Höhe von 1.568 m. Hier finden Urlauber eine große Auswahl an Unterkünften, Restaurants und Bars. Ein beliebtes Ziel ist das Thermalbad Monterosa Terme mit Schwimmbädern, Saunalandschaft und einem umfangreichen Wellness-Angebot.

Das traditionelle Leben der Walser lässt sich eher in den kleineren Orten des Ayas-Tals erleben, zum Beispiel in Antagnod mit der Kirche San Martino und in Crest, wo noch einige der traditionellen, „Rascards“ genannten Holzhäuser zu sehen sind.

Ebenfalls im Ayas-Tal wartet der bei Langläufern beliebte Ort Brusson, der bereits von den Römern unter dem Namen Bruxeum gegründet wurde. Über dem Ort thront die markante mittelalterliche Burgruine von Graines. Der Aufstieg wird mit einem tollen Blick über die winterliche Landschaft belohnt.

Im benachbarten Gressoney-Tal liegen die Orte Gressoney-La-Trinité und Gressoney-Saint-Jean, in denen bis heute ein deutscher Walser Dialekt, das Greschòneytitsch, gesprochen wird. Das kleine Museum von Gressoney-La-Trinité widmet sich der langen Geschichte und der Kultur der Walser.

7) Anreise ins Skigebiet Monterosa Ski

Von Deutschland kommend führen verschiedene Routen durch die Schweiz nach Norditalien. Am einfachsten geht es über die E25 Mont Blanc – Aosta – Turin bis zur Ausfahrt Verrès. Von hier der SR45 nach Brusson und weiter nach Champoluc folgen. Alternativ weiter zur Ausfahrt Pont Saint-Martin auf die SR44 fahren, die nach Gressoney führt. Um mit dem Auto nach Alagna zu gelangen, empfiehlt es sich, von der Schweiz/Lago Maggiore kommend die E62 Richtung Mailand zu nehmen und von der Abfahrt Romagnano Sesia-Ghemme der S299 durch das Sesiatal zu folgen. In der Hauptsaison verkehren Busse von den nahegelegenen Flughäfen Turin, Mailand und Genf ins Skigebiet Monterosa Ski. Alternativ bieten viele Hotels einen Abholservice an.

Gäste, die die Anreise mit der Bahn bevorzugen, finden die nächsten Bahnhöfe in Verrès (für Champoluc), Pont Saint Martin (für Gressoney) und Varallo (für Alagna). Die nächsten Flughäfen liegen in Aosta (ca. 50 km), Turin (ca. 95 km) und Mailand-Malpensa (ca. 155 km).

8) Wetter, Schneehöhen und Webcams Monterosa Ski

Vorab einen Blick ins Skigebiet werfen und schauen, ob die Sonne scheint? SnowTrex stellt Informationen über das Wetter, die aktuellen Schneehöhen und Webcam-Bilder bereit.

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