Ausgezeichnete Verhältnisse: Langlaufgebiete mit Gütesiegel

22. Oktober 2013 - Nina Vogt

Es ist nur ein kleines Symbol. Und trotzdem hat es für Winterurlauber eine große Bedeutung. Für Langläufer, um genau zu sein. Es ist eine Art Garantie: dafür, dass es hier an nichts fehlen wird. Strenge Kriterien sind es, die ein Ort oder eine Region in Österreich erfüllen müssen, um ein Loipengütesiegel zu erhalten. Besonders groß wird das Thema Langlauf in den Bundesländern Kärnten, Steiermark und Tirol geschrieben, die zusätzlich zum zentralen Österreichischen Loipengütesiegel ihre eigenen landeseigenen Auszeichnungen etabliert haben. Sie alle haben ihre eigenen Kriterien festgelegt, die ausschlaggebend dafür sind.

© Bernd Ritschel Ötztal Tourismus

Tirol setzt gar noch einen drauf: Die „Tiroler Langlaufspezialisten“ sind nicht nur mit dem „Tiroler Loipengütesiegel“, einer kleinen blau-weißen Raute, ausgezeichnet, sondern die Orte und Regionen müssen sich auch jährlich einem Qualitätscheck ihrer Serviceleistungen unterziehen. Im Loipengebiet müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein: Es muss mindestens 3 Loipen mit folgenden Streckenlängen umfassen: eine 10 km-Loipe (Schwierigkeit blau oder rot), eine 5 km-Loipe (blau oder rot) und eine Trainingsloipe für Anfänger (mindestens 500 m lang). Alle Loipen müssen doppelspurig angelegt sein. Pro Winter muss es mindestens 80 Schneetage (mit einer Schneedecke von ca. 10 cm) geben. Die Loipenbenutzung muss für mindestens 3 Jahre gewährleistet sein. Zudem muss es Parkmöglichkeiten für die Langläufer in angemessener Nähe zum – deutlich gekennzeichneten – Start- und Zielraum geben. Vergeben wird das Gütesiegel für einen Zeitraum von 3 Jahren, eine Verlängerung ist auf schriftlichen Antrag hin möglich. 11 Regionen gehören zu den Langlaufspezialisten in Tirol: Achensee, Hohe Salve, Kaiserwinkel, Kitzbüheler Alpen – St. Johann in Tirol, Osttirol, Ötztal, Paznaun-Ischgl, Pillerseetal, Seefeld, Tannheimer Tal sowie Nauders-Tiroler Oberland-Kaunertal.

© www.mallnitz.at

In Kärnten sind es Mallnitz, Weißensee, Kirchbach, die Obergailtaler Panorama-Loipen, Dellach/Gail und Bodental, die sich das Loipengütesiegel des Bundeslandes verdient haben. Womit? Damit, dass sie die Voraussetzungen für eine regelmäßige Pflege und Nutzung der Loipen erfüllen, dass die Loipengebiete 3 Monate pro Jahr genutzt werden können und damit, dass sie mindestens eine 3 km und eine 5 km lange Loipe vorweisen können. Mindestens eine Loipe davon muss blau gekennzeichnet und mindestens eine auf jede Technik – Klassisch wie Skating – ausgelegt sein. Auch eine Trainingsloipe muss vorhanden sein. Das Kärntner Loipengütesiegel wird sogar für 5 Jahre vergeben. Eine Verlängerung ist auf Antrag für weitere 5 Jahre möglich.

© Tourismusverband Ramsau am Dachstein

Es ist mindestens eine klassische und eine Skating-Spur vorhanden? Die Loipen haben eine Mindestgesamtlänge von 5 km sowie eine Mindestbreite von 4 bis 6 m? Die Beschilderung weist km-Angaben, Laufrichtung und Markierung (leicht, mittel, schwer) aus? Gefährliche Stellen sind durch Hinweise oder gepolsterte Sturzräume abgesichert? Eine permanente und – bei Wetterumschwüngen – sofortige Präparierung durch ein Loipengerät mit Fräse ist möglich? An der Einstiegsstelle ist die optimale Infrastruktur vorhanden – das heißt es gibt eine Panoramatafel mit Angaben zum vollständigen Loipennetz, zu Schwierigkeitsgraden, Loipenprofilen und zur Temperatur ebenso wie einen Verleih und Parkplätze? Eine medizinische Ausrüstung ist vorhanden? Und es gibt eine Schneegarantie für mindestens 60 Tage? Dann könnte die Langlaufregion Träger des Steirischen Loipengütesiegels sein, das durch die Steiermärkische Landesregierung für die Dauer von 3 Jahren verliehen wird. Altaussee, Bad Aussee, Bad Mitterndorf, Tauplitz, Eisenerz, Hafning/Trofaiach, Hall/Admont, Hohentauern, Krakautal, Mariazell, Ramsau am Dachstein, St. Jakob im Walde, Tragöß, Wald am Schoberpaß und Waldbach tragen die Auszeichnung bereits.

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