Skitourismus in Zermatt – Highlights, Herausforderungen und Ziele der Region

9. November 2018 - Carla Meyer

Zermatt in der Schweiz gehört zu den absoluten Top-Zielen in Sachen Skiurlaub. Das Bergdorf strotzt nur so vor Highlights: höchstes Skigebiet Europas, ganzjährige Schneesicherheit, Traumkulisse Matterhorn und, und, und… Skiurlauber aus der ganzen Welt kommen ganzjährig nach Zermatt, um Skiurlaub vom Feinsten zu erleben. SnowTrex hat mit Suzi Steiger von Zermatt Tourismus gesprochen. Welche Highlights bietet die Region, vor welchen Herausforderungen sieht sie sich und was sind die Ziele für den kommenden Winter?

Skifahren in Zermatt: Traumkulisse Matterhorn.

Es gibt viele Orte für einen Skiurlaub. Was spricht für einen Skiurlaub in Zermatt?

In Zermatt herrscht eine einzigartige Atmosphäre und wer einmal Zermatt besucht hat, der kommt wieder. Dies verdankt Zermatt nicht nur dem atemberaubenden Bergpanorama mit dem Matterhorn als einem von 38 Viertausendern rund um Zermatt. Die unzähligen Pisten sorgen für Abwechslung pur. Hier ist für Ski- und Snowboarder jeden Niveaus etwas dabei. Zudem ruht sich die Destination nicht auf dem Erfolg aus, sondern investiert laufend in die Infrastruktur und das Angebot für seine Gäste. Der neue Matterhorn glacier ride, die höchste 3S-Bahn Europas, hebt die Fahrt auf das Klein Matterhorn zu einem atemberaubenden Erlebnis. Noch bevor man überhaupt auf den Ski steht, wird man durch die Nähe zum Berg völlig in den Bann der umliegenden Bergwelt gezogen. Zudem ist man mit der neuen Bahn in nur 9 Minuten – und damit noch schneller als zuvor – auf der Skipiste.

Im Skigebiet Zermatt gibt es ganzjährig Schnee!

Gerade zum Saisonstart bieten Wintersportorte besondere Anreize, um Gäste in die Skigebiete zu locken. Gemeinsam mit Schweiz Tourismus und SnowTrex veranstaltet Zermatt ein Gewinnspiel zum Winteropening. Was hat es damit auf sich und was können die Gewinner beim Opening erwarten?

In Zermatt kann man 365 Tage im Jahr Ski fahren. Aus diesem Grund haben wir auch kein klassisches Season-Opening, wie man dies von anderen Destinationen kennt. Wir haben quasi immer „Saison“ und Ende November sind wir bereits im Winter-Modus. Genau diese Botschaft möchten wir mit den WOW Winter Opening Weeks in die Welt hinaus tragen. Zudem suchen wir noch die passenden Botschafter, die uns dabei unterstützen. Gemeinsam mit Schweiz Tourismus und SnowTrex laden wir sechs Paare zu unseren WOW Winter Opening Weeks nach Zermatt ein. Es erwartet sie ein Zermatt wie mitten im Winter, mit frisch präparierten Pisten und einem einmaligen Programm, von Abendverkauf bis Après-Ski Party.

Wer nach Zermatt reist, den erwartet dieser traumhafte Blick auf den Ort.

Winterurlauber haben heutzutage andere Bedürfnisse als noch vor einigen Jahren. Die Mehrzahl bleibt nicht mehr so lange, fährt dafür aber häufiger in den Skiurlaub. Welche aktuellen Entwicklungen und Trends beobachten Sie? Wie wird Zermatt diesen Entwicklungen gerecht?

Wir beobachten ebenfalls, dass die Aufenthaltsdauer von ein bis zwei Wochen im Winter tendenziell kürzer geworden ist. Zudem ist die Nachfrage nach Aktivitäten und besonderen Erlebnissen auf und neben der Piste zunehmend. Digitalisierung ist ebenfalls ein großes Stichwort, wenn es um die Erwartungshaltung geht. Dies betrifft einerseits die Art und Weise, wie sich der Gast vor der Ankunft über unsere Destination informiert und wie er bucht. Es betrifft aber auch die Erreichbarkeit und Suche nach Informationen vor Ort. Dieses Bedürfnis decken wir zum Beispiel bereits sehr gut ab durch WLAN-Empfang im gesamten Skigebiet – also auch auf der Piste. Um allen digitalen Bedürfnissen unserer Gäste gerecht zu werden, investieren wir als Destination aktuell sehr viel Zeit und Elan in unser Digitalisierungsprojekt. Dieses umfasst Themen wie Destinations-App, Digitaler Meldeschein sowie einen Marktplatz zur weiteren Vereinfachung der Buchbarkeit. Ziel ist es, dem Gast den bestmöglichen Service zu bieten, von der ersten Information bis hin zur Anreise, dem Aufenthalt vor Ort sowie der Möglichkeit, uns nach dem Aufenthalt Feedback zu geben.

Auf welche Neuerungen im Skigebiet Zermatt können sich Wintersportler künftig freuen?

Aktuell gilt die Vorfreude vor allem dem neuen Matterhorn glacier ride, der pünktlich zu dieser Wintersaison in Betrieb genommen wird. Ich kann persönlich bestätigen, dass die Fahrt mit dieser neuen Bahn jeden Wintersport-Fan begeistern dürfte.

Eine große Herausforderung für den Wintertourismus ist der ausbleibende Nachwuchs. Zeit und Budget werden nicht bevorzugt für einen vermeintlich „teuren Winterurlaub“ ausgegeben. Auch Eltern sehen oft wenig Anreize, den Familienurlaub im Schnee zu verbringen. Welche Maßnahmen unternimmt Zermatt, um Familien und junge Menschen wieder mehr für den Wintersport zu begeistern?

Beinahe 80% unserer Gäste sind wiederkehrende Gäste. Zermatt war daher schon immer eine Familien-Destination und die Freude und der Bezug zu Zermatt wird immer noch von Generation zu Generation weitergegeben. Wir setzen daher auch weiterhin stark auf Familien; Kinder bis neun Jahre erhalten in Zermatt-Matterhorn eine Wolli Card, die für ein Jahr von Anfang November bis Ende Oktober gültig ist. Mit der Wolli Card haben die Kinder freie Fahrt mit allen Bergbahnen, übernachten kostenlos in zahlreichen Hotels und Ferienwohnungen, bezahlen keine Kurtaxen und sind eingeladene Gäste bei Wolli-Events. Dies macht Kinder zu den VIPs der Destination.

In Zermatt gibt es tolle Angebote für einen Skiurlaub mit Kindern.

Wintertourismus ist extrem wetterabhängig. Themen wie Klimawandel, verkürzte Winter und ausbleibender Schnee sind in den Köpfen vieler potenzieller Winterurlauber überaus präsent. Was unternimmt Zermatt, das aufgrund seiner Höhenlage sicherlich eine Sonderstellung hat, um die Attraktivität von Winterurlaub beizubehalten, auch im Hinblick auf Alternativen zum Skifahren?

Wir haben sicherlich aufgrund der Höhe einen Standortvorteil. Zudem hat die Zermatt Bergbahnen AG eine solide Infrastruktur und immenses Wissen aufgebaut, wenn es um den Betrieb der Beschneiungsanlagen geht. Drei Viertel unserer Pistenkilometer liegen entweder auf dem Gletscher oder sie können ab Herbst und im Winter beschneit werden, bei Temperaturen bis zu plus 3 Grad. Eine Notwendigkeit für Alternativen zum Skifahren drängt sich hier aus Sicht der Schneesicherheit definitiv nicht auf. Selbstverständlich habe wir aber auch ein breites Angebot an Aktivitäten für Wintergäste, die nicht Skifahren möchten.

Suzi Steiger von Zermatt Tourismus stand SnowTrex Rede und Antwort.

Lust bekommen? Reise mit SnowTrex nach Zermatt.

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