Skifahren in Zeiten von Corona: Skiurlaub ist möglich

31. August 2020 - SnowTrex

Aktuell herrscht viel Verunsicherung, was Urlaub in Zeiten von Corona betrifft. Dies wirkt sich auch auf das Thema Skiurlaub aus: Sollte ich nächsten Winter in den Skiurlaub fahren? Ist es nicht „gefährlich“, im Lift eng an eng zu sitzen? Kann ich im Zweifelsfall nach der Buchung doch noch kostenlos zurücktreten? Aus Sicht von SnowTrex sind diese Fragestellungen und die damit verbundene Verunsicherung nachvollziehbar, aber tendenziell unbegründet. Wie es zu dieser Einschätzung kommt, erzählt SnowTrex-Geschäftsführer Thomas Bartel im Interview:

Skiurlaub in Zeiten von Corona: Geht das?

Herr Bartel, erstmal unabhängig von der Verunsicherung vieler Wintersportler: Wird Skiurlaub im nächsten Winter grundsätzlich überhaupt möglich sein?

Stand heute können wir guten Gewissens sagen: Der Winter 2020/2021 findet statt! Wir stehen in sehr engem Austausch mit Unterkünften, Tourismusverbänden sowie Bergbahnbetrieben sämtlicher europäischer Skigebiete, wo mit Hochdruck an Konzepten für einen sicheren Skiurlaub gearbeitet wird. Dass es hier mit großen Schritten voran geht, sieht man an den Wiedereröffnungen mehrerer Sommerskigebiete in Österreich und Italien sowie der Seilbahnen generell. Darüber hat die Schweiz bspw. extra ein Gütesiegel für einen sicheren Urlaub eingeführt.

Das Sommerskigebiet am Kitzsteinhorn ist bereits wieder geöffnet.

Dass ein Winterurlaub grundsätzlich möglich ist, steht damit also (erstmal) außer Frage. Doch können sich Skiurlauber wirklich auch sicher auf der Piste fühlen?

Ja, absolut! Selbst renommierte Experten wie der Epidemiologe und Virologe Prof. Kekulé halten beispielsweise Sesselliftfahren – auch ohne jegliche Corona-Auflage – für unbedenklich. Dies äußerte er kürzlich erst in seinem MDR-Podcast. Darüber hinaus wird es die schon erwähnten Konzepte der Skigebiete für sicheres Skifahren geben: Bei der Gondelfahrt sind beispielsweise eine Maskenpflicht sowie eine Unterbelegung denkbar. So wurde es ja jetzt vielerorts auch schon für den Sommerbetrieb festgelegt. Außerdem ist davon auszugehen, dass mittels Markierungen beim Anstehen am Lift ein Mindestabstand zwischen den Skifahrern eingehalten werden muss. Dies passiert an den meisten Liften ja sowieso schon automatisch durch die angeschnallten Ski. Beim Skifahren selbst wiederum ist man an der frischen Luft und sowieso per se „mit Abstand unterwegs“ – die Hauptinfektionswege sind hier entsprechend nicht gegeben.

Und wie sieht es mit der Sicherheit im Skiurlaub jenseits des Pistenvergnügens aus?

Zum einen gibt es hier vor allem seitens der Unterkünfte eine Menge Maßnahmen, um Infektionsketten zu verhindern bzw. eine Infektion so schnell wie möglich zu erkennen: In Österreich sollen zum Beispiel alle Hotel-Mitarbeiter regelmäßig getestet werden. In der Schweiz wird wie schon gesagt ein extra Siegel an „sichere Unterkünfte “ vergeben.

Darüber hinaus hat man unseres Erachtens auch gerade im Skiurlaub die Möglichkeit, durch sein eigenes Verhalten das Risiko einer Infektion zu steuern und dadurch zu minimieren – aus meiner Sicht sogar besser als im Arbeitsalltag.

Können Sie für dieses persönliche Verhalten konkrete Beispiele nennen?

Klar! Im Skiurlaub kann jeder selbst entscheiden, ob er in einem „kontaktarmen“ Appartement bzw. Chalet, einer kleinen, überschaubaren Pension oder in einem größeren Hotel wohnt, ob er mittags auf die Hütte geht oder das eigene Lunchpaket isst, ob er abends ins Restaurant geht oder selbst kocht, ob er das voraussichtlich eingeschränkte Après-Ski-Angebot nutzen möchte, ob er eine stark frequentierte Liftanlage wählt etc.

Ein eigenes Chalet oder Appartement garantiert wenig Kontakte. In Pensionen und Hotels werden zudem sämtliche Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten.

Darüber hinaus liegen die meisten Zielländer für Skiurlaub „nah an zu Hause“: Schon bei der Anreise ist das Infektionsrisiko gering, reisen die meisten doch mit dem Auto in den Skiurlaub. Und im Falle des Falles ist damit auch eine schnelle und unkomplizierte Rückreise möglich.

Können Sie denn die Verunsicherung von Skiurlaubern dennoch nachvollziehen? Wie entgegnen Sie dieser mit Blick auf Stornierungsmöglichkeiten und weiteren Absicherungen?

Selbstverständlich können wir die Verunsicherung nachvollziehen, weshalb wir unsere Stornierungsmöglichkeiten auch angepasst haben: Für alle Kunden gilt unsere Corona-Geld-zurück-Garantie. Dass dieses Angebot viele Kunden „beruhigt“, zeigen auch unsere Buchungszahlen für den kommenden Winter: Diese steigen aktuell wieder an. Bereits in der Vergangenheit haben wir uns an geltendes Recht gehalten, wenn eine Reise aufgrund coronabedingter Schließungen nicht stattfinden konnte. In den vergangenen Monaten haben wir, im Gegensatz zu sehr vielen anderen Reiseveranstaltern, 100 % der Kundengelder von Skireisen, die wegen Corona nicht stattfinden konnten, erstattet. Natürlich hoffen wir aber in mehrfacher Hinsicht, dass es zu keinem „zweiten Lockdown“ kommt.

Interviewgeber Thomas Bartel ist Geschäftsführer von SnowTrex und leidenschaftlicher Skifahrer.

Weitere Informationen rund um Skiurlaub in Corona-Zeiten inklusive wertvoller Links zu den Maßnahmen sämtlicher Skidestinationen gibt es auf der SnowTrex-Reisehinweis-Seite.

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