Ratschings – Skigebiet Südtiroler Wipptal

18. Oktober 2017 - SnowTrex

Eine landschaftlich reizvolle Lage in Südtirol, drei Skigebiete mit Pisten in allen Schwierigkeitsgraden und hohe Schneesicherheit – das Skigebiet Südtiroler Wipptal ist immer einen Aufenthalt wert. Trotz seiner Vorzüge ist es wenig bekannt bei Wintersportlern. Somit ist ein entspannter Skiurlaub für Familien, Gruppen und Einzelreisende garantiert.

Genussvolles Schwingen im weichen Schnee des Wipptals.

1) Allgemeine Informationen zum Skigebiet Südtiroler Wipptal

  • drei Skigebiete mit insgesamt 57 Pistenkilometern in verschiedenen Schwierigkeitsgraden
  • ideal für Familien mit Kindern
  • 25 moderne Liftanlagen
  • hohe Schneesicherheit die ganze Saison hindurch

Das Wipptal in Südtirol liegt direkt am Brenner und ist unter Wintersportlern vergleichsweise wenig bekannt. Gleichzeitig gilt es als eines der schönsten Täler in der Region. Das allein macht es bereits zu einem echten Geheimtipp für Skifahrer und Snowboarder. Das großflächige und modern ausgestattete Skigebiet firmiert unter dem Namen „Skiverbund Südtiroler Wipptal“ und vereint die drei Skigebiete Rosskopf, Ladurns sowie Ratschings-Jaufen/Kalcher Alm. Es bietet Skifahrern und Snowboardern insgesamt 57 Pistenkilometer in verschiedenen Schwierigkeitsgraden: 16 km sind blau, 39 km rot und 2 km schwarz markiert. Tiefschneepisten, zahlreiche Angebote für Familien und Kinder sowie mehrere Snowparks mit Hindernissen für Anfänger und Fortgeschrittene sorgen für Abwechslung.

Im Wipptal warten Pisten ober- und unterhalb der Baumgrenze.

Damit hat das Skigebiet Südtiroler Wipptal für verschiedenste Ansprüche und Zielgruppen etwas zu bieten – und das alles mit nur einem Skipass. Für die einfache und bequeme Beförderung im Skigebiet sorgen insgesamt 25 Lifte, darunter zwei moderne Kabinenbahnen. Die hohe Schneesicherheit der Region in einer Höhe zwischen 1.000 m und 2.200 m und durchschnittlich fünf bis sieben Sonnenstunden täglich schaffen ideale Bedingungen, um traumhafte Ausblicke auf die umliegenden Gipfel und Täler zu genießen. Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, stehen genügend Schneekanonen zur Verfügung, um nachzuhelfen. Auf diese Art ist das Skigebiet rund um Ratschings in der Saison zwischen Ende November und Anfang April ein Garant für Schneevergnügen pur.

Auch in unseren Expertenbewertungen schneidet das Skigebiet Südtiroler Wipptal hervorragend ab. Sowohl in der Kategorie „Lifte & Bahnen“ als auch bei „Schneesicherheit“ erhält es jeweils die Höchstwertung von fünf Sternen.

2) Pistenplan Südtiroler Wipptal (Ratschings)

3) Skifahren im Skigebiet Südtiroler Wipptal

Zu den besonderen Eigenschaften des Skiverbunds Südtiroler Wipptal gehört, dass jedes der drei angeschlossenen Skigebiete eigene Schwerpunkte setzt. Auf diese Art stellt es Anfänger genauso zufrieden wie Skifahrer und Boarder mit langjähriger Erfahrung, die neue Herausforderungen suchen. Dafür erhält es von unseren Experten fünf Sterne für „Familien & Kinder“ und drei Sterne für „Könner & Freerider“.

In Ladurns kommen vor allem Familien auf ihre Kosten. Hier geben leichte und mittlere Pisten mit viel Platz zum Ausprobieren den Ton an. Direkt an der Talstation des Ladurnser Sessellifts befindet sich ein Kinderland. In St. Anton finden Neulinge außerdem einen Übungshang inklusive Schlepplift – ideal für Einsteiger in jungen Jahren. Fortgeschrittene Skifahrer können sich an die schwarze Route wagen, die zwischen der Bergstation des Wastenegg Sessellifts und der Ladurner Hütte verläuft. Außerdem zeichnet sich das Skigebiet Ladurns durch seine spannenden Tiefschnee-Routen aus.

Ratschings-Jaufen stellt mit seinen vielen mittelschweren Pisten und drehenden Waldpassagen vor allem anspruchsvolle Wintersportler zufrieden. Die Abfahrt Blosegg ist mit einer Länge von 2.500 m die längste im Skigebiet. Zudem werden die steilen Nordhänge von einer anfängertauglichen Funslope und dem Funpark Ratschings ergänzt, der Obstacles für alle Könnerstufen und auch für risikofreudige Zeitgenossen echte Herausforderungen bereithält.

Breites Pistenplateau oberhalb des Wipptals.

Der Freizeitberg Rosskopf schließlich präsentiert sich vielseitig mit Pisten in allen Schwierigkeitsgraden. Er ist direkt von dem nahegelegenen Ort Sterzing aus mit der Seilbahn erreichbar. Er ist, was den Ausblick angeht, zudem unangefochtener Spitzenreiter unter den drei genannten Skigebieten. Vom Rosskopf aus genießen Besucher einen herrlichen Panoramablick über das gesamte Wipptal. Eine Skischule inklusive Skikindergarten nimmt sich der Nachwuchsfahrer an.

Snowboarder finden im Skigebiet Südtiroler Wipptal insgesamt drei Snowparks vor, neben dem Funpark Ratschings unter anderem den „Dynamite Park“, der rund 2.000 Quadratmeter Fläche umfasst.

Schließlich werden auch Langläufer in der Umgebung von Ratschings verwöhnt. 50 bestens präparierte Loipenkilometer geben ihnen reichlich Gelegenheit, die malerische Landschaft zu genießen. Besonderes Highlight: die Panorama-Höhenloipe Platschjoch mit einer Gesamtlänge von 16 km. Wer noch mehr Zeit auf den Skiern verbringen will, der wählt die 25 km lange Rundloipe Ridnauntal. Dafür erhält das Skigebiet Südtiroler Wipptal vier Sterne in der Kategorie „Langlauf & Loipen“.

All diese Vorzüge genießen Skifahrer in vergleichsweise entspannter Atmosphäre. Das Skigebiet Südtiroler Wipptal ist bei den Stammgästen äußerst beliebt, der große Besucherandrang hält sich bislang noch in Grenzen. So können Besucher in aller Ruhe ihre Kurven ziehen und die traumhaften Ausblicke auf die Umgebung genießen können. Davon profitieren Familien, Fortgeschrittene und Naturliebhaber gleichermaßen.

4) Expertenbewertung

Das Skigebiet Südtiroler Wipptal ist ein Geheimtipp, der es in sich hat. Das zeigen neben dem hervorragenden Ergebnis in unseren Top-Bewertungskriterien drei Sterne in der Kategorie „Könner & Freerider“ und fünf Sterne für „Familien & Kinder“. Dass auch das Drumherum in Ratschings stimmt, belegen vier Sterne für „Bergrestaurants, Hütten & Gastronomie“ und vier für „Anfahrt & Parkmöglichkeiten“. Das Skigebiet Südtiroler Wipptal erhält von unseren Experten eine Gesamtbewertung von vier Sternen.

Aktueller Stand und weitere Informationen bei SnowTrex.

5) Aktivitäten neben der Piste

Unsere Expertenbewertung in der Kategorie „Bergrestaurants, Hütten & Gastronomie“ weist schon darauf hin: Das Südtiroler Wipptal bietet neben Gelegenheiten zum Sport auch viele Möglichkeiten, sich kulinarisch verwöhnen und die Seele baumeln zu lassen. Für diesen Zweck befinden sich an beinahe allen Abfahrten im Skigebiet Hütten, die zur Einkehr einladen. Ein uriges und gemütliches Ambiente und regionale Spezialitäten machen den Aufenthalt zum Genuss und helfen dabei, frische Kräfte für die nächste Abfahrt zu tanken.

Die Bergrestaurants im Skigebiet servieren italienische Spezialitäten.

Auch Gelegenheiten zum Après-Ski finden sich rund um das Skigebiet. Für Nachtschwärmer, die auch danach noch feiern wollen, hält das nahegelegene Sterzing mehrere Bars und Diskotheken bereit.

Abwechslung zum Skivergnügen gewünscht? Dann auf zum Rosskopf. Der Freizeitberg beherbergt die längste beleuchtete Rodelbahn in Italien. Ganze 10 km lang ist die Abfahrt ins Tal. Dabei wird ein Höhenunterschied von rund 900 m überwunden. Außerdem besteht zweimal in der Woche die Möglichkeit, in der Nacht zu rodeln. Rodel lassen sich vor Ort ausleihen. Zahlreiche weitere Rodelabfahrten im Skigebiet erweitern die Auswahl.

Rodelbahn bei Ratschings im Wipptal.

Urlauber, die es langsamer angehen wollen, erkunden einen der Höhenwanderwege rund um Sterzing. Ob zu Fuß oder mit Schneeschuhen: Für eine eindrucksvolle Atmosphäre und eine romantische Winterlandschaft ist hier die ganze Saison über gesorgt. Geführte Wanderungen sorgen für Sicherheit und Orientierung. Eisläufer finden einen Eislaufplatz in Gossensass und eine Eishalle in Sterzing vor.

6) Orte im Skigebiet

Ratschings ist eine Gemeinde in beschaulicher Lage, die sich aus mehreren Siedlungen zusammensetzt. Als einstige Bergbaugemeinde mit einer langen Geschichte beherbergt sie Sehenswürdigkeiten wie das Landesbergbaumuseum, die Knappenkapelle St. Magdalena oder das Landesmuseum für Jagd und Fischerei. Die nahegelegene „Gilfenklamm“ stellt ein beliebtes Ausflugsziel dar. Zum Übernachten finden Besucher in Ratschings und in der Umgebung zahlreiche Unterkünfte der verschiedensten Art, von der Pension bis hin zum 4-Sterne-Hotel mit Wellnessbereich und Luxusausstattung.

Ein besonders beliebter Ort im Skigebiet Südtiroler Wipptal ist Sterzing, das wegen seiner Lage an der alten Brennerstraße einst ein zentraler Knotenpunkt für den internationalen Handel war. Heute präsentiert sich der Ort mit einer historischen Altstadt, die mit reich verzierten Fassaden und mittelalterlichen Gassen zum Flanieren einlädt. Im Rahmen eines entspannten Shoppingbummels lassen sich Traditionsprodukte einheimischer Produzenten erwerben. Der 1492 gebaute sogenannte „Zwölferturm“ und das Rathaus mit seinem gotischen Ratssaal gehören zu den zentralen Sehenswürdigkeiten für Kultur- und Geschichtsinteressierte. Außerdem gibt es ein Stadttheater, dessen Programm von klassischem Theater über Kabarett bis hin zu Konzerten reicht. Alles gute Gründe, warum Sterzing vor einigen Jahren zur schönsten Kleinstadt Italiens gewählt wurde. In ihrer unmittelbaren Nähe befindet sich die Burg Reifenstein, die zu einer Exkursion in mittelalterliches Alltagsleben lädt.

Blick von einer Alm auf Sterzing.

Ruhe und Beschaulichkeit bietet Gossing, das auf einer Höhe von 1.100 m liegt und den Hauptort der Gemeinde Brenner darstellt. Einen Besuch wert ist das Ibsenmuseum im Rathaus, ebenso wie die barocke Pfarrkirche. Davon abgesehen ist der Ort vor allem bei Familien beliebt, die einen entspannten Skiurlaub fernab von hektischem Après-Ski suchen.

7) Anreise ins Skigebiet Südtiroler Wipptal

Aufgrund seiner Lage direkt am Brenner ist das Skigebiet Südtiroler Wipptal einfach mit dem Auto zu erreichen. Von Innsbruck aus führt der Weg über die A13 direkt zum Ziel, von Bozen über die SS508 und von Meran über die SS44. Von der Ausfahrt Sterzing ist es nur noch eine kurze Fahrtzeit bis in die verschiedenen Orte im Skigebiet. Die Bahnhöfe Brenner und Franzensfeste sind mit dem Zug von München aus in rund drei Stunden erreichbar.

Die nächstgelegenen Flughäfen für Gäste mit einer weiteren Anreise sind Bozen und Innsbruck. Hier bietet es sich an, im Anschluss in öffentliche Verkehrsmittel wie die Bahn umzusteigen. Im Skigebiet selbst sorgen Busse und Bahnen für eine komfortable Beförderung von einer Station zur nächsten. Die kurzen Distanzen zwischen den einzelnen Orten erleichtern es Besuchern, das vielseitige Angebot für Wintersportler voll auszukosten.

8) Wetter, Schneehöhen und Webcams Südtiroler Wipptal

Vorab einen Blick ins Skigebiet werfen und schauen, ob die Sonne scheint? SnowTrex stellt Informationen über das Wetter, die aktuellen Schneehöhen und Webcam-Bilder bereit.

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