Skigebiet Schreiberhau

4. November 2017 - SnowTrex

Im Riesengebirge erwartet Wintersportler eine kurzweilige Mischung aus den unterschiedlichsten Wintersportarten. Das Skigebiet Schreiberhau gehört zu den beliebtesten Skiregionen Polens. Winterurlauber freuen sich auf abwechslungsreiche Abfahrten zwischen 707 m und 1.362 m. Dazu kommen die herrliche Natur im Nationalpark sowie die schneesichere Lage.

Viel Platz zum Carven in Schreiberhau.

1) Allgemeine Informationen zum Skigebiet Schreiberhau

  • äußerst schneesichere Lage dank besonderem Mikroklima
  • eines der größten und beliebtesten Skigebiete Polens
  • landschaftlich reizvolle Lage im Nationalpark Riesengebirge
  • längste Piste Lolobrygida mit 4,4 km

Die Stadt und das gleichnamige Skigebiet Schreiberhau (Szklarska Poręba) liegen idyllisch zwischen dem östlichen Teil des Isergebirges und dem Nordhang des Riesengebirges. Diese Skiregion in Polen überzeugt vor allem mit ihrer landschaftlichen Schönheit. Denn den Nationalpark Riesengebirge prägen schroffe Gipfel, steile Felskanten und kristallklare Bergseen. Der bekannteste Gipfel im Riesengebirge ist die 1.602 m hohe Schneekoppe. Das Skigebiet Schreiberhau gilt als eines der größten und beliebtesten Skigebiete in ganz Polen und liegt am etwas niedrigeren Berg Reifträger (Szrenica). Es profitiert von einem besonderen Mikroklima in der Region. Dieses ermöglicht in der Umgebung um Schreiberhau und den Reifträger herum ähnlich hohe Schneelagen, wie auf den Gipfeln der Alpen in rund 2.000 m Höhe. Mit seinen 1.362 m bietet der Hausberg von Schreiberhau Wintersportlern somit beste Voraussetzungen für Spaß und Action im Schnee.

Auf Höhenlagen zwischen 707 m und 1.362 m warten zahlreiche gut präparierte Pisten, Loipen und Winterwanderwege auf die Skiurlauber. Die längste dieser Pisten ist mit rund 4,4 km die Lolobrygida. Auf ihr überwinden Skifahrer 637 Höhenmeter. Insgesamt acht Liftanlagen mit fünf Schleppliften und drei Sesselliften bringen die Gäste hinauf zu den Bergstationen. Auf insgesamt 12 Pistenkilometern mit 3,3 km blau, 6,5 km rot und 2 km schwarz markierten Abfahrten geht es anschließend hinunter in das Tal.

Von Bäumen gesäumte Piste im Skigebiet Schreiberhau.

Der Wintersportort Schreiberhau selbst liegt auf 886 Höhenmetern im Flusstal des Zacken. Er ist neben dem beliebten Skigebiet auch ein bekannter Erholungsort. Besucher finden hier bei Bedarf neben zahlreichen Wintersport-Attraktionen viele Möglichkeiten, sich an der guten Luft auszuruhen und zu entspannen. Ringsum genießen die Gäste traumhafte Aussichten auf die bewaldeten Hänge des Iser- und Riesengebirges.

Die schneesichere Lage im Skigebiet Schreiberhau beschert der Region im Durchschnitt 40 bis 50 cm Schnee an den Bergstationen und um die 15 bis 25 cm im Tal. Die Wintersportsaison in der Skiregion dauert in der Regel von Dezember bis weit in den März hinein. Die durchschnittlichen zwei bis drei Sonnenstunden pro Tag lassen sich dabei sehr gut auf den Sonnenterrassen der Restaurants und Cafés nutzen.

Unser Expertenteam bewertet diese Schneesicherheit in den Top-Bewertungspunkten daher mit drei von fünf Sternen. Die kleine, dabei aber feine Auswahl im Bereich „Lifte & Bahnen“ erhält von den Testern einen Stern.

2) Pistenplan Schreiberhau

3) Skifahren im Skigebiet Schreiberhau

Im Skigebiet Schreiberhau finden sowohl Anfänger als auch Könner geeignete Angebote. Auf den blauen Pisten im Tal tummeln sich vor allem Anfänger und Familien mit Kindern. Die örtlichen Skischulen nehmen zukünftige Skifahrer und Snowboarder unter ihre Fittiche. Unter fachlicher Anleitung geht es mit Spaß und guter Laune auf die Bretter. Spezielle Kinderkurse sorgen mit buntem Programm dafür, dass die Kleinen schnell Fortschritte machen. Am speziellen Baby-Lift schaffen es die Nachwuchs-Skifahrer dann auch zum ersten Mal eigenständig den Hang hinauf. Die anschließende Anfahrt ist relativ kurz, sodass Kinder sie zusammen mit den Eltern gut bewältigen können. Außer diesem Übungsgelände stehen Anfängern mit der „Hala Szrenicka“ und der „Puchatek“ zwei weitere schöne blaue Pisten zur Verfügung. Mit ihrem moderaten Gefälle und dem breiten Aufbau sind sie ideal, um nebenbei die schöne Aussicht zu genießen. Deshalb sind sie zudem ein geschätzter Treffpunkt für Genuss-Skifahrer. Außerdem findet auf der „Puchatek“-Abfahrt das beliebte Nachtskifahren statt. Die blaue Piste ist täglich von 18 bis 22 Uhr beleuchtet und bietet damit ein einmaliges Skivergnügen für Jung und Alt. Bei Bedarf öffnen die Betreiber im Skigebiet Schreiberhau sogar weitere Pisten für das Flutlichtfahren.

Fortgeschrittene Ski- und Snowboardfans vergnügen sich gerne auf den roten Pisten „Śnieżynka“ und „Lolobrygida“. Die „Lolobrygida“ ist die längste Abfahrt im Skigebiet Schreiberhau und bietet Skifahrern und Snowboardern auf gut 4,4 km ein weit gestecktes Betätigungsfeld mit einzigartigem Panoramaerlebnis. Könner zieht es dagegen zur schwarzen FIS-Piste mit bis zu 50 Prozent Gefälle. Hier fühlen sich echte Skiprofis pudelwohl. Unsere Ski-Experten haben Gefallen an den Skipisten im Skigebiet Schreiberhau gefunden. Die Bewertungspunkte „Anfänger“ sowie „Familien & Kinder“ erhalten für ihr gelungenes Angebot ganze drei Sterne.

Einen eigenen Snowpark hat die Skiregion nicht, dafür gibt es rund um den Skiort einige ausgezeichnete Langlaufloipen. Im Ortsteil Jakobstal (Jakuszyce) befindet sich eines der schönsten Langlauf-Areale der Umgebung. Sage und schreibe 150 Loipenkilometer warten hier auf ihre Entdeckung. In dem bunt gefächerten Angebot gibt es sowohl einfache Strecken für Anfänger als auch Herausforderungen für Fortgeschrittene und Könner. Viele Hobbysportler und Athleten trainieren im Jakobstal. Den Höhepunkt der Saison bildet das „Bieg Piastów“, Polens größtes und ältestes Ski-Rennen im Langlauf-Massenstart. Seit 1976 treffen sich Sportler dabei Anfang März zu Wettkämpfen in 50 und 26 km klassischer Technik oder 3 km freier Technik. Zudem fand im Skigebiet Schreiberhau 2014 der „FIS Cross Country World Cup“ im klassischen Ski-Langlauf statt.

4) Expertenbewertung

Das Skigebiet Schreiberhau bietet Anfängern und Fortgeschrittenen einige abwechslungsreiche Abfahrten mit herrlicher Aussicht. Im Gesamtergebnis unseres Tests hat die Skiregion 2,5 Sterne bekommen. Besonders die hohe Schneesicherheit und das gute Anfängerprogramm sind ein großes Plus.

Aktueller Stand und weitere Informationen bei SnowTrex.

5) Aktivitäten neben der Piste

Après-Ski ist in Polen sehr beliebt. Nach einem langen Tag im Schnee ist es Tradition, noch gemütlich an einer Bar oder in einer urigen Hütte zusammenzusitzen. Bei Speis und Trank kommt die gute Stimmung von ganz allein. Diese etwas gemütlichere Interpretation von Après-Ski hat allemal ihren Reiz. Zumal in einigen Locations mit flotter Musik durchaus kräftig gefeiert wird. Beliebter Treffpunkt für einen Absacker oder eine Erfrischung zwischendurch ist zum Beispiel die Bar „Szałas Żywiecki“ in der Nähe der Talstation. Das Café „Roma“ bietet die Möglichkeit, sich bei Kaffee, Tee und Kuchen zu stärken.

Wer beim Skifahren Hunger bekommt, kann hinauf zum Gipfel des Reifträgers fahren. Dort gibt es in der „Reifträgerbaude“ Köstlichkeiten wie Blaubeerpfannkuchen, Käsekuchen oder heiße Schokolade mit Rum. Dazu kommt an schönen Tagen die herrliche Rundumsicht auf die Berge und Täler des Riesengebirges. In der Reifträgerbaude können Bergliebhaber auch Zimmer mieten und den Aufenthalt in luftiger Höhe somit um eine oder mehrere Nächte verlängern. Die gemütlichen Gastronomiebetriebe und die gute Stimmung sind ganz nach dem Geschmack unserer Experten. Sie geben dem Skigebiet zwei Sterne in der Kategorie „Après-Ski“.

Hundeschlitten auf einer Tour durch das Riesengebirge.

Abseits von den Skipisten gibt es in Schreiberhau und Umgebung ebenfalls einiges zu unternehmen. Groß und Klein vergnügt sich beispielsweise gerne auf den schönen Naturrodelbahnen in der Skiregion. Alternativ können Winterurlauber die actionreiche Snowtubing-Strecke nutzen. Für eine geruhsame Erkundungsfahrt bietet sich eine Fahrt mit dem Pferdeschlitten durch die romantische Winterlandschaft an. Etwas wilder sind die Ausflüge mit Schlitten und Hundegespann. Gäste, die das Skigebiet Schreiberhau lieber auf Schusters Rappen erkunden möchten, finden auf den Winterwanderwegen im Tal und auf den Höhenzügen ein großes Betätigungsfeld.

6) Orte im Skigebiet

Die Gemeinde Schreiberhau ist neben dem Wintersport vor allem für ihre Glashütten bekannt. Die Glasherstellung ist seit dem 14. Jahrhundert eine der wichtigsten Einnahmequellen der Region. Davon zeugt heute noch die Besucher-Glashütte „Leśna Huta“ mit Verkaufsraum. Hier können Interessierte bei der Glasbläserei zuschauen und anschließend Souvenirs einkaufen. Im örtlichen Mineralienmuseum gibt es hingegen Fossilien und Gesteinsarten aus aller Welt zu bewundern. Außerdem findet im Museum Schreiberhau eine Ausstellung über das Leben und Werken des Dichters Carl Hauptmann statt.

Winterlandschaft mit urigem Wohnhaus bei Schreiberhau.

Kultur- und Kunstliebhaber zieht es außerdem in die Friedhofskirche „St. Maria Rosenkranz“. Die Kirche aus dem 15. Jahrhundert verfügt an ihren Außenseiten über etliche Grabdenkmäler. Hier liegen Mitglieder der Glasbläserfamilien begraben. Ein weiteres sehenswertes Gotteshaus ist die katholische Filialkirche „Unbeflecktes Herz Maria“ in Nieder-Schreiberhau. Die geschliffenen Kristallleuchter im Inneren stammen von ortsansässigen Handwerkern aus dem 17. Jahrhundert.

Im rund 20 km entfernten Hirschberg (Jelenia Góra) lädt der malerische Stadtkern mit dem historischem Rathaus und zahlreichen Renaissancehäusern zu einem Bummel ein. Für das leibliche Wohl sorgen gemütliche Restaurants und Cafés. In circa 19 km Entfernung befindet sich die Kurstadt Bad Warmbrunn (Cieplice) mit ihren berühmten Thermalquellen.

7) Anreise ins Skigebiet Schreiberhau

Besonders stressfrei und unkompliziert ist die Anfahrt nach Schreiberhau mit der Bahn. Von Dresden und Görlitz aus gibt es gute Verbindungen ins polnische Breslau. Von dort aus fahren Regionalbahnen nach Jelenia Góra bis zum Bahnhof in Schreiberhau.

Skiurlauber mit dem Pkw nehmen von Süddeutschland kommend am besten die A93 Richtung Schwandorf und Tschechien, dann die E50 bis Prag und anschließend die E65 und E442 bis Rochlitz an der Neiße. Von hier aus führt der Weg über die Grenze nach Polen und Schreiberhau.

Für Flugreisen ist der ca. 130 km entfernte Flughafen in Breslau eine gute Anreisemöglichkeit. Alternativ können Urlauber auch die Flughäfen in Prag (ca. 170 km) oder Dresden (ca. 185 km) wählen. Von dort aus geht es mit dem Zug oder Mietwagen weiter bis ins Skigebiet Schreiberhau.

8) Wetter, Schneehöhen und Webcams Schreiberhau

Vorab einen Blick ins Skigebiet werfen und schauen, ob die Sonne scheint? SnowTrex stellt Informationen über das Wetter, die aktuellen Schneehöhen und Webcam-Bilder bereit.

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