5 Dinge, die man erlebt haben sollte in Chamrousse

2. August 2016 - Katharina Teudt

Immer auf der Suche nach dem einzigartigen Urlaubsmoment, haben wir Skiorte ausgewählt, die ganz besondere Bergerlebnisse bieten. Diese fünf Dinge sollten Sie in Chamrousse auf keinen Fall verpassen.

Blick von den Chamrousser Pisten über die Ebene Richtung Grenoble.

Motoneige fahren

Ein Action-Highlight im Tal der Belledonne ist eine rasante Fahrt mit dem Schneemobil. Auf dem sog. Skidoo durch die verschneite Landschaft zu düsen, ist eine aufregende und rasante Angelegenheit und beschert dem Laien einen ordentlichen Nervenkitzel. Zunächst unterschätzt jeder die Geschwindigkeit und das Gewicht des Schlittens. Lenken, gegensteuern, bremsen – das Gefährt zu kontrollieren ist gar nicht so einfach. Zwischen 60 und 80 PS besitzt so ein Skidoo, das reicht Neulingen in der Regel vollkommen für das Wow-Erlebnis aus. Gerade wenn es bergab geht, etwa entlang der Piste, wird das starke Gefälle zur Mutprobe. Das Schneemobil hält das sicher aus, aber auch der Fahrer? Praktisch kopfüber und schnurgerade die Piste runter, dann in die Kurve legen und lenken – Adrenalin pur. Nach ein paar Versuchen wird man sicherer und gelassener und dann macht es noch mehr Spaß.

Die rasante Fahrt mit dem Schneemobil steigert den Adrenalin- und Spaßpegel enorm.

In Chamrousse werden zwei verschiedene Motoneige-Touren angeboten. Eine führt etwa eine halbe Stunde durch den Wald und die abendliche Tour entlang der Pisten dauert sogar 40 Minuten. Offiziell erlaubt sind Geschwindigkeiten bis zu 70 km/h, doch gerade auf unebener Strecke z. B. im Wald geht es oft wesentlich langsamer voran. Das macht aber gar nichts, schließlich bleibt so mehr Zeit, um die hübsche Winterlandschaft zu genießen. Fahren darf jeder ab 18 Jahren, Beifahrer müssen mindestens 1,30 m groß sein. Kostenpunkt: ab 35 € pro Person.

Um Chamrousse gibt es diverse Schneeschuhtrails. © imagesetreves.fr

Schneeschuhwandern

Auf den Urlaubsplan in Chamrousse gehört unbedingt eine Schneeschuhwanderung. Die Umgebung von Chamrousse ist wunderbar geeignet für kleinere oder größere Streifzüge durch die Wälder und über Bergkämme. Vom Chalet-Dorf Le Domaine de l’Arselle starten gleich mehrere einfach zu gehende Schneeschuhwanderwege, die ins bewaldete Langlaufgebiet (Domaine Nordique) oder durch das Skigebiet führen. Für Frühaufsteher lohnt sich auch eine Tour am Morgen. Bei Sonnenaufgang mit Schneeschuhen am Pistenrand auf den Berg zu wandern und dann als einer der Ersten die unberührte Piste abzufahren, ist einfach das Größte.

Flauschige Huskys ziehen die Hundeschlitten über das Plateau Arselle.© OT Chamrousse – Emilie Garcin

Hundeschlitten-Tour

Je nachdem, wo man in Chamrousse seine Herberge hat, hört man immer wieder die Schlittenhunde erwartungsvoll bellen und heulen. Es ist der Sound der Wildnis und des Abenteuers, und für den Besucher der Aufruf zu einem unvergesslichen Urlaubserlebnis. Der „Fahrgast“ nimmt auf dem Schlitten Platz, den ein erfahrener Musher lenkt und das Gespann kommandiert. Eine Hundeschlitten-Tour ist ein einmaliges Erlebnis für Mensch und Tier, das in Chamrousse für ca. 20 Minuten Fahrt um die 30 € pro Person kostet. Obwohl beinahe täglich Schlittenrunden gedreht werden, empfiehlt sich die Anmeldung einige Wochen im Voraus, da die Plätze begrenzt und die Fahrten sehr beliebt sind. Wer auf den Geschmack gekommen ist, der kann für ca. 95 € ein Paket inklusive Einführung zum Beruf des Mushers, eine Einweisung in die Schlittensteuerung sowie einer 12 km-Tour buchen.

Das Eistauchen im See ist eine ganz besondere Erfahrung.© Dive Extrem

Eistauchen im Bergsee

Ein sehr spezielles Erlebnis ist das Eistauchen im Robertsee unterhalb des höchsten Gipfels im Skigebiet, dem Croix de Chamrousse (2.250 m). Gut eingepackt in Fleece- und Neopren-Schichten geht es in die Tiefen unter der zugefrorenen Wasseroberfläche des Sees. Die Eisschicht kann von 50 cm bis zu 2 m dick sein, und darunter erstreckt sich eine tolle Unterwasserwelt aus Fels und Eis. Mit der Unterwasserlampe angestrahlt, schillert alles bunt und ist gar nicht so grau und düster, wie es von außen erscheint. Für den Tauchgang sind keine Vorkenntnisse erforderlich, Einsteiger und Fortgeschrittene erhalten eine Einweisung von qualifizierten Tauchlehrern. Die Kosten für einen Tauchgang unter das Eis liegen bei etwa 75 € pro Person, für Gruppen ab 6 Personen wird es etwas günstiger.

Rodeln auf der Piste

Abends, wenn sich die Sonne über die Bergkämme neigt und die Lifte ihre letzte Runde gedreht haben, ist es Zeit für ein einmaliges Rodelvergnügen. Chamrousse heißt nicht umsonst „blutrote Felder“, die Abendsonne taucht die Hänge bei klarer Sicht in ein fantastisches Licht. Ideal, um nach 17 Uhr eine rasante Rodelpartie zu unternehmen. In den Hartplastikschalen der Zipfelbobs sitzend, geht es vom höchsten Pistenpunkt auf 2.250 m am Croix de Chamrousse bis runter zum Ort auf 1.650 m. Für den Rodelspaß am Tag gibt es außerdem einen Rodelpark mit Lift und auf dem flachen Plateau von Arselle gibt es zudem einen Rodelhang für Kinder.

Sonnenuntergänge wie dieser locken zum abendlichen Pistenrodeln. Nicht umsonst bedeutet Chamrousse so viel wie „blutrote Felder“. © OdT Chamrousse

Extra-Tipp

Wer es insgesamt lieber gemütlich angeht, dem empfiehlt sich ein morgendlicher Besuch auf dem Wochenmarkt. Der öffnet dienstags abwechselnd in Chamrousse 1650 in der Avenue Henri Duhamel und in Chamrousse 1750 am Centre Commercial seine Tore. Hier gibt es u. a. regionale Spezialitäten wie den berühmten Beaufort-Käse, den man später genüsslich auf dem sonnigen Balkon der Unterkunft verspeisen kann. Trés bien!

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