5 Dinge, die man erlebt haben sollte in Alpe d’Huez

3. Mai 2016 - Katharina Teudt

Immer auf der Suche nach dem einzigartigen Urlaubsmoment, haben wir für unsere neue Serie Skiorte ausgewählt, die ganz besondere Bergerlebnisse bieten. Diese fünf Dinge sollten Sie in Alpe d’Huez auf keinen Fall verpassen.

Zwischen den Flanken des Grandes-Rousses-Massivs liegt Alpe d’Huez auf 1.860 m Höhe.

Aussicht vom Pic Blanc genießen

Die Skiregion Alpe d‘Huez mit ihren fünf Stationen und insgesamt 249 Pistenkilometern gehört zu den renommiertesten Frankreichs und gilt als eines der besten Skigebiete der Welt. Populär ist jedoch vor allem der Ort Alpe d’Huez als berühmtes Etappenziel der Tour de France. Es rankt sich mittlerweile ein echter Mythos um diese Skistation, welche über die berüchtigten 21 Kehren erreicht wird. Zwar führt die Radstrecke nicht dorthin, wo im Winter die Skifahrer abfahren, doch immerhin kommt dem Dorf als härteste Bergankunft für Profiradler eine besondere Bedeutung in der Sportwelt zu. Ein ähnliches Sieges- oder vielmehr Hochgefühl stellt sich ein, wenn man am höchsten Punkt unterhalb des Pic Blanc (3.350 m) angelangt ist. Von hier hat man eine Aussicht hinüber nach Les 2 Alpes mit dem La Meije und sogar bis zum Mont Blanc. Allein für diese Aussicht sollte man die Auffahrt einplanen. Doch man ist ja schließlich zum Skifahren hier und hat entsprechend mehrere Möglichkeiten, Richtung Bergsee und Zwischenstation abzuschwingen.

Blick vom Pic Blanc auf die markanten Aiguilles d’Arves.

Sarenne-Abfahrt erleben

Wer zum Pic Blanc auffährt, muss dort auch wieder runter. Von hier oben erwartet Wintersportler unter anderem eine Mammutpiste, die die Oberschenkel brennen lässt: die Sarenne. Sie führt über den Sarenne-Gletscher bis ins Tal und ist mit 16 km eine der längsten schwarzen Abfahrten der Welt. Im unteren Abschnitt ist sie zwar etwas flacher, doch allein die Länge lässt auch trainierte Sportler schwitzen. Das Gemeine an ihr ist, dass es fast auf der kompletten Strecke keine Einkehrmöglichkeiten gibt. Hier zählt allein der Fahrgenuss – und die Aussicht. Denn die ist der Wahnsinn! Nicht umsonst stehen ab und zu Aussichtsbänke neben der Piste, auf denen man sich niederlassen kann, um das Panorama zu genießen. Auch eine Erste-Hilfe-Station befindet sich etwas unterhalb des Gletschers, aber das war es dann auch schon.

„Le Tunnel“ überleben

Obwohl die Grand Domaine Ski überwiegend mittelschwere Pisten bietet, sind es vor allem die schwarzen Abfahrten, welche die Gäste in ihren Bann ziehen. Eine technisch anspruchsvolle und eher sehr guten Fahrern zu empfehlende Strecke ist die „Le Tunnel“. Sie startet ebenfalls oben an der Bergstation der Pic-Blanc-Gondel bzw. des Glacier-Lifts und führt kurz nach dem Start in einen Tunnel. Der Durchgang ist in den Fels geschlagen und recht schmal, sodass man nur hintereinander hindurch fahren kann. Schwingen oder gar Kurven fahren ist nicht möglich, aber auch nicht nötig, da die Strecke so flach ist, dass man einfach laufen lassen kann. Am Ende des ca. 200 m langen Tunnels offenbart sich dann die eigentliche Tücke: Die Tunnelöffnung mündet in eine steile, vereiste Buckelpiste. Wer es weiß, kann sich darauf einstellen und dann macht diese besondere Abfahrt auch richtig Spaß.

Der steile Buckelabschnitt der Tunnelpiste verläuft unterhalb der Gondel – hier mittig im Bild über den Seilzügen zu erkennen.

Im offenen Käfig liften

Etwas weniger Adrenalin, dafür umso mehr Erstaunen ruft die Fahrt mit dem Korblift „Télécentre“ hervor. Diese außergewöhnliche Seilbahn ist für Wintersportler und Fußgänger gleichermaßen gedacht, die bequem von einem Teil des doch recht weitläufigen Ortes in einen anderen gelangen möchten. Die in Fünfergruppen fahrenden, offenen Stehkabinen bieten jeweils Platz für bis zu vier Personen. Sie erinnern optisch ein wenig an Tierkäfige und wurden daher früher liebevoll „Viehtransporter“, heute auch „lobster pot“ (dt. Hummerkescher) genannt. Wer hiermit fährt, darf keinen Komfort erwarten, braucht aber auch keine Schwindelfreiheit. Der Lift ist mit gültigem Skipass kostenfrei nutzbar und bietet einen ganz neuen Blickwinkel auf Alpe d’Huez.

Der Korblift Télécentre in Alpe d’Huez.
Der „Lobster Pot“ mit Fahrgästen.

Powdern in Auris

Wer gerne Off-piste fährt, der sollte einen Ausflug in das Gelände von Auris-en-Oisans einplanen. Das kleine Teilgebiet mit rund 45 Pistenkilometern liegt am südlichen Rand der Grand Domaine Ski in 1.600 bis 2.176 m Höhe. Über die direkte Liftverbindung mit dem Sessellift Alp-Auris geht es vom Ort hinüber nach Auris und von dort mit dem Fontfroide-Sessel hinauf zum Signal de L‘Homme (2.176 m). Hier schlängeln sich auf einem sonnigen Plateau mehrere rote und schwarze Pisten hinab und dazu liegen einem mehrere freie Hänge zum Powdern zu Füßen. Weiterer Pluspunkt: Auris ist nicht überlaufen und obwohl es nur einen Sessellift zu den attraktiven Pisten am Gipfel gibt, sind hier praktisch nie Warteschlangen an den Einstiegen.

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