Skiheimat Schreiberhau – Unsere Skilehrerin Natalia über ihr Lieblingsgebiet

30. Dezember 2014 - Katharina Teudt

Wenn es um tolle Skigebiete geht, denken die meisten Skifahrer an Österreich oder Frankreich. Für unsere polnische Mitarbeiterin Natalia ist das unverständlich. Sie war Skilehrerin in Polen und weiß, was den Wintesport im Riesengebirge so reizvoll macht.

Natalia stammt aus dem polnischen Hirschberg, das im Riesengebirge liegt. Dort stand sie mit 6 Jahren das erste Mal auf Skiern. Den ersten Parallelschwung hat sie in der Skischule “Gile” in Krummhübel und später in der Skischule “Ski Górnicki” im polnischen Schreiberhau gelernt. Dort hat sie außerdem eine Skilehrer-Ausbildung absolviert. Sie kann also mit Fug und Recht als Fahrprofi bezeichnet werden. Man könnte demnach meinen, dass sie sich in großen Skigebieten mit unzähligen Abfahrten und vielen schwarzen Pisten am wohlsten fühlt. Doch weit gefehlt. Sie schätzt vor allem die nicht überlaufenen, kleineren Skigebiete in ihrer Heimat.

Natalia im französischen Valfréjus

Früh übt sich Von ihrem Heimatort zu den nächsten Skigebieten in Schreiberhau und Krummhübel sind es nur ca. 15 km. Ideale Bedingungen für eine Kindheit in Skischuhen. Für Natalia gehörte Skiunterricht quasi mit zur Schulbildung. „Im Winter sind wir jeden Samstag und Sonntag auf die Piste gegangen. Im Sommer haben wir uns in der Turnhalle auf die Wintersaison vorbereitet und im Herbst haben wir Wanderungen in den Bergen gemacht.“ Man kann sagen, Natalia wurde bestens auf ein Leben in den Bergen und den dortigen Wintersport vorbereitet. Die Leidenschaft für die Brettl hatte sie so sehr gepackt, dass sie das Skifahren zu ihrem Beruf machen wollte. Gesagt, getan. „In der Skischule Ski Górnicki habe ich mit 18 Jahren mein Zertifikat zur Skilehrerin gemacht. Ein paar Winter habe ich in Schreiberhau als Skilehrerin gearbeitet und habe vor allem Skikurse für Erwachsene gegeben.“

Ein Streifzug durch das Riesengebirge Unsere herzliche Einkäuferin war darüber hinaus schon auf Pisten überall in Europa unterwegs: in Österreich, Frankreich, Italien, in der Slowakei und in Tschechien. Doch am liebsten kommt sie immer wieder in ihre Heimat zurück, um dort ein paar schöne Genussabfahrten abzuschwingen. “Immer wenn ich zu Hause bin, z. B. über Weihnachten oder Silvester, gönne ich mir ein paar Tage auf den polnischen Pisten.“ Ihr liebstes Skigebiet ist das ihr vertraute Schreiberhau mit der Skiarena Szrenica. Dort gibt es nur ein paar Pisten, doch genau das gefällt Natalia so gut. „Genau das macht die besondere familiäre Atmosphäre aus – klein aber fein.“ Für jeden ist etwas dabei, sowohl die Anfänger als auch die Fortgeschrittenen finden hier ihre ideale Abfahrt. Die Lifte sind in den letzten Jahren modernisiert worden und mittlerweile ist die komplette Infrastruktur mit der in den Alpen zu vergleichen, wobei dem Ort die Tradition und der Charme geblieben sind.

Pistenempfehlung in Schreiberhau In der Skiarena Szrenica gibt es zwei Abfahrten, die es unserer Skilehrerin besonders angetan haben. Die Piste “FIS” ist zwar die einzige schwarze Abfahrt im Skigebiet, hat es dafür aber umso mehr in sich. „Vor allem das erste Stück ist extrem steil und oft vereist – eine Herausforderung selbst für gute Fahrer“ weiß Natalia. Gemütlicher geht es auf der blauen, sehr breiten “Hala Szrenicka” hinunter. Selbst an Tagen, an denen andere Pisten wegen schlechtem Wetter oder Wind geschlossen bleiben, ist diese immer geöffnet. Hier findet man Ruhe und Entspannung.

Große Auswahl im Tal Die Skiregion um Schreiberhau besteht aus mehreren kleinen Skigebieten, die nur ein paar Kilometer voneinander entfernt liegen, und doch jedes auf seine Weise einzigartig ist. „Man kann einen Tag in Schreiberhau fahren und am nächsten nach Tschechien, ins 10 km entfernte Harrachov. Auch das bekannte Skigebiet Spindlermühle liegt nur 40 Minuten Fahrt entfernt. Theoretisch kann man in einer Urlaubswoche jeden Tag ein anderes Skigebiet kennenlernen, ohne weit fahren zu müssen“ schwärmt Natalia. „Das Besondere daran ist, dass sich der Skigenuss in zwei ähnlichen, aber doch verschiedenen Kulturen abspielt – der Polnischen und der Tschechischen.“ Auch kulturell ist es hier interessant und vielseitig. Einkehrmöglichkeiten gibt es auch genug. Natalia empfiehlt die Hütte „Hala Szrenicka“, die zu den größten in den Sudeten gehört. Sie liegt direkt an der gleichnamigen Piste in Schreiberhau. Speziell ist, dass man dort nicht nur polnische, regionale Küche probieren kann. „Viele Leute bringen ihre eigenen Speisen wie Brötchen, Kaffee, Tee oder Süßigkeiten mit und dürfen die Sachen in der Hütte essen. Das ist bei uns generell üblich“ weiß Natalia über den praktischen Brauch. Parallel wird auch bedient, so dass es meistens zwei Räume gibt, einen mit Bedienung und einen, in dem man eigene Sachen verspeisen darf.

Trexlerin am höchsten Punkt im Skigebiet La Plagne

Auf die Frage hin, ob sie noch einen Geheimtipp für uns hat, schmunzelt sie: „Mein Tipp für kalte Tage ist Tee mit Rum – selbst bei minus 30 Grad macht der direkt warm.“

Leidenschaft für SnowTrex Mit ihrem Platz im SnowTrex-Team ist Natalia sehr zufrieden und hätte es, fernab der Heimat, kaum besser treffen können. „Ich freue mich, dass ich bei SnowTrex bin, weil ich dadurch ständig Kontakt zum Wintersport habe. Ich habe die Möglichkeit, einfach in den Schnee zu fahren und sogar einen Skikurs für meine Kollegen zu geben.“ Ihre Skileidenschaft kann sie also auch bei SnowTrex leben. „Die Arbeit in den Bergen hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass sich für mich irgendwann eine Möglichkeit ergibt, wieder in diesen Job einzusteigen.“ Nichts leichter als das. Schon bald wird sie mit ihrem eigenen Nachwuchs auf die Piste gehen und dann sicherlich ihre Skilehrerin-Qualitäten erneut unter Beweis stellen können.

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