Felix Neureuther: „Für Mathilda würde ich alle Rennen absagen“

12. Dezember 2018 - Carla Meyer

Der Ski-Weltcup 2018/2019 ist in vollem Gange. SnowTrex hat mit Profi-Skirennläufer und Trexperte Felix Neureuther anlässlich der Wettkämpfe beim FIS Ski Alpin Weltcup gesprochen und interessante Rituale erfahren.

Trexperte Felix Neureuther stand SnowTrex Rede und Antwort.

Vergangene Saison hast Du Dir einen Kreuzbandriss zugezogen: Welche Rolle spielt er in Deinem Kopf, wenn Du dieses Jahr am Start stehst?

Leider gehören Verletzungen zum Alpinen Rennsport dazu, wie Schnee und Eis. Mit Verletzungen müssen alle Rennfahrer leben und auch bereits sein, sich wieder zurück zu kämpfen. Aktuell spielt der Kreuzbandriss für mich keine große Rolle mehr, meine Gedanken sind eher beim Rücken und dem gebrochenen Daumen.

Stichwort Lieblingspisten: Welche Weltcup-Pisten bezwingst Du am liebsten?

Natürlich die Kandahar in Garmisch-Partenkirchen. Außerdem liebe ich die Streif in Kitzbühel. Es war immer ein Lebensziel, die Streif als Abfahrer zu bezwingen. Es kann gut sein, dass das nicht mehr klappen wird, aber die Streif bleibt für mich das Maß aller Dinge.

Die legendäre „Streif“ im Skigebiet Kitzbühel.

Hast Du ein Ritual kurz vor dem Start eines Rennens?

Im Grunde ist für mich vorm Start alles ritualisiert und automatisiert – so mache ich beispielsweise immer zuerst den linken Skischuh zu.

Den Sommer hast du unter anderem dazu genutzt, ein zweites Kinderbuch zu schreiben. Wie kam es zu dieser Idee?

Das erste Buch war ja ein Ski-Kinderbuch, im zweiten geht es um Eishockey. Mit den Büchern möchte ich Kinder an den Sport und zur Bewegung bringen. Das war die Motivation dahinter. Ob Ski oder Eishockey oder eine ganz andere Sportart – das ist egal. Die Erlöse aus dem Buch gehen ja auch in meine Kampagne „Beweg dich schlau“.

Du bist Vater einer kleinen Tochter. Vielleicht ja Profinachwuchs. Wie stehst Du dazu, wenn Kinder in die Fußstapfen ihrer Eltern treten?

Das Wichtigste ist, dass Mathilda Freude am Skifahren bekommt. Aber letztlich soll sie selber entscheiden, welcher Sport ihr Spaß macht. So wie sie gerade wuselt, ist sie prädestiniert für den Slalom. Das wird nicht leicht für die Mama (lacht).

Schon Felix ist in die Fußstapfen seiner Eltern Rosi Mittermaier-Neureuther und Christian Neureuther getreten.

Familienvater und Profiskirennläufer: Wie bekommt man das unter einen Hut?

Es verschieben sich natürlich die Prioritäten und die Familie steht für mich an allererster Stelle. Sollte ich merken, dass meine Tochter Mathilda darunter leidet, dass ich so viel unterwegs bin, würde ich sofort alle Rennen absagen.

 

Alle Wettkämpfe des Ski-Weltcups auf einen Blick.

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