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Skiatlas Stans
Im Zillertal haben Wintersportler die Qual der Wahl, schließlich gibt es mehr Skigebiete als Wochentage. Sensationell ist die Pistenauswahl im Talschluss bei Hintertux, wo der Lift den Skifahrer mit lediglich einer Unterbrechung bis in die Gletscherregion unter dem Olperer bringt. Hintertux am Hintertuxer Gletscher präsentiert sich als Hoteldorf, Lanersbach und Finkenberg sind dagegen familiär und überschaubar, Mayrhofen gibt sich sehr jugendlich und lebendig.Mit fast 500 präparierten Pistenkilometern und rund 150 Aufstiegshilfen, die in jeder Stunde mühelos sämtliche Einwohner einer deutschen Großstadt wie Saarbrücken auf die Berge befördern könnten, wirken die Skigebiete des Zillertals riesig, fast überdimensioniert. Sie verteilen sich allerdings auf einen gut 50 km langen Streifen und 25 Gemeinden. Auch wenn das Tal zu den meistbesuchten Wintersportgebieten der Alpen gehört, hat es sich seinen Charakter bis heute bewahrt. Besonders deutlich wird das in Lanersbach: Entlang der Straße prägen Hotels und Pensionen das Bild, doch in der zweiten Reihe entdeckt man bereits das ursprüngliche Tuxer Tal. Hauptdrehscheibe des Skikarussells ist das quirlige Mayrhofen, Endstation der Zillertalbahn, Heimatort vieler prominenter Sportler und touristischer Mittelpunkt des Tals. Dort hat man die Wahl zwischen den Pisten am Ahorn und dem größeren, auch von Finkenberg und Hippach her erschlossenen Skigebiet zwischen Penken und Gerent, das über Vorderlanersbach mit dem Rastkogel bis zur Eggalm oberhalb von Lanersbach reicht. Ganz im Talschluss befindet sich Hintertux mit dem Ganzjahresskigebiet auf dem Hintertuxer Gletscher.
Pisten
Im Schatten der Großen steht der Ahorn mit der anspruchsvollen Filzenabfahrt, wobei es seit dem Bau der neuen Seilbahn die größte Pendelseilbahn Österreichs mit ihren riesigen, 160 Personen fassenden Kabinen buchstäblich bergauf geht. Zu übersehen ist das Gebiet dagegen wirklich nicht, die markante Pyramide der Ahornspitze oberhalb des Genießergebiets Ahorn sieht man bereits kurz nach dem Eingang ins Zillertal im Talschluss aufragen. Hauptanziehungspunkt ist jedoch das am gegenüberliegenden Penken beginnende Skigebiet, wo eine Lift- und Pistenkette mittlerweile bis zur Eggalm bei Lanersbach reicht. Zwar sind die Pisten aus dem Tal nicht zu sehen, dafür jedoch die kleinen gelben Gondeln, die mitten im Ort starten und hoch über dem Tal zum weißen Rücken des Penken schweben. Mayrhofen ist der zentrale Einstieg in das Skiareal zwischen Penken, Horberg und Gschössberg, das auch von Finkenberg und Hippach bequem zu erreichen ist und in den letzten Jahren kräftig modernisiert und ausgebaut wurde. Schlagzeilen macht dort vor allem die Harakiri, die als Österreichs steilste Piste gilt. Längst gibt es zu der Steilabfahrt mit einem Gefälle von durchschnittlich 78 Prozent auf der Homepage der Mayrhofener Bergbahnen eine Community, auf der man sein Statement abgeben kann. Und wer seinen Mut auch daheim zeigen möchte, der kann sogar an allen Kassen eigene Harakiri-Fanartikel kaufen. So steil die Harakiri auch sein mag die gegenüberliegende Diretissima neben der Schneekarbahn ist übrigens auch eine schöne Herausforderung, typisch ist sie für das Gebiet keineswegs. Denn Penken und Horberg bieten überwiegend mittelschwere Pisten, dazu einige wunderbar leichte wie bei der Tappenalm oberhalb davon finden Snowboarder bei der 4er-Sesselbahn Sun Jet mit dem Vans Snowpark einen mustergültigen Freestyle-Park oder sonnseitig beim Hasenmuldenlift. Noch gemütlicher wird es am benachbarten Rastkogel, dessen Skigebiet mit der 150er-Tux erreicht wird. Wer sanfte Skiwiesen sucht, der startet gleich zur 8er-Sesselbahn Horbergjoch, während gute Skifahrer und Freerider längst andere Möglichkeiten gesehen haben und erst einmal die aussichtsreiche Panoramaabfahrt über einen südseitigen Gratrücken mit freiem Blick auf die Zillertaler Alpen, nach Hintertux sowie auf die Skischaukel von Penken und Horberg unter die Bretter nehmen oder in den Tiefschnee tauchen. Vom Rastkogel führt eine Skiroute zur 6er-Sesselbahn Eggalm Nord, die auf den Rücken der Eggalm führt. Der ist zwar überschaubar, bietet aber durchwegs zügige und lange Abfahrten sowie einen Traumblick auf den skifahrerischen Höhepunkt am Ende des Tuxer Tals. Dort leuchten verführerisch die weiten Gletscherhänge unter der Pyramide des Olperers, die für ein Ganzjahresskigebiet wohltuend abwechslungsreich sind. Dazu tragen vor allem die Pisten unter der Gefrorenen Wand und an den Kasererliften, auf denen man zudem noch meist den besten Schnee antrifft. In den Wintermonaten wird das Gebiet ergänzt durch den Bereich der Sommerbergalm bei der Mittelstation, auf denen eher leichte Pisten gewalzt werden. Platz in Hülle und Fülle gibt es zwischen Gletscherpisten und der Sommerbergalm, wo es neben großen Pisten auch nicht endlose Tiefschneehänge gibt. Komplett beschneit wird mittlerweile die Talabfahrt 'Schwarze Pfanne', als Abschluss eines ausgefüllten Skitages.
Loipen
Mayrhofen ist Ausgangspunkt der Talloipe über Hippach nach Zell. Zusätzlich werden rings um den Ort neun einfache Rundkurse gespurt. Im engen Tuxer Tal gibt es dagegen nur wenig Platz für Loipen, lediglich zwischen Vorderlanersbach und Madseit sowie ein Rundkurs bei Juns stehen zur Verfügung.
Quelle: www.adac-skiguide.de


