Skiatlas Döllach
Am Fuße des Großglockners, dem mit 3798 m höchsten Berg Österreichs, liegt das romantische Bergdorf Heiligenblut. Große Schneesicherheit bis weit ins Frühjahr hinein und abwechslungsreiche baumfreie Abfahrten machen die Ferienregion inmitten des Nationalparks Hohe Tauern für sportliche Skifahrer wie für Familien zum Geheimtipp. Langläufern biete sich ein kleines, aber feines Spurennetz. Mehr bodenständig als edel ist das Angebot an Unterkünften in Heiligenblut.
Wenn die Großglockner-Hochalpenstraße im Winter gesperrt ist, kommt man nur von Süden her ins idyllische Heiligenblut. Der fehlende Durchgangsverkehr führt zu einer sehr wohltuenden ruhigen Atmosphäre im Ort. Unterhalb des Ortkerns, an einem Hang gelegen, prägt die Pfarr- und Wallfahrtskirche von 1491 mit ihrem markanten Turm das Dorfbild.
Pisten
Aufgrund seiner Höhe von 1300 m bis 2900 m und der Lage dicht am Alpenhauptkamm gehört das kompakte Skigebiet zu den schneesichersten Wintersportzielen. Das Skigelände verteilt sich auf den Schareck (2604 m) und auf die Gjaidtroghöhe (2989 m) oberhalb der Fleißalm. Das Gebiet an der Fleißalm ist vom Schareck nur durch eine originelle Tunnelbahn oder über eine anspruchsvolle Skiroute (Nr.2) erreichbar. Immerhin 55 km Pisten kann der Skifahrer in Heiligenblut unter die Bretter nehmen, der größte Teil der Abfahrten liegt im mittelschweren Bereich. Für Anfänger gibt es natürlich auch blaue Strecken, schönes Terrain sind z.B. die leichte Tauernabfahrt (Nr.2) oder die Wiesenabfahrt (Nr. 11) - beide Hänge sind leicht und breit, eignen sich auch zum Carven hervorragend. Kleines Manko: Ein Netz von mehreren leichten Pisten fehlt. Der Nachwuchs kann sich prima im Snowland (mit Kindergarten) am Hotel Heiligenblut vergnügen. Ausgezeichnet ist das Angebot für den fortgeschrittenen Brettelartisten - eine Fülle von mittelsteilen breiten Pisten motiviert zu schönen Schwüngen. Konditionsstarke Skifahrer nehmen die abwechslungsreiche Talabfahrt vom Scharek (Nr. 2a, 3, 10), auf der immerhin 9 km und 1300 m Höhe zu bewältigen sind. Die meisten Abfahrten liegen übrigens weit oberhalb der Baumgrenze. Für Freerider bieten sich viele Möglichkeiten, entweder auf den vier Skirouten oder man geht direkt neben den Pisten - bei entsprechender Schneelage - ins Gelände.
Loipen
Langläufer haben wegen des engen Talbodens nicht allzu viel Auslauf. Nur eine kleine Höhenloipe beim Wallackhaus und die Strecke zwischen dem Möllfall und dem Ortsteil Winkl - mehr ist nicht möglich in Heiligenblut; aber immerhin beginnt das Loipenvergnügen fast direkt in der Ortsmitte.
Quelle: www.adac-skiguide.de