Bequem, sicher, stylisch: Helme & Co. auf der ISPO

18. Februar 2014 - SnowTrex

Zum Wintersport gehören schon lange nicht mehr nur die Bretter unter den Füßen und gegebenenfalls die Stöcke in der Hand. Auch rund um Accessoires und Zubehör ist mittlerweile ein großer Markt entstanden. Handschuhe, Helme, Goggles, Protektoren, Rucksäcke – all das gehört zu einem vollkommenen Outfit heute dazu. Und all das soll nicht nur zur Sicherheit beitragen, sondern auch noch gut aussehen. Und bequem zu tragen sein.

© Messe München GmbH

Große Sprünge macht man in den vergangenen Jahren vor allem im Bereich der Helme. Nicht erst seit dem tragischen Unfall von Michael Schumacher ist die Bereitschaft, sie zu tragen, enorm gewachsen. Laut dem Deutschen Skiverband (DSV) gibt es keine andere Sportart mit einer so hohen freiwilligen Tragequote. Geschätzte 85 Prozent der Wintersportler sind mittlerweile nach DSV-Angaben mit Helm auf den Pisten unterwegs. Nicht zuletzt diese Zahlen sind es, die die Hersteller arbeiten lassen – an Gewicht, Belüftung und Passform. Und im Falle von poc auch an der Technologie.

Denn was Sicherheit angeht, setzt das Unternehmen sicherlich Maßstäbe, macht Helme zu komplexen Wundergeräten. Beispielsweise mit dem H.I. (Helm Integrity) Sensor, einem digitalen Hilfsmittel, das Aufpralle und starke Deformation aufzeichnet und Alarm gibt, sobald der Helm ersetzt werden muss. Denn die heutigen Helmmaterialien erhalten ihre Form nach einem Aufprall wieder zurück. Der Helm muss also nicht nach jedem schwereren Sturz ausgetauscht werden. Wann jedoch auch die modernen Materialien keinen zuverlässigen Schutz mehr bieten, das zeigt der Sensor an. Verbaut ist er im Modell „Skull Orbic Comp H.I. MIPS“.

Helm schützt auch bei vertikalem Aufprall

MIPS ist gleich das nächste Stichwort. Diese Technologie wird beispielsweise auch bei Scott angewendet. MIPS bedeutet Multi-directional Impact Protection System. Die Technologie lässt eine leichte Rotation der Außenschale zu, die das Gehirn auch bei schrägem statt vertikalem Aufprall schützen soll. Eine weitere Innovation bei poc: das ICE-Ticket. ICE ist die weltweit anerkannte Abkürzung für „In case of emergency“ – also „Im Falle eines Notfalls“. Das Ticket besitzt einen QR-Code, der mit jedem Smartphone gescannt werden kann. Die helfende Person erhält dadurch wichtige Informationen wie zum Beispiel Namen und Notfall-Kontakte, aber auch medizinische Informationen wie zum Beispiel Allergien. Hinzukommen kann ein Crash Sensor, der mit dem Smartphone des Helmträgers gekoppelt ist. Er erfasst am Helm Bewegungen, Aufpralle und Veränderungen der Kräfte. Bei kritischen Werten schickt die App eine Nachricht an vorab ausgewählte Kontakte, die einen Hilferuf und die GPS-Daten der Person enthält – es sei denn der Helmträger stoppt die App in einer individuell festgelegten Zeit manuell.

Ein weiterer Clou von poc: In das Modell „Fornux Communication“ hat man die allgegenwärtigen Kopfhörer von beats by Dr. Dre eingebaut.

Generell geht der Trend zu flacheren Helmen, die nicht mehr so klobig wirken. Farblich ist alles möglich – vom klassischen Schwarz und Weiß über Neonfarben bis hin zu Animalprints. Das haben poc, bern und Co. auf der ISPO gezeigt. Lazer hat sich gar das Motto „Change your look without changing your helmet“ auf die Fahne geschrieben und bietet Helme mit austauschbaren Tops an. Der Hersteller macht den Helm zudem zum Multifunktions-Zubehör. Mit einem kleinen Zahlenschloss, das an den Helmverschluss gekoppelt wird, fungiert er als Skischloss.

Bei den Goggles übernehmen in der kommenden Saison endgültig die großen Modelle die Macht – zylindrische Modelle mit flachen, hohen Gläsern und einem weiten periphären Gesichtsfeld. Die besonders stylischen sind randlos, die Gesichtspolsterung ist hinter dem Glas versteckt. Der Austausch der Gläser wird den Wintersportlern so leicht wie nie gemacht. Dafür sorgen magnetische Schnellkupplungssysteme wie zum Beispiel bei Uvex oder Spy gezeigt. Deren Lock Steady System soll für einen Glaswechsel ohne störende Fingerabdrücke sorgen. Anon kombiniert beim Modell Mig FM die Skibrille sogar noch mit einer magnetischen Gesichtsmaske, die direkt an der Brille befestigt wird.

Nicht zuletzt berücksichtigt man dem Trend zum Freeriden und Tourengehen auch bei der Produktion von Rucksäcken. Poc etwa legt mit dem „JetForce 11l“ ein Modell vor, dessen Airbag mit 200 Litern binnen 4 Sekunden aufgeblasen wird – durch einen Ventilator, der mit einer Lithium-Ionen-Batterie angetrieben wird. Dieser große Airbag soll im Falle einer Lawine verhindern, dass der Sportler nach unten gezogen wird. 3 Minuten lang wird der Airbag immer wieder aufgeblasen, bis er schließlich automatisch wieder schrumpft.

Praktisch wird es hingegen bei Dakine. Neben seinen klassischen Modellen in gefühlt Hunderten verschiedenen Farben und Designs präsentierte das Label auf der ISPO ein 4-in-1-Modell mit mehreren abtrennbaren Taschen. Quasi ein Allzweckbegleiter für den nächsten Skiurlaub.

Der kann so ausgestattet nun auf jeden Fall kommen!

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