Mit dem Wohnmobil in den Skiurlaub: 10 Tipps fürs Wintercamping

5. Juni 2018 - SnowTrex

Mit dem mobilen Heim verreisen und im Urlaubsort im eigenen Bett schlafen – günstig und individuell urlauben macht den Reiz des Campens aus. Die Leidenschaft der Camper geht sogar soweit, dass der Urlaub im Van längst nicht mehr nur auf den Sommer begrenzt ist. Wintercampen ist Trend! Allerdings gibt es im Unterschied zur Sommervariante auch einiges zu beachten beim Campen im Schnee. SnowTrex kennt 10 Tipps, die Wintercamping zum vollen Erfolg werden lassen.

Das Camping Resort Zugspitze in Grainau eignet sich perfekt für Wintercamping.

Für Wohnmobilfans ist es der größte Luxus, die eigenen vier Wände überall hin mitnehmen zu können. Was ist gemütlicher, als im eigenen beheizten Wohnzimmerchen zu sitzen und den Schneeflocken beim Fallen zuzuschauen, daraufhin vor die „Haustür“ zu treten, die frische Bergluft zu schnuppern und die Aussicht zu genießen? Campingplätze sind überall in den Alpenregionen zu finden und dort oft glücklicherweise in der Nähe beliebter Skigebiete angesiedelt. Ob Ötztal, Zillertal, Allgäu, Arlberg oder Seefeld – Österreich ist ein Camper-Land. Auch in Südtirol oder der Schweiz finden sich die großflächigen Caravan-Plätze für den etwas anderen Skiurlaub. Eines haben sie alle gemeinsam: Die Gäste wohnen auf kleinstem Raum im privaten Wohn- und Schlafzimmer und können außerhalb des Vans oftmals die Annehmlichkeiten eines Hotels erwarten. Trotzdem sollte man als Wintercamper vorbereitet sein:

Der richtige Campingplatz

Bei all der Romantik im Schnee sind die Temperaturen niedrig und der Wintersport intensiv, so dass sich Wintersportler mit Wohnmobil dann doch ein wenig Komfort am Stellplatz wünschen. So haben sich viele Betreiber auf das Wintercamping eingestellt. Zur Grundausstattung eines Campingplatzes gehören die sanitären Anlagen mit Dusch- und Waschräumen sowie Strom und die Wasserver- und -entsorgung am Stellplatz. Darüber hinaus sollten Wintercampingplätze mit Services wie Trockenräumen für Skischuhe- und Bekleidung oder einem Skidepot bestückt sein. Auf den größeren Plätzen finden sich oft auch kleine Ladenzeilen mit Bistro, Kiosk und Supermarkt für den täglichen Bedarf. In den Hauptgebäuden des jeweiligen Areals ist WLAN verfügbar und manchmal sogar eine Sauna integriert.

Eine Sauna gehört vielerorts zum Camping-Standard.

Wer es in seinem Wintercampingurlaub richtig luxuriös haben möchte, der sollte auf einen Luxus- beziehungsweise einen Sterne-Campingplatz gehen. Der Luxus spiegelt sich zum einen im Komfort an den Stellplätzen wider, wo winterfeste Versorgungssäulen für Strom, Wasser und Abwasser sowie auf Wunsch feste Gas-Anschlüsse oder Gasflaschen bereitstehen. Für den täglichen Bedarf gibt es Duschen, Wickeltische, Waschmaschinen, Trockner und eine Spülküche, die sich in geschlossenen Gebäuden befinden. Zum zweiten sind solche Campingplätze auch teilweise wie hochpreisige Hotels ausgestattet – zum Beispiel mit einem schicken Restaurant mit typisch regionaler Küche, einem Bistro, einem modernes Spa mit Sauna, einer Vinothek, einer Sonnenterrasse oder dem obligatorische Skitrockenraum. Für noch mehr Privatsphäre ist auf manchen Plätzen außerdem ein Privat-Badezimmer direkt am Stellplatz hinzubuchbar.

Wintergeeignetes Fahrzeug

Dass das Fahrzeug für den Wintercamping-Urlaub Winterreifen ausgezogen haben sollte, versteht sich von selbst. Darüber hinaus sollten Wintercamper aber auch das Mitführen von Schneeketten nicht vergessen. Die Wintercampingplätze liegen oftmals auf einigen Metern Höhe, so dass es bei Schneefalls ansonsten etwas schwierig bis unmöglich werden kann, den Platz zu erreichen. Außerdem sollte das Fahrzeug eine Heizung an Board haben sowie entsprechend isoliert sein. Gerade in der Nacht wird es sonst einfach zu kalt im Wagen.

Gasvorräte checken

Um für die kalten Temperaturen gewappnet zu sein, reicht es nicht einfach nur, eine Heizung an Bord zu haben. Damit diese auch läuft, benötigen die meisten Caravans ausreichend Gas. Propangasflaschen fassen in der Regel 11 Liter, was je nach Temperatur im Winter für etwa 2 bis 5 Tage ausreicht. Es empfiehlt sich also dringend, gleich noch eine zweite Flasche zum Wechseln an Bord zu haben. Im Idealfall besitzt das Fahrzeug auch ein sogenanntes DUO-Control-System, welches ganz automatisch von der leeren auf die volle Gasflasche wechselt.

Wasser frostfrei halten

Wasser ist im Winter ein großes Thema, weil es bekanntlich bei 0 Grad gefriert. Das ist schön für Eislauf-Fans, nicht aber für Wintecamper mit Wassertanks und Wasserleitungen. Damit eben diese genau nicht einrieren, empfehlen sich beheiztbare Wassertanks – zumindest für das Frischwasser. Beim Abwasser kann man entweder etwas Frostschutzmittel in den Auffangbehälter geben oder aber man lässt das Wasser direkt ablaufen. Auch in die Ablaufleitungen sollte daher etwas Frostschutzmittler gegeben werden.

Fahrzeuge, die einen Boiler mit Frostschutzwächter haben, sind ebenfalls fürs Wintercamping sehr zu empfehlen. Der Frostschutzwächter sorgt dafür, dass das Ventil des Boilers sich automatisch öffnet, wenn die Temperatur unter 4 Grad Celsius sinkt. Das kann natürlich auch zu unangenehmen Überraschungen führen, wenn nämlich der Boiler dann plötzlich leer ist. Also: Erst die Bord-Heizung anmachen und etwas eine Stunde vorheizen lassen!

Landstrom nutzen

Bordbatterien erbringen bei Kälte nicht so viel Leistung wie im Sommer. Daher sollten Wintecamper ihr Fahrzeug an den Landstrom anschließen. Das gilt auch für den Kühlschrank, der ein ordentliche Gasfresser sein kann.

Vorzelt aufstellen

Wer schon einmal ein Vorzelt aufgebaut hat, der weiß, dass dies manchmal eine nervige Arbeit sein kann. Aber gerade im Winter lohnt sich die Mühe! Das Vorzelt kann sowohl als Klimaschleuse dienen als auch als Schmutzfänger, Stauraum und zusätzlicher Kühlschrank. Außerdem erweitert man so den Platz, auf dem man sich wettergeschützt bewegen kann – im Idealfall als Terrasse mit einer kleinen Petroleum-Heizung.

Keine Lust auf Wohnwagen? Im Camping Resort in Grainau an der Zugspitze gibt es auch Schlaf-Fässer – gemütlich!

Das richtige Werkzeug

Die Werkzeug-Klassiker Hammer und Zange sollten bei keinem Campingurlaub fehlen: Mit dem Hammer lassen sich zum Beispiel Heringe gut in die (vereiste) Erde klopfen, mit der Zange kann man sie am Ende des Urlaubs wieder herausholen. Auch ein Besen gehört in jede gute Campingausstattung: Während man im Sommer mit ihm den Sand beiseite fegt, kann er im Winter zur Schmutz- und Schneebeseitigung dienen – auch auf Autodächern beispielsweise. Nicht fehlen sollten im Winter auch ein Eiskratzer mit Teleskopstange sowie eine kleine Schaufel zum Schneeschippen.

Wärme halten mit Thermohauben

Gerade im Winter sollte man Wärmebrücken entgegenwirken, um die angestaute, kostbare Wärme möglichst lange im Fahrzeug zu halten. Hierzu empiehlt sich zum Beispiel eine Thermohaube für die Frontscheibe des Fahrzeugs, die gleichzeitig auch das Vereisen der Scheibe verhindert. Auch für Türen oder Aufstelldächer gibt es mittlerweile spezielle Schutzhauben oder -matten, die die Wärme im Fahrzeug halten.

Die richtige Kleidung beim Wintercamping

Wie bei jedem Aktivurlaub darf natürlich die richtige Kleidung auch beim Wintercamping-Urlaub nicht fehlen: Neben warmen, atmungsaktiven Outdoor-Kleidungsstücken sollten warme, dicke Kuscheldecken an Bord sein, dicke Mützen, Handschuhe und Socken. Thermo- bzw. Wärmflaschen oder auch beheizbare Sitzkissen perfektionieren die Ausstattung.

Zusatzangebote inklusive

Bei Zahlung der Kurtaxe bekommen Campingurlauber auf den meisten Plätzen eine Karte, mit der sie diverse Annehmlichkeiten in der Region nutzen können. Oftmals sind beispielsweise die Fahrten mit dem Skibus gratis, so dass das Auto getrost stehen bleiben kann. Hierauf sollten Wintercamper bei der Wahl des richtigen Campingplatzes also ebenfalls achten.

 

Egal, mit welchem Anspruch Campingurlauber also in den Skiurlaub fahren – einen passenden Campingplatz, wie zum Beispiel den Platz in Grainau, werden sie auf jeden Fall finden!

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