Unfall auf der Piste – abgesichert?

30. November 2011 - Katharina Teudt

Glücklicherweise sind die Unfallzahlen auf den Pisten seit einigen Jahren rückläufig. Dieser Umstand ist hauptsächlich auf verstärkte Aufklärung und den Einsatz von Helmen und Protektoren zurückzuführen. Dennoch machen Skiunfälle immer noch ein Drittel aller Sportunfälle aus. In Österreich bspw. ereignen sich pro Jahr ca. 60.000 Unfälle auf der Piste, wobei ca. 15 davon tödlich enden.

Die allermeisten Unfälle verlaufen glücklicherweise glimpflich. Dennoch kann eine Bergung oder ein Rücktransport nach Hause unverhofft teuer werden. Und abgesichert ist man oft nicht in vollem Maße, denn Haftpflicht und Krankenversicherung decken beileibe nicht alle Schäden ab. Im Regelfall werden die Kosten einer medizinischen Behandlung von der gesetzlichen Sozial- oder krankenversicherung übernommen. Ein eventuell notwendiger Krankenrücktransport aus dem Ausland wird allerdings nicht übernommen. Hier greift eine Auslands-Krankenversicherung, die man als Urlauber für unter 10€ abschließen kann. Eine ADAC-Plus Mitgliedschaft schließt einen Rücktransport ebenfalls ein. Problematisch wird es bei einer Bergung, beispielsweise durch den Pistendienst. Hier ist oft nicht klar, wer die Kosten zu übernehmen hat. Sollte dann noch eine Hubschrauber-Bergung notwenig sein, explodieren die Kosten geradezu.

Noch gravierender ist eine dem Unfall folgende Invalidität bzw. Erwerbsunfähigkeit. Hier greifen viele private Vorsorgeversicherungen nicht – eine private Unfallversicherung deckt Bergungskosten und bietet finanzielle Absicherung im Falle einer Invalidität. Ob eine solche Zusatzversicherung die Kosten wert ist, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Last but not least: die Haftpflichtversicherung. Eigentlich sollte jeder eine solche Versicherung abschließen, ist sie doch in allen Lebenslagen unerlässlich – und mit ca. 70-100€ pro Jahr nicht teuer. Beim Abschluss sollte darauf geachtet werden, dass die Versicherungssummen möglichst hoch sind. Wird bei einem Skiunfall jemand schwer verletzt, kommen auf den Unfallverursacher schnell Kosten in Millionenhöhe zu. Daher sollte man eher ein bischen mehr Geld in die Haftpflicht-Versicherung investieren, als später Kosten selber begleichen zu müssen. Ausgestattet mit diesen Absicherungen lässt sich dann der Skiurlaub unbeschwert genießen.

Quellen: http://www.welt.de http://de.wikipedia.org

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