Übernachtungen im eigenerbauten Iglu

23. September 2010 - Katharina Teudt

Wer einmal in einem etwas exotischeren Schlafgemach nächtigen will (es müssen nicht immer die teueren Hotels in Österreich oder Frankreich sein), der findet hier drei Möglichkeiten sein eigenes Iglu zu bauen:

Massivbauweise

Die erste Variante ist die Massivbauweise. Wie der Name schon verrät handelt es sich hierbei um ein stabiles Iglu. Damit das Iglu stabil wird benötigen wir zunächst Schneeblöcke. Die Schneeblöcke werden am besten mit einem Schneemesser oder einer Schneesäge in der näheren Umgebung des geplanten Bauvorhabens aus der Schneedecke geschnitten. Die Blöcke sollten grob die folgenden Abmessungen aufweisen: 40 cm hoch, 60 cm breit, 50 cm tief und darüber hinaus abgeschrägt sein, denn so werden die Ringe der Schneeblöcke nach oben hin immer enger und bilden eine Kuppel. So werden die Blöcke nacheinander aufgestapelt, die Zuschnitte werden am besten mit dem Schneemesser angepasst. Last but not least werden noch zwei oder drei Fenster eingebaut damit der Innenraum erhellt wird. Die Fenster lassen sich am besten aus Eisplatten herstellen – evtl. ist ja ein See in der Nähe aus denen wir das Eis beziehen können. Nach der Fertigstellung des Iglus wird der Eingangsbereich als Kälte- und Windfang gegraben und mit Schneeblöcken überwölbt.

Spiralbauweise

Diese Bauweise kommt zum Einsatz wenn es schnell gehen muss, denn bei diesem Iglu muss eine Blockdicke von ca. 20 cm ausreichen. Hier werden Schneeziegel in einer aufsteigenden Spirale aneinander gelehnt. Zu beachten ist dabei, dass die beiden unteren Ecken auf der darunterliegenden Reihe sowie die oberen Ecken auf der vorherigen Schneeziegel Reihe aufliegen. Zum Abschluss wird ein Ziegel über das Loch gelegt und passend zugeschnitten –  fertig ist das Iglu. Schalungsiglu

Diese Iglu-Bauart wurde 1987 von Herman Glatz entwickelt und wird seitdem beispielsweise von den deutschen Gebirgsjägern als Unterkunftsbauart benutzt. Begonnen wird bei dieser Bauart mit dem Aufschichten eines Hügels. Damit der Schneehaufen gut verdichtet wird stehen am besten mehrere Personen mit Skiern auf dem Schneehügel. Im Anschluss daran werden zwei Löcher ca. 20 cm über Hüfthöhe gegraben, sowie ein Verbindungstunnel, der später als Eingang dient. Danach stellen sich drei bis fünf Personen in eines der beiden Löcher – mit einer wasserdichten Plane, die sie über ihre Köpfe halten. Gleichzeitig drücken sie sich mit dem Gesäß an die Innenwand des Loches. Jetzt wird von den Seiten weiter Schnee auf das Iglu und über die Plane gehäuft und verdichtet. Dies wird so lange durchgeführt bis sich die Schneedecke des Iglus selbst trägt. Danach kann die Plane entfernt werden und die Personen aus dem Innenleben des Iglus können durch den Tunnel nach draußen kriechen. Zum Schluss wird das Innere des Iglus ausgeschält, so erreichen die Wände eine Dicke von 80 bis 150 cm.

Mit diesen drei kurzen Anleitungen lassen sich schnell schöne Behausungen bauen. Da bleibt nur noch eines zu sagen: Viel Spaß beim selber bauen.

Quelle: http://de.wikipedia.org

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