Starthilfe für Wintersport-Neulinge

15. August 2013 - Nina Vogt

Aller Anfang kann schwer sein. Muss er aber nicht. Egal ob Kind oder Spätzünder – wer zum ersten Mal in den Skiurlaub fährt, für den ist eine gute Vorbereitung das A und O. Damit beginnen können Anfänger bereits lange vor dem Urlaub:

Jedes Kind kann mit dem Babylift fahren.

Die richtige Wahl

Die Wahl des Skigebietes trägt maßgeblich zum Spaßfaktor im Urlaub bei. Anfänger sollten kleinere, überschaubare Skigebiete wählen. Wer nicht von Ferienzeiten abhängig ist, sollte die stark frequentierten Schulferien und die Faschingszeit meiden.

Man lernt nie aus

Wer schnell Erfolgserlebnisse beim Skifahren oder Snowboarden erzielen will, für den ist ein Kurs empfehlenswert. Hier kümmern sich ausgebildete Lehrer, die individuelle Fehlerquellen schnell erkennen, um die Anfänger. Eine gute Skischule lässt bei Kindern bis 6 Jahren Gruppengrößen von maximal 8 Teilnehmern, bei Anfängern ab 6 Jahren 10 Teilnehmer zu. Ein Qualitätskriterium in Deutschland ist laut Deutschem Skiverband (DSV) das Gütesiegel „Profi-Schule“. In Frankreich stellt sich die Frage der Skischulwahl nicht : Die Lehrer der ESF (école de ski française) haben ein staatliches Diplom.

Bestens informiert

Wer sich auf die Piste wagen möchte, der kann sich bereits vorab mit Ausrüstung und „Fachvokabular“ vertraut machen. Also ruhig im Sportgeschäft oder bei Wintersport-affinen Freunden nachfragen: Welche Ausrüstung brauche ich auf der Piste? Was sollte ich bei der Auswahl des Materials beachten? Wo gibt es Unterschiede? Welche Arten von Liften gibt es eigentlich? Wie lese ich einen Pistenplan?

Muskelspiele

Ein langer Tag auf den Brettern kann ganz schön anstrengend sein. Wer dem Muskelkater am nächsten Tag vorbeugen möchte, der hält sich bereits vor dem Skiurlaub fit. Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit sind hier das A und O. Vorbereiten kann man sich laut DSV zum Beispiel mit Nordic Walking, Joggen, Inlineskating oder Radfahren sowie Skigymnastik. Wer mag, probt die ersten Schwünge in einer Skihalle.

Kleider machen Leute

Die richtige Wintersportbekleidung hält warm – und trocken. Wichtig ist, dass Hose und Jacken ausreichend Bewegungsfreiheit zulassen. Die Materialien sollten eine Wassersäule von mindestens 5.000 mm haben – die Wasserdichtigkeit von Kleidung wird als Wassersäule in Millimetern angegeben. Als wasserdicht gilt nach europäischer Norm EN 343 eine Wassersäule von 1300 mm. Wintersportler setzen zudem auf atmungsaktive Materialien und Funktionsunterwäsche, die Feuchtigkeit abtransportieren. Sinnvoll ist auf der Piste das Zwiebelprinzip aus mehreren Schichten: So können Wintersportler beispielsweise am wärmeren Nachmittag oder nach intensiven ersten Übungen eine Schicht ausziehen und verhindern zu starkes Schwitzen.

Leihen oder kaufen?

Gerade Anfänger und Gelegenheitsfahrer profitieren von Leih-Material. Ist die Begeisterung für den Sport doch nicht so groß, sind Mietkosten geringer als der Kaufpreis. In den Skiorten gibt es kompetente Anlaufstellen, bei denen man vom Board bzw. den Skiern über Schuhe bis zum Helm alles ausleihen kann. Die Vorteile: individuelle Beratung, die Möglichkeit eines schnellen Ski-Tausches und neuste Technik. Die Möglichkeit der individuellen Beratung sollten gerade Anfänger auch in Anspruch nehmen. Für die Auswahl der richtigen und vor allem bequemen Ausrüstung sollten sie genug Zeit einplanen.

Im Urlaub angekommen sollten Anfänger folgende Ratschläge beherzigen:

Regelwerk

Auf der Piste gelten die 10 FIS-Regeln. Sie sollte jeder verinnerlicht haben. Denn Unfälle auf der Piste vermeidet, wer Rücksicht auf andere nimmt. Seine Fahrweise sollte jeder Sportler nicht nur auf sein Können abstimmen, sondern auch auf Witterungsverhältnisse und Verkehrsdichte.

Kartenwerk

Um im Skigebiet die Orientierung zu behalten, ist es sinnvoll, einen Pistenplan bei sich zu tragen. Dass Wintersportler die Pistenmarkierungen kennen müssen, versteht sich von selbst: Blau steht für leichte Pisten, Rot für mittelschwere und schwarze sollten Anfänger tunlichst vermeiden – diese Pisten können steil und buckelig sein.

Schutz

Vor 2 Dingen sollten sich Winterurlauber schützen: vor Verletzungen und der Sonne. So gehören gerade für Anfänger Protektoren zur Ausrüstung. Ein Helm ist unverzichtbar. Er muss bequem, aber fest sitzen und muss mit der Skibrille zusammenpassen. Auch ein Rückenprotektor macht Sinn. Handgelenksprotektoren, Knieschoner oder Protektorenhosen sind gute Ergänzungen. Zudem gehört Sonnencreme ins Gepäck. Dermatologen empfehlen einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30.

Mach mal Pause

Gerade Anfänger sollten ihren Körper nicht überfordern. Daher gilt: Ausgeschlafen und mit einigen Aufwärmübungen in den Tag starten. Die ersten Abfahrten locker angehen. Regelmäßig Pause machen. Viel trinken, denn in der Höhenluft verliert der Körper mehr Flüssigkeit. Bei Ermüdungserscheinungen den Skitag beenden.

Und die wichtigste Regel für Anfänger: Den Spaß nicht aus den Augen verlieren. Dann kann der Urlaub nur ein Erfolg werden.

Auch wir haben zahlreiche anfängertaugliche Skigebiete im Programm. Buchen Sie jetzt Ihren Skiurlaub – Leihmaterial und Kurse können Sie oft gleich mit reservieren.

Quelle: www.dsv.de

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