Snowkiting – Windiger Extremsport auf dem Schnee

7. Juni 2018 - Carla Meyer

Warum eigentlich immer ganz klassisch auf dem Ski oder Snowboard unterwegs sein, wenn man doch eher zu den fortgeschrittenen Fahrern gehört? Warum nicht mal etwas Neues wie zum Beispiel Snowkiting ausprobieren? Diese Sportart fordert Wintersportler extrem heraus, macht aber auch riesigen Spaß und lässt einen das Skifahren oder Snowboarden aus einer ganz neuen Perspektive erleben. SnowTrex kennt die Fakten zum Snowkiting.

Windiger Spaß im Winter: Snowkiting.

Was ist Snowkiting?

Höher, schneller, weiter – dies sind Beigaben, die mit Snowkiten in Verbindung gebracht werden. Die Besonderheit beim Snowkiting liegt darin, dass man sich von einem großen Lenkdrachen, genannt Powerkite, auf den Ski oder dem Snowboard ziehen lässt und so kilometerweit durch unberührten Pulverschnee cruisen kann. Dabei hat man die Möglichkeit, bei einer unglaublichen Geschwindigkeit sensationelle Sprunghöhen und -weiten zu erreichen und trotzdem sanfte Landungen hinzulegen. Von der Windenergie angetrieben, kann man sanft über verschneite Pulverschnee-Flächen gleiten und in entsprechenden Regionen sogar in unberührte Gegenden gelangen, was sonst nur mit dem Hubschrauber oder bei einer Skitour möglich ist. Im Vergleich zum Kiten auf dem Wasser bietet das Snowkiten den großen Vorteil, dass man immer festen Boden unter den Füßen hat und man mühelos wieder aufstehen kann, sobald der Wind einen zu Boden gerissen hat.

Was gehört zur Snowkiting-Ausrüstung?

Zur Ausrüstung beim Snowkiting gehören hauptsächlich Ski, Snowblades oder ein Snowboard sowie ein spezieller Schirm, der Powerkite. Für Anfänger empfehlen sich eher Skier, da man auf ihnen einen besseren Halt hat und sich mit ihnen besser fortbewegen kann. Die Profis können sich auch gerne auf dem Snowboard versuchen. Der Schirm wird mit einem Gurt meistens an der Hüfte fixiert und über eine Stange wie beim Wasserkiten gesteuert. Neben dieser speziellen Ausrüstung gehören natürlich die üblichen Wintersport-Accessoires dazu: Skikleidung, Handschuhe, Skibrille, Skihelm und wegen der Sprungmöglichkeiten idealerweise auch ein Rückenprotektor.

 

Snowkiting ist eine gelungene Abwechslung zu den klassischen Wintersportarten.

Welche Disziplinen gibt es beim Snowkiting?

Wie bei anderen Sportarten auch, gibt es beim Snowkiting verschiedene Disziplinen. Beim „Freestyle“ lässt man sich von dem Drachen hochziehen und führt seine Tricks in der Luft vor. Beim „Race“ muss man möglichst schnell und geschickt einen Kurs abfahren. Bei dieser Disziplin werden Geschwindigkeiten bis über 100 km/h erreicht. Das „Springen“ ist die Königsdisziplin beim Snowkiten. Profi-Kiter springen bis zu 200 m weit und 20 m hoch, landen jedoch dank des Powerkites eher sanft.

Wo kann man Snowkiten?

Snowkiting wird mittlerweile in mehreren Gebieten innerhalb und außerhalb Europas angeboten. Zu den Snowkite-Mekkas in Europa gehören u.a. das Gebiet rund um den Silvaplanersee im schweizerischen Engadin sowie das Gebiet rund um den Reschensee im italienischen Vinschgau. Weitere Orte sind beispielsweise aber auch Obertauern, Zell am See oder der Achensee in Tirol.

Fazit

Snowkiting ist ein Wintersport-Erlebnis der ganz besonderen Art! Zu empfehlen ist er allen Wintersportlern, die neue Herausforderungen suchen, sowie begeisterten Wassersportlern, die eine geeignete Alternative für den Winter finden möchten. Diese Wintersportart bietet zweifellos unbegrenzte Möglichkeiten. Grundvoraussetzung ist selbstverständlich genügen Wind.

 

Lust auf weitere Funsport-Arten im Schnee?

  • Donnerstag, 07. Juni 2018
  • Autor: Carla Meyer
  • Kategorie: Wintersport
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