Der erste Skiurlaub: 15 Tipps für Skianfänger

20. November 2017 - Carla Meyer

Nicht aller Anfang muss schwer sein. Egal ob Kind oder Erwachsener – wer zum ersten Mal in den Skiurlaub fährt, für den ist eine gute Vorbereitung und ein gewisses Basiswissen das A und O. SnowTrex hat 15 Tipps für Skianfänger zusammengestellt.

Ob Kind oder Erwachsener – SnowTrex hat Tipps für alle Skianfänger.

1. Anfängerfreundliche Skigebiete

Der Spaßfaktor im Skiurlaub hängt maßgeblich von der Wahl des Skigebietes ab. Für Anfänger eignen sich besonders kleinere, überschaubare Skigebiete. In Deutschland bieten sich hierzu vor allem die Skigebiete in den Bayerischen Alpen oder im Mittelgebirge an. Auch eine Skihalle kann für den Anfang durchaus empfehlenswert sein. Hier können Skianfänger sehr gut testen, ob der Sport überhaupt etwas für sie ist. Wer nicht von Ferienzeiten abhängig ist, sollte zudem die Hauptsaison meiden, also nicht unbedingt über die Weihnachts- oder Osterferien wegfahren.

2. Auch Skifahren muss man lernen

Wer schnelle Erfolge im Wintersport erzielen will, für den ist ein Kurs empfehlenswert. Ausgebildete Skilehrer kümmern sich hier darum, individuelle Fehlerquellen schnell zu erkennen. Bei Kindern bis sechs Jahren lässt eine gute Skischule Gruppengrößen von maximal acht Teilnehmern, bei Anfängern ab sechs Jahren zehn Teilnehmer zu. Ein Qualitätskriterium in Deutschland ist laut Deutschem Skiverband (DSV) das Gütesiegel „Profi-Schule“. In Frankreich besitzen die Lehrer der ESF (école de ski française) sogar ein staatliches Diplom.

3. Skistellungen und Körperhaltung

Der Besuch einer Skischule ist für Skianfänger absolut empfehlenswert. Wer es erstmal alleine versuchen möchte, der sollte vor allem folgendes wissen: Führt man die Skier nebeneinander her, so fährt man geradeaus. Führt man die Skier vorne mit den Skispitzen zusammen, so fährt man im sogenannten Schneepflug und bremst ab. Eine Kurve fährt man, indem man das Gewicht vom Bergski auf den Talski verlagert. Dabei ist der Bergski der Ski, der, wenn man seitlich zum Hang steht, oberhalb steht. Der Talski ist folglich der untere Ski. Und ebenfalls wichtig: Bloß nicht zu weit nach hinten lehnen in den Skischuhen! Das beschleunigt und endet bei ungeübten Skifahrern in der Regel auf dem Allerwertesten.

Nur wer halbwegs sicher steht, sollte diese Position einnehmen.

4. Skifahrer-Knigge

Wer sich nicht schon neben der Piste als absolut blutiger Anfänger outen möchte, sollte folgendes beachten: Skier werden so auf der Schulter getragen, dass die Skispitzen nach unten zeigen. Am Lift hält man zudem ausreichend Abstand zum Vordermann und fährt ihm nicht auf die Skier. Böse Blicke kann es am Lift zudem geben, wenn man ihn nicht auffüllt, sondern lieber alleine fahren möchte.

5. Nicht machen!

Eher eine Regel für Kinder, aber wer weiß: Sofern der Skistock am oberen Ende des Griffs ein kleines unverdecktes Metall-Schräubchen hat, niemals zur Lippe führen! Die bleibt bei kalten Temperaturen kleben – aua!

6. Bestens informiert

Wer sich auf die Piste wagen möchte, der sollte sich bereits vorab mit Ausrüstung und Vokabular vertraut machen. Ob im Sportgeschäft oder bei wintersportaffinen Freunden – nachfragen schadet nicht: Welche Ausrüstung benötige ich auf der Piste? Was muss ich bei der Auswahl der Skier und der Schuhe beachten? Welche Liftarten gibt es? In Sachen Ausrüstung hat SnowTrex bereits eine Liste parat.

7. Das gehört zur Skiausrüstung

Neben Skianzug, Skiern, Stöcken und Skischuhen gehören noch einige Sachen mehr zu einer Skiausrüstung. Für einen warmen Körper sollte man sich auf jeden Fall Skiunterwäsche zulegen. Je nach Temperaturen kann man über das Skiunterhemd auch noch einen (Fließ-) Pullover anziehen. An die Füße gehören Skisocken, an die Hände ordentliche Skihandschuhe. Auf dem Kopf sollte man definitiv einen Skihelm tragen, das hat neben dem Sicherheitsaspekt den Vorteil, dass man keine Mütze benötigt. Idealerweise schließt der Skihelm perfekt mit der Skibrille ab. Wer sich besonders gut schützen möchte, kann auch noch auf einen Rückenprotektor zurückgreifen. Auf jeden Fall zur Ausrüstung dazu gehören aber der Sonnenschutz und eine kleine Reiseapotheke. Dermatologen empfehlen einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30.

Mit den richtigen Ski und den passenden Skischuhen kann es losgehen.

8. Muskelspiele

Ein langer Tag auf Skiern kann ganz schön anstrengend sein. Wer dem Muskelkater am nächsten Tag vorbeugen möchte, der bereitet sich und seine Muskeln bereits schon vor dem Skiurlaub etwas vor. Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit sind hier absolut von Vorteil. Vorbereiten kann man sich zum Beispiel mit Nordic Walking, Joggen, Inlineskating oder Radfahren sowie Skigymnastik. Wer mag, probt die ersten Schwünge in einer Skihalle.

9. Kleider machen Leute

Die richtige Wintersportbekleidung sollte warm und trocken halten. Außerdem sollte man in ihr genügend Bewegungsfreiheit haben. Eine Wassersäule von mindestens 5.000 mm ist empfehlenswert – die Wasserdichtigkeit von Kleidung wird als Wassersäule in Millimetern angegeben. Als wasserdicht gilt nach europäischer Norm EN 343 eine Wassersäule von 1300 mm. Sinnvoll ist zudem ein Zwiebelmuster: So können Wintersportler zum Beispiel an wärmeren Nachmittag oder nach intensiven Übungen eine Schicht ausziehen und verhindern zu starkes Schwitzen.

10. Leihen oder kaufen?

Gerade für Anfänger und Gelegenheitsfahrer lohnt sich Leih-Material. Ist die Begeisterung für den Sport doch nicht so groß, hat man keinen allzu hohen Betrag für einen Kauf ausgegeben. In den Skiorten gibt es meist mehrere Sportgeschäfte, in denen man vom Board bzw. den Skiern über Schuhe bis zum Helm alles ausleihen kann. Die Vorteile: individuelle Beratung, neueste Technik und die Möglichkeit eines schnellen Materialtausches.

11. Das wird gerne vergessen

Dass man seine Skikleidung trägt und auch seine Skier dabei hat, daran denken die meisten. Am liebsten vergessen werden die „Accessoires“. Also kurz vor Abfahrt nochmal checken: Handschuhe, Skihelm und Skipass dabei?

12. Regelwerk

Auf der Piste gelten die 10 FIS-Regeln, die jeder Skifahrer kennen sollte, um Unfälle und Zusammenstöße zu vermeiden. Wichtig ist auch, seine Fahrweise auf sein Können abzustimmen sowie auf Witterungsverhältnisse und Verkehrsdichte.

13. Kartenwerk

Um im Skigebiet die Orientierung zu behalten, ist es empfehlenswert, einen Pistenplan bei sich zu tragen. Dass Wintersportler die Pistenmarkierungen kennen müssen, versteht sich von selbst: Blau gleich leichte Pisten, Rot gleich mittelschwere und schwarz gleich schwere.

Pausen machen nicht vergessen!

14. Pausen machen

Gerade Anfänger sollten ihren Körper nicht überfordern. Daher gilt: Ausgeschlafen und mit Aufwärmübungen in den Tag starten. Nicht direkt steilste Abfahrt auswählen, viel trinken und genügend essen. Bei Ermüdungserscheinungen sollte der Skitag beendet werden.

15. Spaß haben!

Bei allen Regeln sollten Skianfänger vor allem eines nicht vergessen: Skifahren macht Spaß!

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