Sicher ist sicher – Versicherungsschutz im Skiurlaub

11. September 2014 - Katharina Teudt

„Mir passiert schon nichts…“ – so die Aussage vieler Skiurlauber, die zusätzliche Ausgaben für Versicherungen vor dem Skiurlaub umgehen möchten. Das Sparen am falschen Ende kann jedoch böse enden, denn Unfälle, Krankheit oder Diebstahl können Ihnen auch im Skiurlaub passieren und sind Ärgernisse, die denselben schnell verderben können.

Unfälle auf der Piste können schlimm ausgehen

Wintersportler können sich mit einem Rundumpaket aus Haftpflicht, Rechtsschutz, Wintersportgeräte-Absicherung, Unfall- und Krankheitsschutz einmal komplett absichern. Das klingt erst einmal viel und nach hohen Kosten, doch schaut man genauer hin, ist dieser Schutz je nach Aktivität und Bedürfnissen durchaus sinnvoll. Zudem sind einige Versicherungen günstig zum Skireisepaket hinzu buchbar. Was das im Einzelnen bedeutet, haben wir uns einmal genauer angeschaut.

Warum versichern?

Folgendes Horrorszenario: Sie kommen von der Mittagspause auf der Hütte zu den Skiständern und finden an der Stelle, wo Sie Ihre Ski abgestellt haben, ein völlig anderes Paar vor. Jemand hat Ihre Ski entwendet, absichtlich oder unabsichtlich – egal. Sie sind weg und Sie ärgern sich. Nicht nur das, der Skitag ist vorerst beendet. Es kann auch schnell mal auf der Piste krachen, im schlimmsten Fall mit Personenschaden. Dann brauchen Sie oder andere Personen eventuell ärztliche Hilfe. Es drohen Kosten für Transport, Versorgung, Schadenersatz. Auch ein Materialschaden kann schnell entstehen. Der Ski bricht, ein Stock bleibt im Lift hängen oder Sie vergessen die Skibrille neben dem Kachelofen und schon ist sie geschmolzen. Gegen diesen und andere Fälle können und sollten Sie sich versichern.

Die Police

Zu buchen sind die Versicherungen optimaler Weise direkt mit der Reise, spätestens aber 14 Tage nach Reisebuchung. Die Versicherung kann je nach Bedarf verschiedentlich abgeschlossen werden: für Einzelpersonen, Partner und ganze Familien. Gerade Senioren und Familien mit Kleinkindern sollten sich das Kleingedruckte genau durchlesen, um ihren Versicherungsschutz zu kennen. Nichts ist ärgerlicher als eine Versicherung, die in Ihrem Einzelfall doch nicht greift. Beim Abschluss sollten Sie auf eine ausreichende Deckungssumme achten. Sonst zahlen Sie im Zweifel so viel oben drauf, dass sich die Versicherung nicht rentiert.

Die wichtigsten Versicherungsfälle

Sie können aus wichtigen Gründen die Reise nicht antreten? Vor allem Krankheit ist ein häufiger Grund für den Reiserücktritt. Anstatt die Stornogebühren oder im Zweifel sogar den kompletten Reisepreis zu zahlen, übernimmt die Versicherung diese Kosten bei kurzfristiger Absage. Ein anderer Fall ist der Reiseabbruch, der häufig separat vom Reiserücktritt versichert werden muss. Müssen Sie die Reise vorzeitig abbrechen, werden alle Kosten abgedeckt, die dadurch entstehen, etwa für Verkehrsmittel wie z. B. bereits gebuchte Flug- oder Bahntickets und Unterkünfte. Das kann im Zweifel eine hohe Summe ausmachen. Bei SnowTrex ist der Reiseabbruch übrigens im Rundum-Sorglos-Paket enthalten und deckt die über uns gebuchten Leistungen ab. Sind Sie doch angereist und verlieren auf dem Weg oder vor Ort Ihr Gepäck, greift die Reisegepäckversicherung. Hier ersetzt die Versicherung den Zeitwert.

Materialschaden

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, aber passiert dennoch immer wieder mal: Der Ski oder das Snowboard bricht. Da greift nur eine private Sportgeräte-Versicherung. Diese schließt den Bruch oder die Beschädigung der eigenen aber auch der geliehenen Ski und Snowboards ein. Außerdem greift sie bei Diebstahl. In diesem besonders ärgerlichen Schadensfall ist es doch ein Segen, wenn das Gerät auch ersetzt wird, wenn es vor der Hütte wegkommt. Bei Diebstahl aus der Unterkunft (bei verschlossenen Türen und Fenstern) greift unter Umständen auch die reguläre Hausratversicherung. Man sollte es aber nicht darauf ankommen lassen und für ein paar Euro diese wirklich wichtige Versicherung hinzu buchen.

Materialbruch ist ärgerlich und kann teuer werden

Die Auslandskrankenversicherung ist auf Reisen immer sinnvoll. Meist sind es nur ein paar Euro, die Sie zum Reisepaket dazu zahlen, dadurch aber eine ambulante und stationäre Behandlungen, den Rücktransport oder eine Zahnbehandlung geleistet werden. Gerade Zahnschmerzen können schnell zur Qual werden und mit gebrochenem Bein oder Arm ist der Skispaß sowieso vorbei. Von unschätzbarem Wert kann auch die private Unfallversicherung sein, die bei dauerhafter Invalidität nach einem Unfall zahlt.

Egal für welche Versicherung Sie sich entscheiden, es ist in jedem Fall wichtig, den Schaden umgehend der Versicherung zu melden!

Anbieter

Der Deutsche Skiverband DSV bietet in mehreren Versicherungspaketen den gängigsten Schutz für Skifahrer und Snowboarder an. Auch der ADAC oder die ARAG halten Pakete für Wintersportler bereit. Alle decken die gängigen Schäden an Ski und Helm, Diebstahl, Bergung bei Unfällen, Rücktransport, Versorgung und Personenschaden ab. SnowTrex bietet zu allen Reisen ein Rundum-Sorglos-Paket an. Darin enthalten ist die Reisekrankenversicherung, Reiserücktritt- und Stornokosten sowie der Reisegepäckverlust. Außerdem empfiehlt es sich, die günstige Ski- und Snowboardversicherung abzuschließen.

Mit diesem Schutz können Sie unbesorgt den Skiurlaub genießen!

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