Lesetipp für Wintersportler: Ines Sebestas „Lust auf Schnee“

24. Januar 2014 - SnowTrex

Man merkt in Ines Sebestas Buch sofort eines: Da ist jemand rumgekommen in der (Berg-) Welt. Da kann jemand nicht mehr ohne – ohne die Bretter unter den Füßen, ohne die weißen Gipfel im Blick. Und deswegen macht „Lust auf Schnee“ genau das, was der Titel verspricht. Egal ob der Skiurlaub gerade vorbei ist oder eben kurz bevor steht – die Kurzgeschichten, die Sebesta in ihrem  Buch zusammengestellt hat, verstärken die Vorfreude oder verlängern die Erinnerungen. Auf welche Art von Geschichte man Lust hat, das ist einem selbst überlassen. Dabei ist alles: ein bisschen Geschichte, ein bisschen Erlebnisbericht, ein bisschen Kurioses, ein bisschen Techniklehre, ein bisschen Hintergrundwissen, ein bisschen Promi-Faktor.

Es ist schwierig, nur einzelne Geschichten hervorzuheben. Denn sie alle tragen zu einem sehr umfangreichen Bild des Skisports und seiner Persönlichkeiten bei. Überraschend ist es, in „Ski-Ungeheuerlichkeiten“ zu lesen, wie lange es dauerte, bis sich der Skisport überhaupt durchsetzte – ganz zu schweigen von skifahrenden Damen in

Skihosen. Welch Affront! Zum Träumen regt der Bericht Sebestas über eine wunderschöne Tour in den Dolomiten unter dem Titel „Tagebuch: Dolomiten-Hüttentour“ an. Nach dieser Geschichte muss man einfach nach Italien reisen und selbst einmal abends auf der Terrasse einer Hütte diese wunderschönen Gipfel betrachten. Lachen wird, wer in „Warum William und Kate wirklich heirateten“ erfährt, dass es nur der Skisport ist, der den Engländern das Traumpaar des Königshauses beschert hat. Staunen hingegen ist angesagt bei Christians Rekordversuch im Ausdauerskifahren, den Sebesta in „Tagebuch: Ein Weltrekord für die Liebe oder: Manchmal kommt eben alles ganz anders“ begleitet.

Auch prominente Vertreter des Wintersports hat die Autorin in ihrem Buch natürlich nicht außen vor gelassen. Und so erfährt man gleich in Kapitel 4, was Skipionier Willy Bogner von den russischen Olympia-Organisatoren hält. Reinhold Messner berichtet in Kapitel 23 über die Tücken des Skisegelns. Und in „Faszination Skifahren“ kommen schließlich Größen wie Markus Wasmeier, Marlies Schild oder Ivica Kostelic zu Wort. Genauer gesagt fassen Sie in Worte, was das Skifahren für die bedeutet. Zitat Wasmeier: „Mein Leben“…

Natürlich dürfen auch Geschichten über einige ständige Begleiter des gemeinen Wintersportlers nicht fehlen. Über die allgegenwärtigen Niederländer etwa, die „etwas andere Skination“, wie Sebesta sie liebevoll nennt, oder über den Mythos Skilehrer, der in den träumerischen Erinnerungen einer Schweizer Mutter wieder auflebt (Kapitel 18 über Gigi von Arosa).

Das Buch macht Lust aufs Skifahren. © Pavius pixelio.de

„Lust auf Schnee“ ist ein Buch, das man immer wieder gerne in die Hand nimmt. Für das kleine bisschen Fernweh zwischendurch. Für die Überbrückung der schneelosen Zeit. Und wer danach noch immer nicht genug hat, der findet auf den letzten Seiten noch einige Tipps für Wintersportportale und -magazine. Auch SnowTrex ist dabei. Denn „Lust auf Schnee“ macht Lust auf Skiurlaub – Wehren ist zwecklos…

Ines Sebesta: Lust auf Schnee. Skigeschichte(n) zum Schmunzeln und Staunen, Wieser Verlag GmbH, ISBN 978-3-99029-038-5.

  • Freitag, 24. Januar 2014
  • Autor: SnowTrex
  • Kategorie: Wintersport
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