Jagertee – heiße Mischung aus Österreich

27. Juli 2011 - Katharina Teudt

Er gehört zum Winterurlaub wie Pulverschnee, die abendliche Talfahrt und der Sessellift – der Jagertee, Österreichs hochprozentiges Nationalheiligtum, erwärmt schon seit mehr als hundert Jahren die Herzen und Hände der Skifahrer und Wanderer auf den Hütten der Alpen.

Als einst im 19. Jahrhundert frierende Jäger und Waldarbeiter in den Bergen Tirols und Vorarlbergs ihr heißes Teewasser mit Obstler und Rum streckten und für den angenehmeren Geschmack noch ein paar heimische Kräuter hinzufügten, war der Jagertee geboren.

Noch heute ist die heiße Ur-österreichische Spezialität besonders bei Skifahrern auf den Berghütten der Alpen beliebt wie eh und je und darf auf keiner Aprés-Ski Party fehlen. Bestehend aus Schwarztee, Obstler, Kräutern und einem österreichischen Inländer-Rum, dem bekannten und besonders populären „Strohrum“, sorgt der Jagertee mit seinen rund 15% Alkoholgehalt für ordentlich Umdrehungen und ausgelassene Stimmung bei Jung und Alt.

Aufgrund seiner hohen Beliebtheit bei seinem feierfreudigen Volk haben sich die Österreicher 2007 die Rechte am Jagertee vertraglich gesichert, wonach die geschützte Spezialität zu 100% in Österreich hergestellt werden muss und, dank des Namensrechts, das ebenfalls 2007 in Kraft trat, nur dort als Jagertee bezeichnet werden darf.

Er ist eine Sache für sich, der Jagertee. Fest verwurzelt in den Alpen darf dieses Kulturgetränk in keinem feucht-fröhlichen Winterurlaub fehlen.

Umso schöner, dass es in Österreich mehr als genügend Möglichkeiten gibt, seinen Skiurlaub in einem seiner bekannten Wintersportorte wie Ischgl oder Mayrhofen zu verbringen, und sich nach einem erlebnisreichen Tag auf der Piste mit einem heißen Becher Jagertee gegen die klirrende Kälte zu wappnen.

Quellen:

wikipedia.de sueddeutsche.de

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