Ice Ice Baby – Übernachten im Eishotel

17. Januar 2013 - Katharina Teudt

Zum idealen Winterurlaub gehört selbstverständlich auch die ideale Unterkunft. Während der eine das hochwertige Vier- bis Fünf-Sterne-Hotel bevorzugt, begnügt sich der andere mit der zweckmäßigen, aber urigen Pension. Wer seine Nächte hingegen einmal ganz extravagant verbringen möchte, der sollte ein Eishotel besuchen. Übernachten bei klirrender Kälte jenseits des Gefrierpunkts? Hier ist das kein Problem!

Einer der berühmtesten Vertreter seiner Art ist das Icehotel in Jukkasjärvi in Schweden. Dieses einzigartige, nördlich des Polarkreises liegende Hotel existiert nun bereits seit über 20 Jahren und ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Jedes Jahr im Oktober wird es von Grund auf neu errichtet. So ist es dann rechtzeitig  für den tiefsten Winter bereit, einige wagemutige Gäste bei Außentemperaturen von weniger als minus 30 Grad zu beherbergen.

Zu tun gibt es vor allem außerhalb des Hotels so einiges. Ein abwechslungsreicher Tag in den unendlichen Weiten Lapplands bietet von Pferdetouren hin zu Hundeschlittenfahrten allerhand. Nach einem leckeren Glas Wodka  am Abend – selbstverständlich aus Eisgläsern serviert – sucht man schließlich seine Nachtruhe in wärmenden Rentierfellschlafsäcken. Trotz einer Zimmertemperatur von 5 Grad unter Null steht einer ungestörten Nachtruhe somit nichts im Weg.

Im bitterkalten Lappland wirkt eine solch eisige Unterkunft in gewisser Weise standesgemäß. Bei dem Gedanken, dergleichen unweit von der spanischen Mittelmeerküste vorzufinden, kommen aber wohl eher ungläubige Zweifel auf. Doch tatsächlich, nur zwei Stunden von Kataloniens bezaubernder Metropole Barcelona entfernt hat sich ein ebenfalls bekannter Vertreter dieser Art etabliert, das Iglu-Dorf in Grandvalira im Zwergstaat Andorra. Von der romantischen 2er-Schneehütte hin zum Gruppeniglu für sechs Personen ist für jeden Gast das richtige „Zimmer“ dabei. Wer noch nicht genug Abkühlung hat, der erfrischt sich an der hauseigenen Icebar.

Auch in Österreich haben sich mittlerweile mehrere Eishotels etabliert, darunter Seefeld, Kitzbühel und Sölden. Besonders in der Ötztaler Après-Ski-Hochburg wird ein Winterurlaub zu einem besonders „coolen“ Event, denn hier steht das erste Igludorf der Alpenrepublik. Während die Sauna für die nötige Wärme sorgt, ermöglicht das Panoramarestaurant erheiternd frische Ausblicke. Wirklich frieren werden die Besucher jedoch kaum, denn genächtigt wird in Thermoschlafsäcken, die selbst gegen absolute Tiefstwerte schützen. Vor kalten Füßen muss sich also niemand fürchten.

Ganz umsonst ist das Vergnügen der Extraklasse natürlich nicht. Einen dreistelligen Eurobetrag muss man schon bereit sein, pro Person und pro Nacht zu zahlen. Dafür bekommt man allerdings ein spektakuläres Erlebnis geboten, bei dem einem sicher ganz warm ums Herz wird.

 

Quellen: www.icehotel.com www.iglu-dorf.com

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