Heli Skiing – Freiheit auf unberührten „Powderlines“

19. August 2011 - Katharina Teudt

Durch glitzernden Pulverschnee carven, die Freiheit auf weiten Gletscherflächen und den Wind im Gesicht spüren, Wälder durchfahren die vielleicht noch nie ein Mensch vorher betreten hat – was sich wie der Traum eines jeden leidenschaftlichen Skifahrers anhört, ist mittlerweile fester Bestandteil des Wintersports geworden.

Mit der nötigen Erfahrung, entsprechender Kondition und einer Portion Mut kann sich jeder Skifahrer diesen Traum erfüllen.

„Heli Skiing“, wie dieses außergewöhnliche Naturerlebnis genannt wird, wurde in den 1960er Jahren in Kanada von einem österreichischen Skilehrer erfunden und ist in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur in Nordamerika, sondern auch bei uns in Europa stetig populärer geworden.

Bei dieser ausgefallenen Wintersportart werden die Teilnehmer mit einem Helikopter hoch ins Gebirge oder auf einen Gletscher geflogen, wo sie in der Wildnis abgesetzt werden und von da aus eine Talfahrt antreten, wie sie sie vermutlich noch nicht erlebt haben.

Begleitet werden die Skifahrer von einem sogenannten „Guide“. Diese sind erfahrene, professionelle und vor allem ortskundige Skilehrer oder Bergführer, die speziell auf das Skifahren in der Wildnis geschult sind.

Sie achten sowohl auf die Sicherheit der Teilnehmer, welche selbstverständlich höchste Priorität hat, als auch darauf, dass die Natur keinesfalls durch die Skifahrer in Mitleidenschaft gezogen wird.

Vor jeder Tour bekommen die Teilnehmer eine Sicherheitsschulung, das „safety-briefing“, bei dem sie unter anderem über das Verhalten während des Helikopterfluges, während der Abfahrt und über den Umgang mit einem Lawinenverschütteten-Suchgerät aufgeklärt werden. Denn so erfahren die Guides auch sind, letztendlich ist die Natur eine unberechenbare Gewalt und die Sicherheit auf den unpräparierten Pisten ausnahmslos das vorrangige Gebot.

Als Geburtsland des „Heli Skiing“ ist Kanada bis heute das populärste Land dieser Extremsportart.

Doch auch Österreich und die Schweiz als bekannteste Wintersportländer Europas bieten mittlerweile Helikopterflüge mit anschließender Abfahrt an.

Die Touren über hochalpine Hänge und Gletscher, durch einsame Wälder bis ins Tal erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und reizen besonders naturbegeisterte Skifahrer.

Auf dem „Run“ ins Tal, bei dem die Sportler oftmals über 1000 Höhenmeter zurücklegen, sind weit und breit keine Lifte, Seilbahnen oder Skihütten zu sehen, vielmehr sind Begegnungen mit einheimischen Wildtieren wie dem Adler, Gämsen oder Murmeltieren keine Seltenheit.

Entgegen vieler Erwartungen ist „Heli Skiing“ nicht nur etwas für Profis, sondern für jeden Skifahrer der schon Erfahrungen auf anspruchsvolleren roten und schwarzen Pisten gemacht hat und über Schnelligkeit und Wendigkeit verfügt. Auch eine gewisse Kondition ist klar von Vorteil.

Doch sobald diese Voraussetzungen erfüllt sind, steht einem unvergesslichen Urlaubserlebnis nichts mehr im Wege – Adrenalinkick inklusive.

Quellen:

www.wikipedia.de

www.heli-guides.de

www.dertour.de

Print Friendly and PDF
15 Jahre Pow(d)er Week: Jubiläums-Event in Les 2 Alpes

Vom 02. bis 09. Dezember 2017 veranstaltet SnowTrex die legendäre Pow(d)er Week in ...

Ski Alpin Weltcup 2017/2018: Die Rennen auf einen Blick

Die Spannung in der Skiwelt steigt allmählich. Bald startet der FIS Ski Alpin ...