Alles außer Skifahren – Freizeittipps für den Skiurlaub

13. November 2015 - Katharina Teudt

Nach dem Skifahren ist vor dem Spaß – zumindest ist der nicht sogleich vorbei, sobald man die Skier oder das Board abschnallt. Wer den Winter in den Bergen urlaubt, kann sich mit Rodeln, Schneeschuhwandern oder Wellness auch abseits der Piste ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm gestalten. Wir haben die Freizeittipps für den Skiurlaub.

Klassiker Rodeln

Wer vom Schnee nicht genug bekommen kann, schwingt sich nach dem Skilauf am besten noch eine Runde auf den Schlitten. Rodeln kostet kaum etwas und verbindet meist das Rodelvergnügen mit einer kurzen Winterwanderung und gemütlichen Hütteneinkehr. Herrlich!

Rodelstrecken eröffnen tolle Panoramen.

In fast jeder Ferienregion in den Bergen gibt es eine oder mehrere Rodelhänge, die gut ausgebaut, präpariert und teilweise für den abendlichen Rodelspaß sogar beleuchtet sind. Eine genaue Anzahl im Alpenraum lässt sich kaum ermitteln, doch es müssen Hunderte sein. Allein in Tirol gibt es rund 750 km* Rodelstrecke. Egal, wohin der Skiurlaub geht – in der Nähe gibt es mit Sicherheit eine Rodelbahn.

Die längste Rodelbahn Europas ist die „Big Pintenfritz“ im schweizerischen Grindelwald (Berner Oberland). Sie ist 15 Kilometer lang und überbrückt vom Gipfel des Faulhorns (2.680 m) bis nach Grindelwald hinunter 1.650 Höhenmeter. Ihr einziger Nachteil: Sie ist nicht beleuchtet. Da ist es ratsam, Stirnlampen einzupacken. Die längste Rodelbahn mit Flutlicht befindet sich in Bramberg in der Wildkogel Arena im Salzburger Land. Hier geht es von der Mittelstation der Smaragdbahn über 14 km ins Tal – und das komplett mit Beleuchtung. Wer rasant abfährt, schafft die Fahrt in 30 Minuten, wer gemütlicher unterwegs ist, vielleicht öfter mal anhält und Kurven langsam nimmt, braucht bis zu 50 Minuten für den Rodelspaß. Danach hat sich jeder Rodler definitiv eine heiße Schokolade verdient.

Tipp: Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Funsportgeräte, die man auch auf der Piste benutzen kann. Eine Vorstellung verschiedener neuartiger Fahrgefährte gibt es hier.

Adrenalinkick Bobfahren

Lust auf einen ganz besonderen Sport? Dann auf zum Bobfahren. Einmal im sogenannten „Gästebob“ oder „Taxibob“ durch den Eiskanal sausen, ist ein willkommener Nervenkitzel in einem sonst geruhsamen Skiurlaub. Von den rund 20 Bobbahnen weltweit stehen immerhin vier in Deutschland. In Winterberg im Hochsauerland z. B. rasen jeweils drei Gäste mit einem Piloten im 4er-Bob bis zu 130 km/h durch die 1,6 km lange Röhre. Beim Gästebobfahren in Oberhof geht es auf rund 1,3 km durch 15 Kurven, in Altenberg durch 11 und in Schönau am Königssee sogar durch 18 Kurven. Auf der Kunsteisbahn in Innsbruck-Igls, wo einst Stefan Raab im Wok hinunter flitzte, gibt es die Wahl zwischen einem 4er-Rennbob (2 Gäste, ein Lenker, 1 Bremser) und einem ganz speziellen Gästebob (5 Gäste und 1 Pilot). Zu den etwas teureren Klassikern zählen der Olympia-Bobrun in St. Mortiz und die Bahn in Cortina d’Ampezzo. Je nach Bahn kostet eine Fahrt zwischen 30 und 85 Euro pro Person.

Trendsport Schneeschuhwandern

Die ruhige Alternative zu all dem Rodelspaß ist das reine Winterwandern. Das wird jedoch immer häufiger vom trendigen Schneeschuhwandern abgelöst. Schließlich kann man auf Schneeschuhen auch abseits gelegene Wege gehen. Das Stapfen durch den Tiefschnee ist gewissermaßen ein „Abenteuer für Jedermann“ und auf Trappers Spuren lassen sich mit etwas Glück sogar wilde Tiere im Wald beobachten. Vielerorts werden geführte Touren angeboten, da im Gelände z. B. auf die mögliche Lawinengefahr und die Lebensräume der Wildtiere geachtet werden muss. Empfehlenswert sind z. B. die Panorama-Routen auf der Seiser Alm in Südtirol oder um Oberstdorf im Allgäu. Wer die Anstrengung nicht scheut und hoch hinaus möchte, sollte die Schneeschuhe in den französischen Hochalpen anschnallen. Das Gelände bei Chamonix am Mont Blanc oder auch die Pfade oberhalb von Val Thorens in den 3 Vallées sind fordernd, belohnen aber mit sagenhaften Ausblicken.

Schneeschuhtour in den 4 Vallées.

Zum Schluss entspannen

Nach der Action im Schnee ist es Zeit zum Entspannen und Muskeln lockern. Viele zieht es dafür ins Schwimmbad, in die Sauna oder sogar zu ausgiebigen Wellness-Anwendungen. Hauptsache relaxen. Wenn das eigene Hotel oder die Appartement-Anlage keinen Bade- oder Saunabereich hergibt, stehen vielerorts Thermalbäder oder Erlebnis-Schwimmbäder zur Verfügung. In Österreich gibt es einige attraktive Thermalquell-Regionen, z. B. das Gasteinertal mit den zwei großen Badehäusern Alpen- und Felsentherme. Am Kitzsteinhorn badet man stilvoll im riesigen Tauern Spa Kaprun und in Bad Kleinkirchheim steht das Römerbad, die allererste Erlebnistherme des Landes.

Der Aqua Dome in Längenfeld mit seinen spektakulären Außenbecken.

Das Bade-Highlight im Ötztal ist der Aqua Dome in Längenfeld, der schon durch seine spannende Architektur der Außenpools beeindruckt. Ebenfalls eine ausgefallene Konstruktion weist die Therme Meran im sonnigen Südtirol auf. Der große kubusförmige Bau besitzt rundum Glasfronten, die aus jedem Blickwinkel den fantastischen Blick auf die umliegende Bergwelt freigeben. Auch in den französischen Alpen übertrumpft man sich mit großen, schicken Schwimmbädern. Das Centre Aquasportif in Val d’Isère etwa ist ein großer Komplex mit Beach-, Spa-, Sport- und Well-Being-Bereich. Zum neuen Erlebnisareal „Mille 8“, das mitten im Skigebiet von Les Arc 1800 erbaut wurde, gehört auch ein Erlebnis-Schwimmbad. Hier fällt man praktisch vom Lift in den Pool. Diese Auflistung könnte man noch lang weiterführen. Fest steht: Für Wasserratten, Saunafans und Spa-Genießer sind die europäischen Skigebiete bestens gerüstet.

Finaler Freizeittipp: Bei all den spannenden Möglichkeiten bloß nicht das Skifahren vernachlässigen!

*Quelle: Tirol Werbung

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