Freeskiing – High End des Skifahrens

16. Oktober 2008 - SnowTrex

Die Skisaison beginnt bald! Und für die Wintersportler, denen die normale Abfahrt zu langweilig ist, gibt es hier einen Überblick in kompakter Form über das Freeskiing:

Der Begriff wird allgemein dazu genutzt, den Spaß an der Sache herauszustellen, also „ski for fun“. Er ging aus der Bezeichnung Extremskifahren hervor, die seit Anfang der 1970er Jahre existiert. Diese bezog sich auf das Befahren von Hängen mit 45 °-60° Neigung , was einer Steigung von 100-170% entspricht. Diese Hänge in steilem, oft felsigem Gelände abseits der präparierten Pisten, sind häufig nur mit dem Hubschrauber erreichbar. In den 1980er Jahren wurde dieser extrem gefährliche Sport differenzierter als „Big-Mountain“-Fahren bezeichnet und ging schließlich Mitte der 1990er im Freeskiing auf. Heute bezeichnet Freeskiing aber nicht nur den „Big-Mountain“- und Offpist-Sport, sondern auch das Fahren in Fun- oder Terrainparks mit Kickern und Halfpipes sowie verschiedenen anderen Elementen wie Treppengeländern und Ähnlichem.

Mittlerweile gibt es eine große Szene von Freeskiern. Im englisch- und französischsprachigen Raum ist der Sport weit populärer als bei uns, sodass dort eine Vielzahl an Organisationen existiert, die Wettbewerbe organisieren und über das Thema informieren. Eine sehr bedeutende ist z.B. die International Free Skiers Association (IFSA).

Der großen Gemeinschaft an Hobbyfahrern, die ihre Freizeit in Funparks und an Offpist-Hängen verbringen, steht eine wachsende Zahl an professionellen Freeskiern gegenüber, die mit dem Sport ihren Lebensunterhalt verdienen.

Die größte und wichtigste Veranstaltung der Szene, die Freeskiing auch international immer populärer macht, sind die X Games. Dies ist eine Veranstaltung für Extremsportler, die in Wettbewerben um Medaillen kämpfen. Die X Games sind in Winter und Summer Games aufgeteilt und wurden 1994 zum ersten Mal von ESPN veranstaltet, einem US-amerikanischen Fernsehsender.

Große Verehrung in der Szene genießt beispielweise das Big-Mountain-Fahren, primär eine Profi-Sportart, da hier viel Mut, Erfahrung und Können erforderlich ist. Das Bild zeigt einen Big-Mountain-Fahrer bei einem Cliff Drop. Es wird auch zunehmend mehr Geld verdient, wie die Siegprämie von 10.000 € für den Franzosen Xavier de le Rue beim Big Mountain Pro 2007, einer Disziplin der Freeride World Tour (FWT), zeigt. Bei der FWT nehmen die weltbesten Freeskier und Snowboarder teil und kämpfen um den Weltmeistertitel in ihrer Disziplin.

Die zunehmende internationale Bedeutung von Freeskiing begründet sich auch durch die Einstufung als olympische Disziplin. So war Amerika stolz auf seinen Goldmedaillengewinner Jonny Moseley, der 1998 bei den olympischen Winterspielen in Nagano die Goldmedaille im Buckelpistenfahren holte. Diese Disziplin war 1998 bereits zum dritten Mal olympisch.

An alle Mutigen, die durch diesen Artikel neugierig geworden sind und das Freeskiing ausprobieren möchten, bleibt nur zu sagen: „Ski heil“!

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