Freeriden – Das Glück abseits der Piste

12. Juni 2012 - SnowTrex

Unberührte Tiefschneehänge oder variantenreiche Abfahrten abseits überfüllter Strecken lassen die Herzen beinahe aller Wintersportler höher schlagen. Durch neue “Allmountain” oder Freeride-Ski wurde das Fahren im Gelände sehr vereinfacht und Neueinsteigern zugänglich gemacht. Wer unter dem Glück abseits der Piste also nicht Après-Ski, sondern Freeriden versteht, ist jedoch gut beraten wichtige Informationen und Kenntnisse über Lawinengefahr, Wettersituation, die örtlichen Verhältnisse sowie über das Gelände zu verinnerlichen. Erst dann steht dem Glück im frischen Neuschnee oder herrlichem Frühjahrsfirn nichts mehr im Wege. Ansonsten gefährdet man nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der anderen Wintersportler.

Sicherheit lautet ohnehin die oberste Regel beim Freeriden. Der DSV (Deutscher Skiverband) gibt hierzu zahlreiche Tipps, Hinweise und gibt praktische Fortbildungsmaßnahmen. Beispielsweise sollten sich Freeride-Neulinge niemals übernehmen und auf jeden Fall in leichtem und bekanntem Gelände üben. Felsen oder Felsabbrüche werden sonst nicht rechtzeitig erkannt. Ein Rucksack mit Schaufel, Sonde und LVS-Gerät (Lawinenverschüttetensuch-Gerät) sind Voraussetzung um möglichen Gefahrensituationen vorzubeugen. Außerdem bieten viele Skischulen Kurse für das Geländeskifahren an.

Die Technik- und Geländetipps des DSV geben Leitlinien zur richtigen Spur- und Geländewahl sowie zu Einflüssen durch Windrichtung und Sonneneinstrahlung. Das Fahrvergnügen ist dabei auch von der richtigen Tageszeit und der Ausrichtung des Hangs abhängig. Im Tiefschnee sind darüber hinaus eine höhere Körperspannung und eine ausgeglichene Belastung der Ski nötig um nicht einzusinken. Rhytmisches und fließendes Fahren in einem Schwung sind die Basis für eine genussvolle Fahrt an flachen wie steilen Hängen. Während in steilen Hängen Rücklage zu vermeiden ist, soll man bei flachen Gefällen auf keinen Fall Vorlage haben, um ein Abtauchen der Skispitzen zu vermeiden.

Als Top-Freeride Gebiet Österreichs zählt das Arlbergmassiv rund um St. Anton. Vom Albonagrat können hier per “Lift and Go” zwei herrliche Variantenabfahrten gestartet werden. Außerdem gehören Tiefschneeabfahrten an der Valuga oder dem Schindlergrat an guten Powdertagen zum Muss. Abwechslung ist hier aber nicht nur bei anspruchsvollen Strecken, sondern auch bei Unterkünften, Freizeitangeboten und Après-Ski für Jeden garantiert. Wer lieber nach Frankreich reist, findet in Chamonix ein ebenso abwechslungsreiches wie exklusives Skigebiet für Freerider.

Quellen: http://www.zehn.de DSV aktiv Ski & Sportmagazin

  • Dienstag, 12. Juni 2012
  • Autor: SnowTrex
  • Kategorie: Wintersport
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