Der Beruf der Onomastiker und die Namen der Berge

25. August 2009 - Katharina Teudt

Es gibt Berufe bei denen sich nicht von vornherein sagen lässt was dieser genau bedeutet und was eigentlich dahinter steckt. Nehmen wir mal den Begriff Onomastik. Hier denkt man zuerst an einen Beruf aus dem medizinischen Bereich aber es stellt sich schnell heraus, dass man diesbezüglich völlig falsch liegt. Ein Onomastiker ist viel eher bei der Erklärung von den verschiedensten Namen behilflich, egal ob Orts-, Familien- oder auch Bergnamen.

Betrachtet man das Thema Bergnamen mal etwas genauer, wird man feststellen wieviele unterschiedliche, lustige und auch merkwürdige Bergnamen es eigentlich gibt.

Angefangen bei der Zugspitze, die wohl jeder kennt, über Kuhhaut bis hinzu Stecknadelhorn. Teilweise kann man erahnen wie der Name des Berges zustande kam aber teilweise kann man nur die Stirn runzeln und sich wundern. Es gibt kuriose Namen wie Lärchkopf oder auch den Roßarsch, bei denen man sich die Frage stellt ob die Namen etwas mit der Form des Berges zu tun haben. Berge mit religiösem Namen wie beispielsweise Bischofsmütze oder Predigtstuhl garantieren nicht gleich eine fromme Stimmung beim Erklimmen und setzen auch nicht vorraus, dass man den Berg betend besteigt. Auch der Misthaufen ist kein Haufen Mist sondern ein Berg in Vorarlberg.

Die meisten Bergnamen stammen noch von Einheimischen und den Dingen die sie damals mit dem Berg verbunden haben. Bei vielen ist der Name aber nicht genau überliefert oder auch komplett geändert worden.

Auch anstößige Namen wie Wixberg und Scheißtalkopf sind vertreten. Der Berg Toter Mann in Berchtesgaden oder auch der Totes Weib heißt nicht das von dort noch niemand lebendig widergekehrt ist. Der Waschgang bedeutet nicht, dass man dort oben Duschen oder ähnliche Waschmöglichkeiten vorfindet und der Berg Böse Weibl ist kein männerfeindlicher Berg.

Um heraus zu bekommen wo genau die Namen herkommen und was es damit auf sich hat beziehungsweise ob es einen interessanten geschichtlichen Hintergrund gibt, fragt man am besten einen Onomastiker. Für uns bleibt eins gewiss, es gibt sehr viele Berge mit lustigen Namen.

Quellen:

http://www.salzburger-fenster.at/dbgfx/artikel/1404_1_gipfel-27.jpg

http://www.tutzinger-hof.de/uploads/pics/Zugspitze.jpg

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