5 Mal Action im Sommer – Durchhaltestrategien für Wintersportler

11. Juli 2013 - Nina Vogt

Endlich ist der Sommer da! Manche freut das. Manche eher nicht. Überraschungsei-Liebhaber zum Beispiel. Spiel, Spaß, Spannung und Schokolade gibt es in den warmen Monaten nämlich nicht. Fußball-Fans. Schließlich ist der Samstagnachmittag ohne Bundesliga so leer. Und natürlich Wintersportler. Denn sie sehen sich plötzlich der Basis ihres Hobbys beraubt: des Schnees. Doch auch wer keine Möglichkeit hat, ins Gletschergebiet zu fahren – oder gar ans andere Ende der Welt -, muss sich im Sommer nicht langweilen.

Denn wo sich im Winter Snowboarder in Funparks tummeln, stehen im Sommer vielleicht Obstacles für Biker oder Skateboarder. Gleiten Skier und Board im Winter über den Schnee, klappt das im Sommer mit etwas Hilfe auf dem Wasser. Und die Bergbahnen bringen uns vielerorts nicht nur mit Skiausrüstung auf die Gipfel, sondern auch beschuht. Wir haben Sportarten zusammengestellt, die helfen, den Sommer ohne Frust zu überstehen:

 

1. Wakeboarding und Wasserskifahren

Was kommt heraus, wenn man den Pistenspaß einfach aufs Wasser verlegt? Lifte oder Motorboote, die einen auf einem Brett oder zweien über das Wasser ziehen. Natürlich waren es auch Wintersportler, die die Anfänge des Wasserski-Sports geprägt haben. In Skandinavien bestanden die ersten Wasserskier aus gebogenen Fassbrettern. Zum Ziehen musste eine Wäscheleine herhalten. Das Wakeboarden entstand, als hawaiianische Surfer sich mangels Wellen schlichtweg von einem Motorboot über das Wasser ziehen ließen. Heute ist das eine absolute Trendsportart.

 

2. Skateboarden

Vom Wasser auf den Asphalt in den Schnee – so könnte man wohl die Entwicklungen im Skateboarden beschreiben. Entstanden sind Skateboards in den 60er Jahren, als Wellenreiter ihren Sport vom Meer auf den Asphalt übertrugen – mit verkleinerten Surfbrettern auf Rollen. Tricks und Sprünge aus dem Skatesport wiederum finden sich heute im Snowboardsport wieder.

Neben dem Skateboard hat sich das Longboard etabliert. Die Bewegungen ähneln dem Snowboarden noch stärker. Ebenso wie die auf dem noch relativ unbekannten Mountainboard – einer Mischung aus Snow- und Skateboard mit luftbereiften Rädern.

 

3. Wellenreiten und Kitesurfing

Nicht umsonst sind Trend-Labels wie Rip Curl, Quicksilver oder Billabong im Surfbereich wie im Schneesport aktiv. Wellenreiten und Kitesurfing teilen sich viele Fans mit dem Snowboarden. Die Geschichte des Surfens begann auf Hawaii. Surfen ist dort Volkssport – es gab sogar Zeiten, in denen Buchten mit den besten Wellen für den König reserviert waren. Heute sind braun gebrannte Surfer mit ihren von der Sonne ausgeblichenen Haaren der Inbegriff der Coolness. Nur getoppt von Kitesurfern, die sich auf ihrem Brett auch noch wagemutig von einem Drachen ziehen lassen und dabei meterweit durch die Luft springen.

 

4. Mountainbiking

Wer im Sommer das Verlangen danach hat, Berge hinunterzuheizen und sich in Funparks zu vergnügen, der kann auch statt der Bretter auch die Räder wählen. Sprünge, Tricks auf Rails und Tables  und Steilkurvenfahrten machen nicht nur auf dem Snowboard Spaß, sondern auch auf dem Mountainbike. Der Meinung ist auch unsere Trexpertin Nicola Thost (auf den Fotos zu sehen). Die Snowboard-Olympiasiegerin von 1998 ist im Sommer viel mit ihrem Bike unterwegs. Gerade war sie wieder in Montafon und hat in Latsch an der TrailTrophy teilgenommen. „Biken ist für mich die optimale Möglichkeit, im Sommer nicht auf Action und Bewegung in den Bergen verzichten zu müssen“, sagt sie.

5. Klettern und Wandern

Es sind oft nicht nur die Bretter unter den Füßen, sondern eben auch die Bergwelt, die einem den Sommer über fehlt. In vielen Orten bleiben mit Beginn des Sommers die Bergbahnen allerdings nicht stehen. Sie bringen uns weiter auf den Gipfel. Wanderwege und Kletterrouten schlängeln sich durch die geliebte Welt der grauen Riesen – und bieten damit Gelegenheit, sich in der frischen Bergluft zu bewegen.

 

Und hilft das alles nichts, gibt es immer noch eine Möglichkeit: Jetzt bei uns schon den nächsten Skiurlaub buchen und von der ersten Abfahrt träumen

 

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