Nervenkitzel pur: Fünf spektakuläre Hängebrücken in den Alpen

16. August 2017 - Carla Meyer

Atemberaubende Ausblicke in windiger Höhe: Das garantieren Hängebrücken. Wer schwindelfrei ist, sollte sich diesen spektakulären Nervenkitzel auf gar keinen Fall entgehen lassen! Warum also beim nächsten Skiurlaub in den Alpen nicht einen Spaziergang auf einem dieser luftigen Gehwege einlegen? SnowTrex zeigt fünf sensationelle Hängebrücken:

Die Dachstein Hängebrücke ist 400 m über dem Boden.

Dachstein Hängebrücke (Schladming-Dachstein, Österreich)

Die Urlaubsregion Schladming-Dachstein empfängt Wintersportler mit hervorragenden Pisten – und Österreichs höchstgelegener Hängebrücke. Auf dem luftigen Konstrukt oberhalb von Schladming spaziert man 400 m über dem Boden. Der Anblick der fast senkrecht abbrechenden Dachstein-Südwand unter den Füßen ist einfach atemberaubend.

Adrenalin-Junkies kommen bei dieser Attraktion voll auf ihre Kosten. Der Gang über die 1 m breite und 100 m lange Brücke ist nämlich nicht alles, was Bergfans an diesem Ort erleben können. Gelangt man ans Ende der Brücke, so werden mit der „Treppe ins Nichts“ die Nerven gleich nochmal gefordert. Die Treppe führt 14 schmale Absätze hinab auf eine gläsernde Aussichtsplattform. Das Gefühl, 100 m frei über dem Dachstein-Massiv zu schweben, führt bei vielen Besuchern zu weichen Knien. Definitiv eine Mutprobe!

Hängebrücke Längenfeld (Ötztal, Österreich)

Das Ötztal in Tirol gehört zu den abwechslungsreichsten Regionen in den Alpen. Hier findet jeder Wintersportler sein geeignetes Skigebiet, zum Beispiel in Sölden. Und von dort aus sind es auch nur etwa 12 km bis nach Längenfeld. Dort befindet sich die gleichnamige Hängebrücke, die mit 83 m Länge die Orte Brand und Burgstein miteinander verbindet. Damit ist sie zwar relativ schnell überquert, bietet mit 220 m Höhe aber umso fantastischere Aus- oder vielmehr: Tiefblicke.

Einen Familienausflug wert: Die Hängebrücke über Längenfeld.

Der luftige Gehweg über Längenfeld ist besonders für Familien eine tolle Attraktion. Ein Kinderwagen kann ohne Probleme geschoben werden und sogar der Familien-Vierbeiner hat eine eigene Hundespur. Sowohl in Brand als auch in Burgstein erwartet die Ausflügler Gastronomie in uriger Atmosphäre und vor traumhafter Bergkulisse.

Hängebrücke Titlis Cliff Walk (Engelberg, Schweiz)

Wer im Engelberger Tal seinen Skiurlaub verbringt und davor oder danach noch ein bisschen Zeit hat, der sollte unbedingt einen Abstecher zum Titlis Cliff Walk machen.

Auf dem Titlis Cliff Walk befindet man sich auf über 3000 m Höhe.

Diese faszinierende Seilkonstruktion ist Europas höchstgelegene Hängeseilbrücke. Auf über 3.000 m Höhe stehend (Zugang witterungsabhängig) blicken Bergfans in eine atemberaubende Tiefe von 500 m die Titlis-Südwand hinab.

Peak Walk (Gstaad, Schweiz)

Im Skigebiet Glacier 3000 können Bergfans ihren Mut auf dem Peak Walk unter Beweis stellen. 107 m lang ist das schwebende Konstrukt und verbindet den Vorgipfel mit dem Hauptgipfel des Scex Rouge. Damit ist der Peak Walk die weltweit einzige Hängebrücke, durch die zwei Gipfel miteinander verbunden werden.

Der Peak Walk verbindet zwei Gipfel miteinander.

Beim Überqueren haben die Besucher einen fantastischen Blick über das Skigebiet und das Les Diablerets-Massiv. Am Hauptgipfel auf knapp 3.000 m angekommen offenbart sich die umliegende Bergwelt in ihrer ganzen Fülle: Matterhorn, Mont Blanc, Eiger und Mönch sind nur vier der insgesamt 24 umliegenden Viertausender.

Charles Kuonen Hängebrücke (Randa, Schweiz)

Die Charles Kuonen Hängebrücke bei Randa in der Schweiz bricht alle Rekorde: Mit 494 m ist sie die längste Hängebrücke der Welt. Wintersportler, die im Wallis, Saastal oder im Raum Zermatt unterwegs sind, sollten sich dieses Highlight auf gar keinen Fall entgehen lassen. Die Hängebrücke, die nach ihrem Hauptsponsor benannt ist, schwebt am höchsten Punkt 85 m über dem Abgrund und verbindet die Orte Matterhorn-Dorf und Grächen.

Nur für Schwindelfreie: Die Charles Kuonen Hängebrücke.

Die Brücke ist Teil des Weitwanderwegs zwischen Grächen und Zermatt. Damit ist sie nicht nur Touristenattraktion, sondern erspart Wanderern auf dem Europaweg auch einen anstrengenden Umweg von 500 m Höhenmetern ins Tal. Ein Steinschlag hatte die Vorgänger-Brücke 2010 außer Gefecht gesetzt. Wen also neben der Skileidenschaft auch die Wanderlust gepackt hat, der kann den Spaziergang im Angesicht des Matterhorns und der Berner Alpen noch um einiges ausdehnen.

 

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