So wird Skiurlaub in der Schweiz erschwinglich

12. Januar 2018 - SnowTrex

Die Schweiz gilt als teuer, aber auch als wunderschön. Der bergige Staat ist ein landschaftlich und kulturell einzigartiges Reiseziel, das Wintersportler nicht verpassen sollten. SnowTrex zeigt, wie der Skiurlaub in der Schweiz auch mit normalem Budget erschwinglich ist.

Solche Aussichten wie hier am Leichbachhorn in Graubünden gibt es in der Schweiz praktisch an jedem Bergkamm.

Matterhorn, Käsefondue, Taschenmesser, Schokoladedie Schweiz ist für vieles berühmt, doch am eindrucksvollsten ist sicherlich die fantastische Bergwelt. Knapp die Hälfte der gesamten Landesfläche, genauer gesagt 48 %, nehmen Gebirge ein, darunter einige der schönsten Alpengipfel überhaupt, wie z. B. das Matterhorn. Kein Wunder, dass die Schweiz vor allem bei Wintersportlern sehr gefragt ist. Theoretisch. Denn praktisch zieht es viele Urlauber doch lieber nach Österreich oder Frankreich. Warum eigentlich?

Solche Traumabfahrten wie hier am Weißhorn bei Arosa sollte man sich nicht entgehen lassen.

Teure Schweiz?

„Die Schweiz ist viel zu teuer!“, so das Hauptargument, wenn es um die Schweiz als Skireiseziel geht. Die Eidgenossenschaft galt schon immer als teuer, erst recht nach der Aufwertung des Schweizer Franken im Jahr 2015. Dabei ist das nur eine Seite der Medaille und nicht mal ganz korrekt. Es gibt über 330 Skigebiete in den Schweizer Alpen, von denen die meisten mittlerweile ähnliche Preise haben wie die österreichische Skigebiete. Auch Unterkünfte in Skiregionen sind je nach Lage erschwinglich. Was die Reisekasse schmälert, sind tägliche Ausgaben, etwa für Lebensmittel oder Gastronomie. Doch da lässt sich tricksen.

Verpflegung vorausplanen

Das Preisniveau auf den Hütten oder in Restaurants ist unbestritten vergleichsweise hoch. Doch sollte das kein Hinderungsgrund für einen Skiurlaub sein. Verzichtet man auf eine faszinierende Bergwelt und einzigartigen Skigenuss, nur weil man sich die Pizza für 20 € auf der Hütte nicht leisten will? Das muss nicht sein. Geht es um die Verpflegung, so kann man Budgetfresser durchaus umgehen. Wer eine Ferienwohnung oder ein Appartement gebucht hat, bringt seine Grundversorgung im eigenen Auto mit. Die Supermärkte im Skidorf sind nicht gerade günstig, doch wer seine Einkäufe in größeren Ortschaften bei Großmarktketten wie Migros oder Coop erledigt, findet vergleichsweise moderate Preise. Tagsüber auf der Piste reicht ein mitgebrachter Snack und abends wird gemeinsam gekocht.

Das Skigebiet St. Moritz – hier die Diavolezzagondel – ist auch von Zuoz gut erreichbar.

Flexibilität zahlt sich aus

In Anbetracht des erstarkten Schweizer Franken sind die Ferienregionen kreativ geworden, um ihren Gästen einen Mehrwert zum bestehenden Angebot zu bieten. Daher gibt es vielerorts Gästekarten mit Vergünstigungen und Sondertarife bei Skiverleih oder Skischulen. Ein weiterer Pluspunkt ist die generelle Preisflexibilität: Je geringer die Nachfrage, desto günstiger sind beispielsweise die Zimmerpreise. Das Angebot kann also trotz starkem Franken schwanken. Das bedeutet für die Gäste: Wer zeitlich flexibel ist, findet in einigen Regionen richtige Schnäppchen.

In St. Moritz lässt man es sich richtig gut gehen. Die leckeren Käse-Schinken-Spezialitäten werden überall angeboten.

Urlaubsort gezielt wählen

Wo die Reichen und Schönen verkehren, lässt man sich das exklusive Ambiente bezahlen. Also darf man sich in Nobelorten wie St. Moritz, Verbier, Gstaad oder Crans-Montana über saftige Preise nicht wundern. Freilich gilt dieses Gesetz nicht nur in Schweizer Skiorten und kann bei der Reiseplanung berücksichtigt werden. Wie wäre es mit den kleinen Nachbarorten der „Großen“, zum Beispiel Täsch anstatt Zermatt oder Silvaplana anstatt St. Moritz. Die attraktiven Skigebiete sind von dort trotzdem nicht weit und man hat seine Ruhe vom quirligen Jetset. Beim authentischen Winterurlaub geht es schließlich nicht um Promi-Watching und Chi-Chi, sondern um Sport, Erholung und Naturerlebnis. Und davon gibt es in der Schweiz schließlich überall reichlich.

Weitere Vorteile der Schweiz

Einfache Anreise: Viele Ferienorte sind sehr gut mit der Bahn, z. B. SBB und Rhätischen Bahn, erschlossen. Die meisten Winterurlauber reisen aus Kostengründen jedoch mit dem eigenen PKW an. So ist man vor Ort mobil und die Dörfer in den Tälern und Hochebenen sind noch schneller erreichbar. Auf den Autobahnen fallen Mautgebühren an, was jedoch für Österreich oder Italien genauso gilt. Die Vignette wird einmal gezahlt und gilt immerhin für mehrere Monate.

Sagenhafte Ausblicke und viel Schnee – Standard im Gletscherskigebiet von Zermatt.

Einmaliges Panorama: Ob im Berner Oberland, Engadin oder Wallis – die Aussicht auf 3.000er- und 4.000er-Gipfel ist einem gewiss. Die zehn höchsten Berge der Schweiz liegen in den Walliser Alpen, unter anderem der höchste der Schweiz, die Dufourspitze mit 4.634 m Höhe. Nicht zuletzt deswegen zählt das Wallis zu den beliebtesten Reisezielen in der Schweiz. Hier liegen zahlreiche bekannte Ferienorte wie Zermatt, Verbier, Saas-Fee, Crans-Montana und Champéry an der Grenze zu Frankreich.

Absolute Schneesicherheit: Mit zehn Gletscherskigebieten und unzähligen Pisten auf 2.500 m und höher sind die Schweizer Skigebiete sehr hoch gelegen und damit äußerst schneesicher. Wenn anderswo schon die grünen Wiesen blühen, geht der Skigenuss hier sicher weiter. In dieser Hinsicht ist die Schweiz eines der Top-Ziele weltweit.

Unser Familientipp: Meiringen-Hasliberg

Wer es malerisch, ruhig, familienfreundlich und preisgünstig mag, der sollte sich ins Haslital im Berner Oberland aufmachen. Faszinierende Bergpanoramen, offene Täler, weite Almwiesen und kinderfreundliche Angebote ergeben das ideale Reiseziel für Familien. Das Skigebiet Meiringen-Hasliberg mit 60 Pistenkilometern ist als besonders familienfreundlich ausgezeichnet, bietet aber auch Freeride-Areale und gepflegten Aprés-Ski. Da die Region als Geheimtipp gilt und (noch) nicht zu den Top-Reisezielen zählt, sind die Preise eher moderat.

Das Skigebiet Meiringen-Hasliberg ist auf Familien mit Kindern ausgerichtet.

Unser Sportlertipp: Arosa-Lenzerheide

In einem sonnigen, offenen Tal im Kanton Graubünden liegt der Klimakurort Arosa. Das hiesige Skigebiet Arosa-Lenzerheide zählt 225 Pistenkilometer und ist somit die größte zusammenhängende Skiregion Graubündens. Vielfahrer genießen hier ungebremstes Skivergnügen vom Hörnli bis zum Piz Scalottas, Freerider finden am Weißhorn und Brüggerhorn ihre Reviere. Dazu kommen 140 km Wanderwege, 30 km Langlaufloipen, Schneeschuhpfade, Nachtrodelbahnen und weitere Freizeitangebote.

Arosa ist an das Netz der Rhätischen Bahn angeschlossen.

Unser Spartipp in Davos

Mit einem minimalen Aufpreis wird der Skipass von Davos-Klosters zum 2. Klasse-Ticket für die Rhätische Bahn. Das Ticket gilt auf den Strecken nach Chur, St. Moritz und Scuol-Tarasp und ist somit ideal für kleinere Ausflüge in der Region.

Davos ist nicht nur für Thomas Mann ein wahrer Zauberberg.

Machen Sie sich hier selbst ein Bild und finden Sie Ihr nächstes Traumreiseziel in der Schweiz.

Print Friendly and PDF
5 gute Gründe für Skifahren in Norwegen

Skigebiete gibt es in Norwegen zahlreiche – über das ganze Land verteilt. SnowTrex ...

Grasski: Skifahren auf der Wiese

Als Josef Kaiser aus Deutschland im Jahr 1960 die Idee hatte, dass man doch auch im ...