Mit dem Auto in den Skiurlaub: Maut in Alpenländern

22. März 2018 - Carla Meyer

Die meisten Winterurlauber planen ihre Anreise ins Skigebiet nach wie vor mit dem eigenen Auto. Dabei besteht oft Unsicherheit im Hinblick auf die Mautgebühren: Muss ich auf der Strecke in meinen Skiurlaub Mautgebühren zahlen? Und wenn ja, kann ich dies bereits vorab regeln, sodass ich während der Fahrt keinen Stress damit bekomme? SnowTrex klärt zur Maut in Alpenländern auf.

Reist man mit dem Auto in Alpenländer, sollte man sich über die dortige Maut informieren.

Maut in Österreich

Österreich gehört zu den beliebtesten Reisedestinationen europäischer Wintersportler. Wer mit dem Auto nach Österreich anreist, der sollte allerdings die Vignettenpflicht auf den Autobahnen beachten. Es gibt verschiedene zeitliche Gültigkeiten: zehn Tage, zwei Monate und ein Jahr. Das „Pickerl“, wie die Österreicher die Vignette auch nennen, kann auf zweierlei Wegen erstanden werden: Die klassische Variante ist ein Aufkleber, der gut sichtbar auf der Windschutzscheibe des Autos angebracht wird. Eine weitere, recht neue Variante ist die elektronische Vignette. Ebenso wie man die klassische Vignette vorab kaufen kann, lässt sich auch die digitale Variante vorab buchen. Hierbei sollten Autofahrer aber beachten, dass die Gültigkeit des elektronischen „Pickerls“ frühestens 18 Tage nach der Buchung beginnen kann. Grund dafür ist österreichisches Recht.

Ebenfalls wichtig zu wissen für die Autoreise nach Österreich: Neben den vignettenpflichtigen Strecken, die übrigens direkt nach der Grenze beginnen, gibt es auch Sondermautstrecken wie den Arlbergtunnel oder die Brennerautobahn. Hier müssen separate Gebühren gezahlt werden – oder man weicht auf eine kostenfreie Route aus.

Maut in Deutschland

In Deutschland gibt es nur kleine Mautstrecken. Zum Beispiel auf dem Weg ins Skigebiet Sudelfeld auf der sogenannten  Tatzelwurm-Straße. Der Preis für einen PKW beträgt 3 Euro. Wenn man von Bayrischzell oder Oberaudorf aus zum Sudelfeld fährt, kann man die Mautstation allerdings umgehen.

Maut in der Schweiz

Die Schweiz wartet ebenso wie andere europäische Alpenländer mit atemberaubenden Bergpanoramen und tollen Skigebieten auf. Doch auch hier gilt Vignettenpflicht. Anders als in Österreich ist diese gerade bei weiteren Strecken kaum zu vermeiden, es sei denn, Autofahrer haben sehr viel Zeit für kostenfreie, aber recht lange Umgehungsstrecken.

In der Schweiz gibt es nur eine Jahresvignette, die insgesamt 14 Monate gültig ist – den Dezember des Vorjahres und den Januar des Folgejahres eingeschlossen. Nur wenige Strecken wie beispielsweise der Großer-St.-Bernhard-Tunnel sind damit nicht eingeschlossen

Maut in Italien

Während es in Österreich und der Schweiz zeitliche Vignetten gibt, hat Italien ein streckenabhängiges Mautsystem. Hier kommt es also wirklich ganz genau darauf an, welche Strecke Winterurlauber wie lange mit dem Auto befahren. Die Gebühren bemessen sich demnach auch nach den tatsächlich gefahrenen Kilometern. Vorab muss man demnach keine Vignette oder ähnliches kaufen – die Autobahnen in Italien sind immer wieder mit Mautstationen bestückt. Hier zieht man ein Ticket, welches man an der Station bezahlt, an der man die Autobahn wieder verlässt. Verpassen kann man die Stationen nicht, es gibt keine andere Möglichkeit als sie zu passieren. Als Bezahlmethode bieten die Stationen Barzahlung, Kartenzahlung oder Zahlung per Telepass an. Letzterer ist eine elektronische Mautbox im Fahrzeug, die sich nicht nur für sehr regelmäßige Italien-Fahrer rechnet, sondern auch als Kurzzeit-Variante erhältlich ist. Telepass-Nutzer haben den Vorteil, den Staus auf den Spuren wegen manueller Zahlung auszuweichen, da speziell reservierte Spuren für Telepass-Nutzer eingerichtet wurden.

Eine typische Mautstation.

Maut in Frankreich

Ebenso wie in Italien gibt es auch in Frankreich ein streckenabhängiges Mautsystem und Autobahnen, die mit beschrankten Mautstationen versehen sind. Auch die Bezahlmethode ist wie in Italien. In Frankreich heißt die PKW-Mautbox Liber-t. Auch hier können Autofahrer Zeit sparen, da sich die Schranken automatisch öffnen. Im Unterschied zu der Schweiz beispielsweise lohnt es sich in Frankreich aber durchaus nach alternativen, mautfreien Routen zu schauen. Oftmals ist der Zeitverlust hier nicht allzu groß und gleicht die Kostenersparnis aus.

Maut in Tschechien

Nur unweit der deutschen Grenze liegen viele tschechische Skigebiete. Dennoch gibt es gebührenpflichtige Straßen, auf denen eine Vignette gebraucht wird. Es gibt die Vignette für zehn Tage, einen Monat sowie ein Jahr. Die Tschechien-Vignette besteht aus zwei Teilen, welche beide mit dem korrekten Autokennzeichen beschriftet werden müssen. Der größere Abschnitt wird an der Windschutzscheibe angebracht und der kleinere an der Kontrollstation vorgezeigt. Nicht-mautpflichtige Abschnitte sind durch eine durchgestrichene Vignette oder der Beschilderung „BEZ POPLATKU“ gekennzeichnet.

Lieber ohne Auto in den Skiurlaub? Auch dafür hat SnowTrex wertvolle Informationen.

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