Packlisten, Versicherungen und Co.: Gut vorbereitet in den Skiurlaub (Teil I)

11. September 2013 - Nina Vogt

Rückt der Winterurlaub näher, wird auch die Vorfreude immer größer. Damit die Vorfreude nicht bereits beim Start in den Urlaub in Frust umschlägt, ist eine gute Vorbereitung wichtig. Wer vorher einige Ratschläge beachtet, der kann entspannt dem ersten Tag auf der Piste entgegenblicken.

Ausrüstungscheck

Mit Spaß und vor allem sicher auf der Piste unterwegs ist, wer auch sein Material auf den Urlaub vorbereitet hat. Und dazu gehören nicht nur gewachste Beläge und scharfe Kanten. Auch die Einstellung der Bindung sollten Skifahrer überprüfen lassen. Denn nur eine korrekt eingestellte Bindung löst auch im richtigen Moment aus. Wer mit Kindern verreist, der sollte auch ihre Ausrüstung überprüfen. Sind die Skier noch lang genug? Passen Skischuhe und Schneestiefel noch? Ist die Kleidung auch nicht zu klein geworden?

Versicherungscheck

Natürlich wünscht sich niemand, dass der Skiurlaub von unerfreulichen Zwischenfällen jeglicher Art überschattet wird – sei es ein Unfall, eine Krankheit oder ein Diebstahl. Passieren können diese Dinge trotzdem. Daher ist es sinnvoll vorzubeugen – mit den richtigen Versicherungen. Es gibt verschiedene Versicherungen, die Urlauber direkt bei der Buchung abschließen können oder bei Anbietern wie dem Deutschen Skiverband (DSV) oder dem ADAC. Zu buchen sind die Versicherungen optimaler Weise direkt mit der Reise, spätestens aber 14 Tage nach Reisebuchung. Wichtig ist es, beim Abschluss genau auf die eingeschlossenen Leistungen sowie eine ausreichend hohe Deckungssumme zu achten und Doppelungen zu vermeiden.

Diese Versicherungen gibt es:

–         Reiserücktrittskostenversicherung (übernimmt Stornierungskosten bei kurzfristiger Absage)

–         Reiseabbruchversicherung (deckt Kosten ab, die bei Reiseabbruch entstehen)

–         Auslandskrankenversicherung

–         private Unfallversicherung (zahlt bei dauerhafter Invalidität nach einem Unfall)

–         Autoschutzbrief (Kostenübernahme bei Panne, Unfall, Diebstahl, oftmals mit Rücktransport – auch aus dem Ausland, Leistungen variieren je nach Vertrag)

–         Reisegepäckversicherung

–         Skibruchversicherung

–         Ski- und Snowboardversicherung (Achtung: hier gibt es viele Ausnahmen, bei Diebstahl aus der Unterkunft greift sowieso die reguläre Hausratversicherung)

Viele Anbieter schnüren Versicherungspakete für Urlauber, die für verschiedene Zeiträume gebucht werden können. Eine ausführliche Beratung ist dabei sinnvoll.

Auch Skiwachs gehört in den Koffer. © Deutscher Skiverband

Koffer packen

In den Winterurlaub geht es meist mit großen Koffern. Schließlich müssen die dicken Winterklamotten erst einmal verstaut werden. Und man muss an so viele andere Dinge denken – vom Rucksack über die Skibrille bis hin zum Wachs für die Bretter. SnowTrex hat als Hilfe eine Packliste erstellt.

Für den Notfall

Beim Kofferpacken sollten Wintersportler auch die richtigen Utensilien für den Notfall nicht vergessen. Einen Zettel mit den Notfallnummern des Ziellandes etwa. Für Europa ist das mittlerweile einheitlich die 112. Hilfesuchende und Verletzte erreichen darüber auch die Bergrettung und die DSV-Skiwacht.

Elementarer Bestandteil des Reisegepäcks sollte zudem eine gut ausgestattet Reiseapotheke für die „kleineren“ Notfälle sein. Natürlich gehören auch im Winterurlaub die üblichen Verdächtigen hinein: Nasenspray, Hustensaft, Halstabletten, ein Fieberthermometer, Kopfschmerztabletten, Medikamente gegen Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall und Verstopfung. Für Kinder sind Zäpfchen gegen Fieber und Schmerzen sowie Ohrentropfen sinnvoll. Im Winter gesellen sich jedoch noch weitere Komponenten hinzu: Pflaster – auch für Blasen, Verbandsmaterial, Wund- und Heilsalbe, Desinfektionslösung, Heparin-Salbe (bei Prellungen), ein Kühlpack und nicht zu vergessen: Sonnenschutz. Er sollte mindestens einen Lichtschutzfaktor von 20 haben und einen hohen Fettgehalt, um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen.

Wagencheck

Wer mit dem Auto in den Winterurlaub fährt, sollte es vorab in einer Fachwerkstatt auf seine Winterfestigkeit prüfen lassen. Winterreifen sind ein Muss. Sind zudem Kühlwasser und Scheibenwischanlage mit Frostschutz versehen? Bei der Gelegenheit kann auch gleich die Winterausrüstung im Auto überprüft werden: Nicht fehlen sollten Scheibenfrostschutz, Eiskratzer, Besen, Enteiser-Spray, Taschenlampe und Schneeketten. Ihre Montage sollten Autofahrer zuhause einmal austesten. Liegen Starthilfekabel, Abschleppseil, Warndreieck und –weste im Kofferraum? Ist der Verbandskasten bestückt und nicht abgelaufen? Dann kann es losgehen mit dem Beladen.

Was nicht passt…

Wird nicht passend gemacht. Bei der Beladung des Autos sollte man Vorsicht walten lassen. Daher gilt: Die schwersten Gepäckstücke kommen immer nach unten, möglichst direkt hinter die Sitzlehne. Gestapelt werden die Gepäckstücke nur bis zur Oberkante der Rücksitzlehne. Werden die Skier im Wageninneren untergebracht, müssen sie gut fixiert werden. Optimaler Weise werden sie außerhalb des Wagens transportiert – auf einem Skiträger oder in einer Dachbox. Bei der Auswahl sollten sich Wagenbesitzer gut beraten lassen, denn nicht jede Box passt zu jedem Wagenmodell. Auch in der Box sollten die Skier nicht frei herumrutschen.

Um auch in einem langen Stau gut gerüstet zu sein, machen folgende Dinge an Bord Sinn: ein 5-Liter-Reservekanister mit Benzin, Decken für alle Insassen, warme Getränke in einer Thermoskanne und vor allem ein voll aufgeladenes Handy.

Weiterfahrt nur gegen Bezahlung

Es gibt kaum ein Winterreiseziel, an dem für die Fahrt auf den Autobahnen und Schnellstraßen keine Gebühr fällig wird. Daher immer dran denken: In manchen Ländern ist der Kauf einer Vignette nötig – Österreich, die Schweiz, Tschechien und die Slowakei gehören dazu. In Frankreich, Spanien, Italien und Polen werden die Gebühren direkt an Mautstationen erhoben.

Sind alle Reiseteilnehmer an Bord? Ist die Laune auf Urlaubsmodus gestellt? Dann steht dem Winterurlaub nun nichts mehr im Weg.

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