Action auf der Mattscheibe: Film-Tipps für Wintersportler

22. April 2014 - Nina Vogt

Alles hat ein Ende – leider auch der Winter. Und so müssen sich Wintersportler nun erst einmal einige Monate gedulden, bis sie die Bretter wieder aus dem Keller holen können. Die schneelose Zeit lässt sich heutzutage jedoch wunderbar überbrücken – nämlich vor dem heimischen Fernsehgerät. Dafür sorgen zahlreiche spektakuläre Filme über Skifahrer, Snowboarder und ihre Leidenschaft.

Wir haben einige Film-Tipps zusammengestellt. Natürlich sind Streifen für Snowboarder ebenso wie für Skifahrer dabei:

„The Art of Flight“

Ein Klassiker unter den Snowboard-Filmen. 2011 in den USA an den Start gegangen geben sich in dieser Produktion – übrigens dank großer Sponsoren eine der bisher teuersten – Größen wie Travis Rice, Jake Blauvelt, DCP, Jeremy Jones und Nicolas Müller die Hand. Produzent und Regisseur Curt Morgan, ehemaliger Snowboard-Pro, hat bei dem mit jeder Menge technischer Raffinessen gearbeitet. Gedreht wurde unter anderem in Patagonien, Alaska und British Columbia.

 

„That’s It That’s All”

Der Vorgänger von „The Art of Flight“ aus dem Jahr 2008. Und ebenfalls eine erfolgreiche Kooperation von Curt Morgan und Travis Rice, die übrigens bereits den nächsten Film planen. Bereits damals verwendete Morgan dank großzügiger Sponsoren innovativste Aufnahmetechniken. Neben Rice haben unter anderem auch Nicolas Müller, Terje Haakonsen und Jeremy Jones Auftritte im Film.

 

„First Descent“

Der Film von 2005 handelt vom Snowboarden und seinen Anfängen in den 1980ern. Eine spektakuläre Zeitreise, die zeigt, wie aus einer Untergrundbewegung ein Massenphänomen wurde. Snowboard-Pioniere sprechen mit den Talenten von heute über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Sports – darunter Sportler wie Shawn Farmer, Nick Perata, Terje Haakonsen, Hannah Teter, Shaun White und Travis Rice. Zudem zeigt der Film die Erstabfahrt von einem der höchsten Gletscher der Welt in Alaska.

 

„The White Album”, „Shaun White Project X“ und „The Ultimate Ride”

Nein, um Shaun White kommt man nicht herum. Auch nicht in der Filmwelt. Über das Leben des Snowboard- und Skate-Wunderkinds wurden schon mehrere Filme gedreht. „The White Album“ beschäftigt sich ganz klassisch mit Person und Werdegang. „Project X“ begleitet ihn beim Training in seiner privaten Halfpipe in Colorado. Und spektakulär wird es schließlich in „The Ultimate Ride: Shaun White – The World’s Greatest Snowboarder“. Der begleitet White im Hinterland Japans, wo er mit 2 Kumpels im trockensten und tiefsten Powder der Welt an seine Grenzen geht.

 

Jeremy Jones’ Trilogie: „Deeper“, „Further“, „Higher“

Tiefer, weiter, höher – das sind die Ziele des 9-maligen Big Mountain Riders of the Year Jeremy Jones. Alles begann 2010 mit „Deeper“, wurde mit „Further“ in 2012 fortgesetzt und wird voraussichtlich im kommenden Herbst mit „Higher“ enden. Im Vordergrund stehen die Extreme des Backcountry-Fahrens und Jones‘ Philosophie der Nachhaltigkeit.

 

© Ben Heys / shutterstock.de

„Picture This“

Bei diesem Film reicht es zwei Gruppen aufzulisten. Die der Sponsoren, auf der stehen nämlich Namen wie Burton, Nitro, Volcom und Vans. Und die der Rider, die unter anderem Jeremy Jones, Eero Ettala, Jussi Oksanen, Shaun White und DCP umfasst.

 

„La La Land“

Einer für die Mädels: Denn der Film von Runway Films (2007) ist nur Fahrerinnen gewidmet. Unter anderem sind Anne-Flore Marxer, Alexis Waite, Hana Beaman und Erin Comstock dabei.

 

Absinthe Films

Diese Crew gehört zu den Titanen der Snowboardfilm-Industrie. In regelmäßigem Abstand veröffentlichen sie Produktionen mit den Größen der Szene. Zu den Werken gehören zum Beispiel „Dopamine“, „Resonance“ (gedreht im schweizerischen Laax), „Now/Here“ oder auch Neverland (u.a. mit Travis Rice, Gigi Rüf und Jeremy Jones).

 

Isenseven

Auch so ein Dauerbrenner. Isenseven macht alles: Filme, Kleidung, Partys und vor allem shredden die Jungs ohne Ende. So entstehen Streifen wie zum Beispiel „A way weg o“, „Lets’s go get lost!“ oder „Fool’s Gold“.

 

Standard Films

Mit der „TB“(Totally Board)-Serie hat Standard Films von 1991 bis 2000 echte Standard-Werke erschaffen. Und jedes Jahr kommen neue dazu – wie zuletzt zum Beispiel „2112“ (2012) oder „The Storming“ (2010). Die Liste der großen Namen in diesen Filmen ist lang.

 

© Roberto Caucino / shutterstock.de

Burton

Burton ist nicht nur groß, was Ausrüstung, sondern auch was Filme betrifft. „13“ heißt der aktuellste Streifen des Unternehmens, in dem unter anderem Mark McMorris, Peeto Piiroinen, Mikkel Bang und Terje Haakonsen ihr Können zum Besten geben. Erfolgreiche Vorgänger waren „The B Movie“ und „Standing Sideways“.

 

Warren Miller

Ein großer unter den Produzenten von Ski- und Snowboardfilmen. Bekannt ist er dafür, jedes Jahr einen Film herauszubringen, mit dem er zu Beginn des Winters auf Welttournee geht. 2013 hieß der Streifen zum Beispiel „Ticket to Ride“. Weitere Titel: „Playground“ oder „Higher Ground“.

 

„White Magic“ & Co. – Willy Bogner

Er ist eine Legende unter den Machern von Skifilmen. Willy Bogner war als Kameramann, Regisseur und Produzent bereits für mehr als 40 Filme verantwortlich. Seine Werke sind Klassiker – von „Skifaszination“ (1964) über „Fire & Ice“ (1986) und „White Magic“ (1994) bis hin zu „Ski tot he Max“ (2000). Skifahrer, Snowboarder, Paraglider und extreme Stunts kommen hier zusammen.

 

„Mount St. Elias“

In seinem Dokumentarfilm von 2009 hat Gerald Samina die beiden Österreicher Axel Naglich und Peter Ressmann sowie den Amerikaner Jon Johnston bei ihrer abenteuerlichen Expedition auf den 5.489 m hohen Mount St. Elias (Alaska) begleitet. Das Ziel: die längste Skiabfahrt der Welt mit rund 35 km durchzuführen. Johnston stieg allerdings im Laufe dieser gefährlichen Reise aus.

 

„All.I.Can.“

2 Jahre dauerten die Dreharbeiten auf 6 Kontinenten. „All.I.Can.“ zeigt nicht nur epische Bergaufnahmen und Big Mountain Lines unter anderem von Kye Petersen, Mark Abma und Erik Hjorleifson, sondern thematisiert auch die Herausforderungen des Klimawandels.

 

© Samot / shutterstock.de

„While we can“

Skandinavische Topstars wie Henrik Harlaut oder Phil Casabon toben sich in diesem Film vor allem in ihrer Heimat aus. Wir lernen viel über ihre Motivation und ihre Leidenschaft für den Sport. Der Film tut aber auch Gutes: Die Erlöse kommen verletzten Skifahrern und Snowboardern zugute.

 

„The way I see it“

Erik Hjorleifson, Henrik Windstedt, Sean Pettit und andere Stars der Szene zeigen in diesem Film von 2009 nicht nur, was sie drauf haben, sondern sie sprechen auch darüber, was Skifahren für sie bedeutet. Produziert wurde der Film von MSP Films, die auch für Streifen wie „In Deep“, „Push“ oder „McConkey“ (s. unten) verantwortlich zeichnen.

 

„McConkey“

Der Kanadier Shane McConkey gehörte zu den Wegbereitern des Free-Skiings und Ski-Basejumpings. Mit 39 starb er bei einem Ski-Basejump. Der Film setzt der Ikone ein filmisches Denkmal. In dem Werk von 2009 erinnern Freunde, Familie und Kollegen wie zum Beispiel Toni Hawk an den Actionsportler.

 

„Reasons“

Eine ähnliche Intention wie hinter „The way I see it“ steckt auch hinter diesem Projekt. In der Produktion von Poor Boyz Productions geht es nicht nur um einzigartige Locations und  tolle Fahrer, die Sammy Carlson, Tanner Hall oder JP Audair zweifelsohne sind, sondern es geht auch um die Frage, warum die Athleten tun, was sie tun.

Mit diesen Streifen kann der Sommer nur gut werden!

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