Eisiges Vergnügen: Alternative Wintersportarten (Teil II)

7. August 2013 - Nina Vogt

Skifahren, Snowboarden, Langlauf – die Liste an Freizeitmöglichkeiten für den Winterurlaub ist mit diesen klassischen Sportarten noch lange nicht erschöpft. Denn wo Schnee ist, da findet sich meist auch Eis. Und auf dem Eis geht das winterliche Vergnügen weiter. Wir haben Sportarten zusammengetragen, die den Winterurlaub abrunden können:

 

Eislaufen

Schon vor rund 800 Jahren nutzten Boten in den Niederlanden die rutschige Oberfläche zugefrorener Kanäle für ihre Zwecke. Um adeligen Empfängern eilige Nachrichten zu überbringen, glitten sie über die vereisten Wasserstraßen. Was die Boten damals an den Füßen trugen, wird dem heutigen Schlittschuh nicht annähernd ähnlich gewesen sein. Doch die Bewegungen sind dieselben geblieben. Heute muss allerdings niemand mehr darauf warten, dass Kanäle, Flüsse oder Seen zufrieren – auch wenn diese Natureisflächen noch immer die reizvollsten sind. Viele Orte bieten Kunsteisbahnen, damit Groß und Klein auf Kufen ihre Runden drehen können.

 

© Rainer Sturm pixelio.de

Eisstockschießen

Gerade in vielen kleineren Orten des Alpenraumes ist Eisstockschießen ein Volkssport mit Tradition. Schon früher wurde auf zugefrorenen Seen und Teichen gespielt. Hier trifft man sich, hier tauscht man sich aus. Und hier erfahren auch Touristen viel über die Dorfkultur. Eisstockschießen ist ein geselliger Sport. In Teams versucht man dabei, seine Stöcke möglichst nah an die Daube heranzuschießen. Der Stock, das ist ein runder Metallkörper mit einer Gummi-Laufsohle und einem Stiel. Die Daube wiederum ist ein kleiner Puck mit 12 cm Durchmesser, der im 3 Mal 6 m großen, markierten Zielfeld liegt. Aus ca. 25 Meter Entfernung versuchen die Spieler der einzelnen Mannschaften abwechselnd, ihren Stock in Bestlage zur Daube zu platzieren. Ein Spiel, das jeder schnell versteht.

 

Eisklettern

Hier sind starke Nerven gefragt: Kletterer zieht es nicht mehr nur an die Felswände der Berge dieser Welt. Sie haben längst auch im Winter ihre Reviere gefunden. Faszinierende Reviere. Denn es ist ein atemberaubender Anblick, den gefrorene Wasserfälle im Winter bieten. Und der Kletterherzen höher schlagen lässt. Ausgerüstet mit Steigeisen, Eisgeräten und Eisschrauben begeben die Kletterer sich in die Eiswelt. Unterschätzen sollte diese Art des Kletterns niemand. Die nötigen Kenntnisse entsprechen denen des alpinen Kletterns. Zwischen- und Standortsicherungen muss der Kletterer mithilfe der Eisschrauben selber setzen. Unerfahren sollte sich also niemand in diese Kletterreviere der Extraklasse wagen. Wer es jedoch kann, dem erschließen sich Welten, die im Winter kaum ein anderer Mensch erreichen kann.

Eistauchen

Nicht auf das Eis, sondern darunter begeben sich Eistaucher. Eine Mutprobe – auch für erfahrene Taucher. Denn wie beim Höhlentauchen ist ein Auftauchen nicht immer möglich – dafür gibt es nur ein Loch, das die Taucher mit einer Säge in die Oberfläche geschnitten haben. Hinzu kommt die buchstäblich eisige Kälte des Wassers. Doch der Mut wird unter Wasser schnell belohnt – und zwar mit faszinierenden Bildern. Sonnenlicht, das durch die Eisschicht dringt und einmalige Muster im Wasser hinterlässt. Eisformationen, die sich unter der Schicht gebildet haben. Allein eine Schnur verbindet die Taucher mit der Außenwelt und sorgt dafür, dass sie das Loch im Eis finden, durch das sie abgetaucht sind. Natürlich sind für das Eistauchen ein Tauchschein und die nötige Erfahrung als Taucher unabdingbare Voraussetzungen.

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