Tipps & Tricks: Autofahren im Winter

8. Dezember 2017 - Carla Meyer

In Sachen Fortbewegung ist das Auto bei vielen Winterreisenden die erste Wahl, um in den Skiurlaub zu fahren. Damit das Autofahren bei Schnee auch sicher ist, gibt SnowTrex wertvolle Tipps, wie das Auto winterfest wird und was man beim Autofahren im Winter beachten sollte:

Mit dem Auto in den Skiurlaub – aber sicher!

Winterreifen kontrollieren

Allerspätestens beim ersten Schneefall sollte das Auto Winterreifen aufgezogen haben, besser schon vorher: Empfehlenswert sind Winterreifen zwischen Oktober und Ostern. In Österreich und Italien sind sie dann sogar Pflicht. Autofahrer, die bei Schnee und Glätte mit Sommerreifen unterwegs sind, bringen nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer in große Gefahr. Abgesehen davon greifen auch Versicherungen nicht wenn klar ist, dass Winterreifen einen Unfall hätten verhindern können.

Wichtig bei Winterreifen ist, dass das Profil die geforderte Tiefe aufweist. Hier können die Regelungen  in den Ländern durchaus unterschiedlich sein. Wer zum Beispiel nach Österreich in den Skiurlaub fährt, muss mit Reifen unterwegs sein, die mindestens vier Millimeter Profiltiefe haben. Eine solche Profiltiefe ist aber auch unabhängig vom Land zu empfehlen.

Frühzeitig vereinbaren: Einen Wintercheck fürs Auto.

Scheibenwischer, Lichter, Batterie & Co.

Neben den Reifen gibt es am Auto einige Bauteile und Materialien mehr, die vor dem Wintereinbruch überprüft werden sollten. Hierbei sind zum Beispiel einwandfreie Scheibenwischer zu erwähnen. Sie dürfen auf gar keinen Fall rissig sein und Schlieren ziehen, das erhöht das Risiko eines Unfalls durch zu schlechte Sicht enorm. Wichtig ist auch, die Funktion der Nebelscheinwerfer zu überprüfen. Sie verhelfen zu besserer Sicht bei starkem Schneefall. Das gleiche gilt für die Nebelschlussleuchten, die hilfreich für den nachfolgenden Verkehr sind, aber erst ab einer Sichtweite von unter 50 Metern eingeschaltet werden dürfen. Weitere Fragen, die sich jeder Autofahrer stellen sollte: Sind die Scheinwerfer sauber? Ist ausreichend Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage und im Kühlwassertank? Sind Ölstand und Batterie in Ordnung? Ist für den Notfall gesorgt? – Mit einem Starthilfekabel, einem Verbandskasten und einem Warndreieck? Und sind auch sonst alle Winter-„Accessoires“ an Board wie Schneeketten, ein Frostschutzspray für die Dichtungen und ein Eiskratzer?

Auto immer befreien

Gefährlich und bei einem Unfall teuer ist es, wenn man vor Fahrtantritt die Windschutzscheibe nicht vom Eis befreit. Dabei sollte man stets großflächig freikratzen. Ein kleines Sichtloch reicht nicht aus, um den Verkehr ausreichend im Blick zu haben. Neben den Autoscheiben sollten auch Dach, Lichter sowie das Kennzeichen von Schnee und Eis befreit werden. Auch wenn es das Kratzen beschleunigt: Es ist verboten, dabei den Motor im Leerlauf zu betreiben und die Heizung einzuschalten.

Die Frontscheibe sollte immer ausreichend freigekratzt werden.

Auto richtig bepacken

Gerade im Winter bei Schnee und Glätte muss darauf geachtet werden, dass das Auto richtig bepackt ist. Sperrige Gegenstände wie Ski, Snowboards und Stiefel sollten nicht einfach achtlos ins Auto gelegt werden, wohlmöglich noch ganz oben drauf. Es empfiehlt sich, schwere Gegenstände im Kofferraum so weit vorne und unten wie möglich zu verstauen. Dabei sollten Autofahrer unbedingt darauf achten, dass Unfall- und Notfall-Gegenstände wie Warndreieck, Verbandskasten, Warnweste und Schneeketten weiterhin griffbereit bleiben. Gerade bei Familien mit Kindern reicht der Kofferraum für das Gepäck eines Skiurlaubs oftmals nicht aus. Sie sollten über die Anschaffung einer Dachbox nachdenken, in der vor allem leichte Gepäckstücke, gesichert mit Spanngurten, transportiert werden können.

Fahrstil anpassen

Vor allem wenn die Straßen schneebedeckt oder glatt sind, sollte man das Tempo enorm drosseln und den Abstand zum Vordermann erhöhen. Das Auto reagiert nicht nur anders auf Lenkbewegungen, auch der Bremsweg verlängert sich um ein Vielfaches. Es empfiehlt sich außerdem, bei Schnee und Matsch schnellstmöglich einen höheren Gang als sonst gewohnt einzulegen. Durch das untertourige Fahren entsteht weniger Drehmoment an den Rädern, der Halt auf dem Untergrund wird damit erhöht, die Räder drehen nicht so schnell durch. Um das Durchdrehen außerdem zu vermeiden, sollte man vor allem beim Anfahren besonders behutsam vorgehen, indem man die Kupplung sehr langsam kommen lässt und nur leicht, wenn möglich im zweiten Gang, Gas gibt.

Sie dürfen im Auto beim Skiurlaub nicht fehlen: Schneeketten.

Ist die Straße spiegelglatt, empfiehlt sich nur eines: Nicht losfahren. Ist man schon unterwegs, stellt man sich am besten gut einsehbar an den Straßenrand und wartet, bis der Streudienst vorbei gekommen ist.

Vignette

Bevor man in den Skiurlaub fährt, sollte man sich über die Vignetten-Pflicht im entsprechenden Urlaubsland informieren. In der Schweiz und in Österreich beispielsweise gilt die Vignetten-Pflicht auf Bundesstraßen und Autobahnen. Die Vignette muss gut sichtbar an der Frontscheibe des Autos angebracht sein. Seit 2018 ist es auch möglich, eine digitale Vignette zu kaufen, die an Ihr Kennzeichen gebunden ist. Dieser „Aufkleber“ ist rund um die Uhr über die Webseite oder die App zu kaufen und erspart Anbringen und Abkratzen von der Windschutzscheibe.

 

Befolgen Autofahrer diese Tipps, steht sicherem Autofahren im Winter nichts mehr im Wege. Alternativ kann man natürlich auch ohne Auto in den Skiurlaub.

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