Schneespaß auch ohne Bretter: Alternative Wintersportarten (Teil I)

6. August 2013 - Nina Vogt

Schnee ist nicht nur zum Skifahren und Snowboarden da. Die weiße Pracht bietet so viele Möglichkeiten sich auszutoben – für Jung und Alt. Wir haben Sportarten zusammengetragen, die den Winterurlaub perfekt abrunden können:

 

Schneeschuhwandern

Der Gang ist etwas staksig und breitbeinig. Doch man gewöhnt sich schnell daran. Irgendwann stört die vergrößerte Sohle, die man unter den Füßen trägt, nicht mehr. Schließlich ist sie eine große Hilfe. Denn wo Wanderer sonst hüfttief in den Tiefschnee einsinken, sind die Spuren so nur wenige Zentimeter tief. Schneeschuhe werden seit Jahrhunderten genutzt, um sich im Tiefschnee fortzubewegen. Schon indigene Stämme in Amerika trugen diese Hilfsmittel. Heute sind sie zum Trendsportgerät geworden, sind nicht mehr aus Holz und Leder gefertigt, sondern aus Hartplastik. Beliebt sind Schneeschuhe vor allem, weil sie ein ursprüngliches Naturerlebnis ermöglichen. Schneeschuhwanderer gelangen in Regionen, die sie ohne die zusätzliche „Sohle“ nie erreicht hätten. Unberührte Regionen, fernab von Menschenmassen, Lärm und Hektik. Das schätzen auch unsere Trexperten Rosi Mittermaier und Christian Neureuther: „Wir genießen die Ruhe beim Schneeschuhwandern“, sagt Rosi Mittermaier. „Es ist ein perfekter Ausgleich zum alpinen Skisport – und zwar für Menschen jeder Altersklasse.“ In den meisten Wintersportorten können Gäste an geführten Wanderungen teilnehmen.

Rodeln, Snowtubing und Airboarding

Bereits seit Jahrhunderten werden Schlitten als Fortbewegungsmittel genutzt. In Skandinavien, im Alpenraum oder im Erzgebirge dienten sie in der Frühzeit etwa als Ziehschlitten für den Heu- oder auch Personentransport. Heute dienen sie vor allem der Unterhaltung. In den Skigebieten geht es auf Schlitten aller Art rasant die Berge hinunter. Auf Strecken, die extra dafür präpariert wurden. Die Sportgeräte, auf denen es bergab geht, sind weitaus vielfältiger als damals. Natürlich hat sich der traditionelle Rodel mit Holzkonstruktion und 2 Kufen gehalten. Doch an seine Seite sind schlichte Zipflbobs mit einem Handgriff getreten oder – beim Snowtubing – mit Luft gefüllte Reifen. Bobs kamen hinzu, also Kunststoffwannen mit Führungsleinen, und Airboards. Diese Luftkissen-Schlitten haben 2 Handgriffe an der Oberfläche, an denen sich der Sportler – auf dem Bauch liegend – festhält. Bis zu 100 km/h erreichen Sportler mit diesen Bodyboards auf gut präparierten Pisten. Ein Vergnügen, das schon lange nicht mehr nur die Kleinsten auf den Berg lockt.

 

Snowbiken

Es sieht aus wie ein Fahrrad. Doch dort, wo sich die Räder befinden sollten, haben zwei kurze Skier Platz gefunden. Unter den Füßen trägt der Fahrer zwei weitere Kurzskier – schon ist das Fahrrad zum Snowbike geworden. Genauer gesagt ist das Snowbike eine Weiterentwicklung des Skibobs. Und eine Möglichkeit auch für Nichtskifahrer, sich auf der Piste zu vergnügen. Zu erlernen ist das Snowbiken relativ schnell. Gelenkt wird wie beim Fahrrad mit dem Lenker, die Füße halten lediglich das Gleichgewicht. Sitzend geht es so den Berg hinunter. Das ist anfangs eine rutschige Angelegenheit, weil das Snowbike weder Bremsen hat noch scharfe Kanten an den Skiern. Doch das Bremsen – also das Querstellen des Snowbikes – ist nach einigen Übungen am flachen Hang schnell erlernt.

Schneemobil fahren

Es geht durch Hochwälder, durch Tiefschnee und über zugefrorene Seen – kaum ein Untergrund kann ein Schneemobil stoppen. Kein Wunder, dass es in polaren Gebieten als Arbeitsmaschine ebenso wie als Transportmittel beliebt ist. Doch mittlerweile wird das Schneemobil nicht mehr nur aus praktischen Gründen genutzt. Es dient genauso der Freizeitgestaltung. Und das nicht nur bei Touren durch die Natur Skandinaviens. Auch in anderen Wintersportgebieten düsen Gruppen auf Schneemobilen durch die Winterlandschaft. 30 bis 220 kW stark sind ihre Motoren. Ein ähnlicher Geschwindigkeits-Kick wie beim Motorradfahren – nur dass die breiten Kufen mehr Balance bieten. Und die Fahrer keinen speziellen Führerschein benötigen. Wer den Führerschein allerdings nach 2000 erworben hat, muss mit einem Guide fahren.

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