Gigantisch! Die 7 Weltwunder des Skisports

27. Juli 2023 - SnowTrex

Die klassischen Weltwunder der Antike waren gigantische Bauwerke. Sie waren so groß und einzigartig, dass ihre Erbauung durch Menschenhand eben wortwörtlich an ein Wunder grenzt. Allerdings gibt es nicht nur an diesen historischen Stätten, sondern auch in modernen Skigebieten einige unglaubliche Bauprojekte und beeindruckende Wahrzeichen auf und neben den Pisten. Grund genug also für SnowTrex, die 7 Weltwunder des Skisports zu küren.

Das Matterhorn ist einer der weltweit berühmtesten Berge und damit auch das Wahrzeichen der Schweiz.


1. Faszination Berg – Das Schweizer Matterhorn

Kaum ein Berg in Europa fasziniert so sehr wie das 4.478 m hohe Matterhorn. Das Wahrzeichen der Schweiz mit seinem markanten Gipfel prägt seine Umgebung und den Skiort Zermatt wie kein anderes. Denn egal, wo sich die Besucher hier aufhalten, ob im Tal oder direkt im Skigebiet, der Berg ist fast von überall zu sehen und wurde 2009 sogar in die engere Wahl der Weltnaturwunder aufgenommen. Damals rief die Stiftung „New 7 Wonders of Nature“ die Weltbevölkerung auf, Kandidaten für die 7 Weltwunder der Natur zu nominieren. Ein Expertengremium unter der Leitung des ehemaligen UNESCO-Direktors Federico Mayor wählte das Matterhorn unter die 28 Finalisten. Und auch wenn es der Monte Cervino, wie das Matterhorn in Italien genannt wird, schlussendlich nicht auf die offizielle Liste der 7 Weltnaturwunder geschafft hat, ist er für alle begeisterten Alpinisten zweifellos ein geologisches Wunder.

2. Eisige Unterkunft – Das Ice Hotel in Schweden

Die Mutter aller Iglu-Dörfer steht im schwedischen Jukkasjärvi. Das „Ice Hotel Jukkasjärvi“ wird seit 1989 jeden Winter von internationalen Eiskünstlern gebaut. In dem imposanten Gebäude ist alles aus Eis: die Eingangshalle mit dicken Säulen, die reich verzierten Hotelzimmer, die Betten und Möbel darin, die Eisbar mit Tischen, Stühlen und sogar den Gläsern, aus denen die dick eingepackten Gäste ihre Drinks nehmen. Geschlafen wird dann am Ende bei minus 5 Grad auf Tierfellen.

Eine außergewöhnliche Art-Suite des Ice Hotels in Schweden.

3. Ziemlich heiß – Saunieren in der Gondel

Im Skigebiet Ylläs im finnischen Lappland bringt eine ganz besondere Gondel die Skifahrer auf den Berg. Die erste und einzige Saunagondel der Welt ist mit Holz verkleidet und verfügt über getönte Scheiben und einen Aufgusskessel im Inneren. Bis zu vier Personen können während der Auffahrt saunieren. Nach 15 Minuten erreichen die Schwitzenden die Bergstation, wo im Café Gondel“ Duschen und Umkleiden zur Verfügung stehen. Die ungewöhnliche Gondel wurde bereits 2008 installiert. In den Alpen ist dieser wohltuende Trend leider noch nicht angekommen.

Im Skigebiet Ylläs in Finnland wird die Auffahrt zum Gipfel in einer Saunagondel garantiert zum Erlebnis.

4. Superlative am Seil – Die größte Gondel der Welt

Der „Vanoise Express“ in den französischen Alpen ist die größte Doppelstockseilbahn der Welt. In den beiden Gondeln finden unglaubliche 200 Personen mit Skiern, Stöcken und Gepäck Platz – und das auf zwei Etagen. Für die 1.824 m lange Strecke benötigen die beiden Kabinen mit der Zugkraft eines TGV-Zuges gerade einmal vier Minuten. Damit ist sie nicht nur eine der größten, sondern mit 45 km/h „Höchstgeschwindigkeit“ auch eine der weltweit schnellsten Seilbahnen. Außergewöhnlich ist auch die Konstruktion des „Vanoise Express“: So gibt es keine klassische Tal- und Bergstation. Denn Start und Ziel befinden sich in PlanPeisey (1.612 m) sowie in Montchavin (1.548 m) und damit fast auf gleicher Höhe. Beeindruckend ist auch, dass die stählernen Trag- und Zugseile auf der gesamten Länge von La Plagne bis nach Les Arcs ohne Stützpfeiler auskommt.

Der „Vanoise Express“ in den französischen Alpen ist die größte und schnellste doppelstöckige Seilbahn der Welt.

5. Wüste, Kamele, Skifahren – Die Skihalle in Dubai

Skifahren mitten in der Wüste, mit Kamelen in der Nähe und bei 50 Grad Außentemperatur? In Dubai ist das möglich! „Ski Dubai“, eine der größten Indoor-Skianlagen der Welt, verfügt über rund 6.000 t Kunstschnee und zahlreiche Attraktionen. Die im Jahr 2005 errichtete Anlage setzte damals Maßstäbe beim -Skihallen-Bau. Fünf Pisten mit einer Gesamtfläche von 22.500 m² bieten Pistenspaß in allen Schwierigkeitsgraden. Ein 4er-Sessellift bringt die Skifahrer auf die Pisten, die von echten Bäumen gesäumt und mit dickem Kunstschnee bedeckt sind.

Wie sieht es in einer der weltweit größten Skihallen aus, die mitten in der Wüste steht? Diese Frage beantwortet das folgende Video:

Im Funpark können sich Freestyler austoben und bei Snowrobics wird die Ski-Fitness trainiert. Abseits der Pisten können Kinder in großen Plastikbällen den Hang hinuntersausen, mit Schlitten eine Rodelbahn bezwingen, im 3.000 m² großen Snowpark mit Schneehöhle spielen oder natürlich in der Skischule lernen. Das Highlight von Ski Dubai sind echte Pinguine, die zu bestimmten Zeiten durch die Halle watscheln. Kinder dürfen sie anfassen und Eltern gemeinsame Fotos machen. Außerdem können Besucher eine 10- bis 15-minütige Schwimmsession mit den Pinguinen buchen. Solange der „Skidome“ im dänischen Randers nur auf den Papieren der Bauzeichner existiert, bleibt das Schneeparadies in der Wüste unser Skihallen-Wunder.

6. Pisten-Biest – Die größte Pistenraupe der Welt

Das Modell „BEAST“ des Südtiroler Herstellers Prinoth AG ist das größte und leistungsstärkste Pistengerät der Welt. Mit einer Länge von fast 10 m, einer Höhe von über 3 m und einer Arbeitsbreite von mehr als 7 m setzt es im Vergleich zu anderen Pistenraupen echte Maßstäbe. Mit unglaublichen 527 PS schiebt das 11,5 Tonnen schwere Ungetüm die Schneemassen mit einem 6 m breiten Frontschild vor sich her und schafft es mit einer Auflagefläche von 17,5 m², jede noch so breite Piste in kürzester Zeit zu präparieren.

Das „BEAST“ von einem Hersteller aus Südtirol ist mit einem Gewicht von 11,5 Tonnen eine der weltweit größten Pistenraupen.

7. Freestyle ohne Ende – Die längste Halfpipe der Welt

Im Snowpark „No Name“ in Laax steht seit dem Jahr 2015 die längste Halfpipe der Welt. Die „Superpipe“ mit ihrem perfekten Halbrund ist 200 m lang und 6,90 m hoch und hat damit über olympische Dimensionen. Deshalb wird die Monster-Röhre auch als nationales Trainingszentrum des Verbandes Swiss-Ski für Ski- und Snowboard-Freestyler genutzt. Kein Wunder also, dass auch beim grössten Snowboard-Event Europas, den „Laax Open“, die Superstars der Szene im Schweizer Skiort zu Gast sind und Jahr für Jahr ihre spektakulären Freestyle-Kunststücke auf der gigantischen Schneekonstruktion zeigen.

Halfpipes wie diese gibt es mittlerweile in einigen Skigebieten, die längste ihrer Art, die „Superpipe“, kann jedoch nur im schweizerischen Laax befahren werden.

FAQ zu den Weltwundern des Skisports

Was sind die 7 Weltwunder Natur?

Im Jahr 2009 rief die Stiftung „New 7 Wonders of Nature“ Menschen auf der ganzen Welt dazu auf, ihre Favoriten für die 7 Weltwunder der Natur zu nominieren. Unter den 28 Finalisten war zunächst auch das Matterhorn. Eine Expertenkommission unter der Leitung des ehemaligen UNESCO-Direktors Federico Mayor wählte schliesslich folgende 7 Weltnaturwunder aus: den Amazonas-Regenwald und die Iguazu-Wasserfälle in Südamerika, den Komodo-Nationalpark in Indonesien, die Halong-Bucht in Vietnam, den Tafelberg in Südafrika, den Puerto-Princesa-Nationalpark auf den Philippinen und die Vulkaninsel Jejudo in Südkorea.

Wo befindet sich die größte Halfpipe der Welt?

Die „Superpipe“ im Skigebiet von Laax (Schweiz) gilt seit dem Jahr 2015 als längste und damit größte Halfpipe der Welt. Mit einer Länge von 200 m und einer Höhe von 6,90 m hat das Schneemonster olympische Ausmaße und wird regelmäßig von den besten Athleten der Szene als Trainings- und Wettkampfstätte genutzt.

Wie viele Wintersportler passen in die weltweit größte Gondel?

200 Personen auf zwei Etagen. Das ist das Fassungsvermögen jeder der beiden Kabinen des „Vanoise Express“. Damit sind sie die größten Gondeln der Welt. Seit 2004 verkehren die Doppeldecker auf einer 1.824 m langen Strecke zwischen den beiden französischen Skigebieten La Plagne und Les Arcs. Mit einer „Höchstgeschwindigkeit“ von 45 km/h benötigt die Bahn hier nur 4 Minuten Fahrzeit.

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