Vorbereitung für den Skiurlaub: Packliste & Co

11. Oktober 2018 - SnowTrex

Der Skiurlaub ist endlich gebucht, die Vorfreude steigt, der Stress-Pegel aber auch. Eine gute Vorbereitung von der Packliste bis zum Versicherungsschutz-Check kann da Abhilfe leisten. SnowTrex gibt hilfreiche Ratschläge für die Reisevorbereitung.


Koffer packen

Bei der Vorbereitung einer Reise gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren, um an alles zu denken: Dicke Winterkleidung, viele zusätzliche Utensilien und natürlich die Skiausrüstung. Wer in den Winterurlaub fährt, der hat viel Gepäck dabei. Gerade Eltern müssen an so viele Dinge denken, da verliert man schnell den Überblick. SnowTrex hat für diese Lage eine hilfreiche Packliste für Wintersportler erstellt. Die wichtigsten Dinge im Überblick:

Dokumente

  • Reiseunterlagen und Voucher
  • EC- bzw. Kreditkarte
  • Bargeld (ggf. in Landeswährung)
  • Personalausweis
  • Unterlagen der Auslandskrankenversicherung

Bekleidung

  • Ski-/Snowboardjacke
  • Ski-/Snowboardhose
  • Mütze
  • Stirnband
  • Skisocken
  • Schneebrille
  • Sonnenbrille
  • Skihandschuhe
  • Schal
  • ggf. Skimaske
  • Fleecepullover/-jacke
  • Skihemd aus atmungsaktivem Material
  • Lange Unterwäsche

Auf der Piste

  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor
  • Lippenpflegestift mit Lichtschutzfaktor
  • Taschentücher
  • Handy
  • Erste-Hilfe-Set
  • Kleiner Rucksack

Die vollständige Packliste zum Ausdrucken und Abhaken hilft dabei, strukturiert zu packen und nichts zu vergessen.

Packlisten-Apps

Eine sinnvolle Unterstützung beim Gepäck-Organisieren können Packlisten auf dem Smartphone sein. Apps wie „TripList“ „KofferPacken“ oder „Pack the Bag“ besitzen viele Features wie To-do-Listen, die über den Bildschirm abgehakt werden, Gepäckkategorien und Erinnerungsfunktionen. Der Vorteil von digitalen Packlisten ist die ständige Verfügbarkeit und eine gewisse Eigendynamik: Man erstellt sie einmal, kann sie speichern und später editieren. Das Smartphone denkt derweil für einen mit und erledigt die oben genannten Tipps und Tricks im Prinzip von allein. Es gibt vorgefertigte Listen, die manuell bearbeitet werden können, sowie die Unterteilung in Zielgruppen wie Familien, Paare oder Geschäftsreisende.

Bei den meisten Apps muss man die persönliche Liste nach wie vor selbst schreiben bzw. bearbeiten, und wenn man eine Pro-Version nutzen möchte, kostet es extra oder man muss ständig Werbeeinblendungen ertragen. Allerdings ist so ein Listen-Assistent für das Strukturieren einer individuellen Liste schon sehr nützlich. Die App schlägt die Artikel vor, die anhand der angegebenen Daten wie Reiseziel, Temperatur etc. passen könnten, gruppiert Artikel in Kategorien und erinnert daran, vor der Abreise das Fenster zu schließen oder den Herd auszuschalten. Mit einer App muss man kaum mehr an etwas denken. Gesundes Gehirnjogging sieht zwar anders aus, aber viele Reisende sind mit einer Pack-App sicherlich gut beraten.

Ausrüstung checken

Wer eigene Skier oder ein Snowboard besitzt, der sollte zuallererst sein Material gründlich checken. Wie schaut der Belag aus? Sind die Kanten noch blank oder schon angerostet? Wie sieht der Kunststoff aus? Ist das Material in Ordnung, übernimmt den Feinschliff mit Wachsen und Schärfen der professionelle Skiservice. Wichtig ist aber auch die richtige Bindungs-Einstellung. Nur eine korrekt eingestellte Bindung löst auch im richtigen Moment aus. Die Bindung mit korrektem Z-Wert stellt der Fachmann in wenigen Sekunden ein. Eltern sollten die Ausrüstung und Kleidung ihrer Kinder überprüfen. Sind die Skier noch lang genug? Passen Skischuhe und Schneestiefel noch? Ist die Kleidung auch nicht zu klein geworden?

Gepflegtes Material macht Wintersportlern lange Freude.

Versicherung checken

Im Skiurlaub können wie auf jeder Reise unerfreuliche Zwischenfälle passieren, etwa ein Unfall, Krankheit oder Diebstahl. Daher ist es sinnvoll, sich entsprechend abzusichern. Es gibt verschiedene Versicherungen, die Urlauber direkt bei der Buchung abschließen können oder bei Anbietern wie dem Deutschen Skiverband (DSV) oder dem ADAC. Es empfiehlt sich, die Versicherungen direkt mit der Reise zu buchen, das spart Geld und man kann diesen Punkt von seiner ToDo-Liste streichen. Wichtig ist es, beim Abschluss genau auf die eingeschlossenen Leistungen sowie eine ausreichend hohe Deckungssumme zu achten. Auch Dopplungen sind zu vermeiden.

Wichtige Versicherungen

  • Reiserücktrittsversicherung: Sie übernimmt Stornierungskosten bei kurzfristiger Absage, zum Beispiel im Krankheitsfall
  • Reiseabbruchversicherung: Sie deckt Kosten ab, die bei Reiseabbruch entstehen, z. B. die frühzeitige Abreise aus dem Urlaubsort
  • Auslandskrankenversicherung: Akute Behandlungen sind hiermit abgedeckt
  • Private Unfallversicherung: Sie zahlt bei dauerhafter Invalidität nach einem Unfall
  • Autoschutzbrief: Dieser übernimmt die Kosten bei einer Autopanne, bei Unfällen, Diebstahl oder den Rücktransport, wenn das Auto liegen bleibt
  • Reisegepäckversicherung
  • Skibruchversicherung
  • Ski- und Snowboardversicherung

Mehr zum Thema Versicherungsschutz im Skiurlaub.

Für den Notfall

Es kann nie schaden, wenn man als Wintersportler einige wichtige Utensilien für den Notfall dabei hat. Die Rufnummern der Bergrettung zum Beispiel sollten im Handy gespeichert werden. Für Europa ist das die bekannte 112. Darüber hinaus hat jedes Land auch seinen eigenen Notruf.

Elementar wichtig im Skiurlaub ist die Sonnencreme. Diese sollte mindestens einen Lichtschutzfaktor 20 (bei Kindern 30 oder 50) haben sowie einen hohen Fettgehalt, um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Es empfiehlt sich außerdem, eine kleine Reiseapotheke dabei zu haben. Für den Alltagsgebrauch sind die klassischen Erkältungs-Helferlein wichtig, etwa Nasenspray, Hustensaft und Halstabletten. Auch ein Fieberthermometer, Kopfschmerztabletten, Medikamente gegen Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall und Verstopfung können ein Segen sein. Für Kinder sind Zäpfchen gegen Fieber und Schmerzen sowie Ohrentropfen sinnvoll. Weiterhin ratsam sind Blasenpflaster, Verbandsmaterial, Wund- und Heilsalbe und Desinfektionslösung.

Auto checken

Wer mit dem eigenen PKW in den Urlaub reist, der sollte sein Gefährt unbedingt auf Wintertauglichkeit prüfen lassen. Winterreifen sind in den verschneiten Bergen ein Muss. Das Kühlwasser für die Scheibenwischanlage muss Frostschutz enthalten und ein Satz Schneeketten sollten im Kofferraum parat liegen. Pflicht im Auto sind ein Warndreieck, zwei Warnwesten und der Erste-Hilfe-Kasten. Hilfreich im Winter sind auch Eiskratzer, Besen, Enteiser-Spray und eine leuchtstarke Taschenlampe. Die Montage der Schneeketten sollten Autofahrer vor der Abreise einmal ausprobieren. Außerdem gehören Starthilfekabel und Abschleppseil zum voll ausgestatteten Auto. Details zum Autofahren im Winter stellt SnowTrex ebenfalls bereit.

Ein Handfeger hilft beim Säubern der Scheiben.

Auto richtig beladen

Beim Beladen des Autos gibt es folgende Grundregeln zu beachten: Generell sollten die schwersten Gepäckstücke immer nach unten kommen, möglichst direkt hinter die Sitzlehne. Das Gepäck nicht höher als bis zur Oberkante der Rücksitzlehne stapeln. Werden die Skier im Wageninneren untergebracht, müssen sie gut fixiert werden. Idealerweise werden sie an einem Skiträger oder in einer Dachbox transportiert. Bei der Auswahl sollten sich Autobesitzer gut beraten lassen, denn nicht jede Box passt zu jedem Modell. Auch in der Box dürfen die Skier nicht frei herumrutschen.

Skier werden am besten auf dem Autodach transportiert.

Gerade mit Kindern sollte man für einen längeren Stau gut gerüstet sein. Zur Unterhaltung empfehlen sich Kartenspiele, Malbücher, Hörspiele und andere Beschäftigungs-Möglichkeiten. Für den eher seltenen Fall, dass es einmal so lange dauert, dass es ungemütlich wird, sollten ein 5-Liter-Reservekanister mit Benzin, ausreichend Decken, warme Getränke und ein voll aufgeladenes Smartphone mit an Bord sein.

Wo besteht Mautpflicht?

Einige Winterreiseziele in den Alpen und anderen Regionen sind nur über mautpflichtige Straßen erreichbar. Für die Weiterfahrt auf Autobahn-Abschnitten und Schnellstraßen ist eine Gebühr fällig. In Österreich, der Schweiz, Tschechien und in der Slowakei wird im Vorfeld eine Vignette gekauft, die an die Windschutzscheibe geklebt wird. In Frankreich, Spanien, Italien und Polen werden die Gebühren direkt an den Mautstationen erhoben. SnowTrex kennt die Details zu Maut in Alpenländern.

Sind das Skimaterial und der PKW gecheckt, ist die Packliste abgehakt und alles sicher im Auto verstaut, kann es losgehen. SnowTrex wünscht eine gute Reise!

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