Saisonfinale in den Skigebieten: Skifahren im April

29. März 2019 - SnowTrex

Lange Tage, milde Temperaturen, viel Sonne – in den Alpen herrscht Frühling. Und der hat herrliche Sonnentage am Berg, butterweiche Firn-Abfahrten und viel Partyspaß im Gepäck. Entsprechend ist in den Skigebieten im April noch mächtig was los.

Weiße Wunderwelt in Val Thorens – bis tief in den Frühling!

Sonnenskilauf in Frankreich

Der ideale Spot für das Skifahren im Frühling ist die höchste Skistation Europas: Val Thorens liegt auf 2.300 m und ist umringt von den weitläufigen Hängen der riesigen 3 Vallées. Dank der Pisten auf bis zu 3.230 m ist das Skigebiet äußerst schneesicher. In den letzten Wochen vor dem offiziellen Saisonende ist auf und neben der Piste noch einiges los. Der Saisonausklang wird traditionell mit den „Apotheose Days“ zelebriert. Diese „göttlichen Skitage“ bieten an drei Tagen jede Menge sportliche Aktivitäten, Live-Musik, Kinderunterhaltung und Straßenkunst. Ende April findet außerdem die „Dutch Week“ mit Konzerten, Skitests und Après-Ski-Partys. Mit diesen und mehr Event-Highlights macht Val Thorens seinem Ruf als Event-Zentrum mit vielseitigem Freizeitprogramm ein ums andere Mal alle Ehre.

Die Skiregion „Paradiski“ umfasst die Wintersportgebiete La Plagne und Les Arcs/Peisey-Vallandry und damit gleich zwei Gletscher. Optimale Voraussetzungen für das Skifahren im späten Frühling, denn auf den zahllosen und abwechslungsreichen Gletscherpisten bis über 3.200 m bleiben keine Wünsche offen.

Nur etwa 100 km von der Côte d’Azur entfernt und trotzdem im April schneesicher: das Skigebiet Alpe d’Huez. Am Gipfel des Pic Blanc in 3.330 m Höhe erfreuen sich vor allem erfahrene Wintersportler an den schwarzen Pisten wie beispielsweise die 16 km lange „Sarenne“. Weiteres Plus: Das Skigebiet liegt auf der Südseite des „Massif de Grandes Rousse“, sodass besonders im April viele Sonnenstunden sicher sind.

Ebenfalls in schneesicherer Höhe in den französischen Nordalpen liegt die Skistation von Tignes. Unterhalb des Grande Motte (3.656 m) ist das Gletscherskifahren im April eine Wonne. Das Saisonende ist zwar immer Ende April/Anfang Mai, aber kurze Zeit später startet schon der Sommerbetrieb! Dann sind oben am Gletscher um die 20 Pistenkilometer und meistens auch der Snowpark geöffnet.

Sonnenterrasse in Tignes.

Mit einer Höhe von knapp 3.600 m ist das Skigebiet Les 2 Alpes eines der höchstgelegenen der Welt. Am Mont-de-Lans Gletscher herrschen daher auch im April hervorragende Pistenverhältnisse. Danach ist aber keinesfalls Schluss mit ausgiebigem Skivergnügen, denn im Sommer hat das Gletscherskigebiet weiterhin geöffnet.

Außerdem als schneesicher geltendes Skigebiet ist in Frankreich: Das Skigebiet Chamrousse. Am westlichen Alpenrand gelegen genießt die Region dank seiner geografischen Lage häufigen Schneefall. Skifahrer erwarten insgesamt 90 Pistenkilometer auf bis zu 2.250 m Höhe.

Neben den genannten Skigebieten lässt es sich im April auch noch in Val Cenis, Valfréjus, ValmeinierLa Joue du Loup, Chamonix-Mont Blanc und natürlich in der Skiregion Les Sybelles rund um Saint Sorlin wunderbar Ski fahren.

Sonnenskilauf in Österreich

Die großen Gletscher in Österreich mit Pisten auf teilweise über 3.000 m Höhe bieten Skigenuss bis weit in den Frühling hinein. Allein in Tirol locken fünf Gletscherskigebiete mit vielen Pistenkilometern zum Sonnenskilauf, die da wären: Stubaier, Kaunertaler, Pitztaler und Hintertuxer Gletscher sowie Rettenbach- und Tiefenbachgletscher in Sölden.

Die Bergstation der Wildspitzbahn am Pitztaler Gletscher.

Am Pitztaler Gletscher liegt das Skigebiet am höchsten Gletscher Tirols, wo der Wintersport bis auf 3.440 m Höhe stattfindet. Hier oben lohnt sich ein Besuch im faszinierenden Café 3.440 m, der Höhen-Konditorei mit speziell für diese Sphären konzipierten Kaffeemaschinen und Zapfanlagen.

Sogar das ganze Jahr über geöffnet hat der Hintertuxer Gletscher. Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet reicht bis auf 3.250 m und ist 365 Tage im Jahr geöffnet, wenn auch mit unterschiedlicher Pistenlänge. Insgesamt 60 Pistenkilometer und 20 Lifte gibt es hier oben, die bei guter Schneelage bis in den Mai hinein komplett betrieben werden können. Über den Sommer werden diese dann auf 22 km Abfahrt und 10 Lifte reduziert.

Hintertux ist ein Garant für Wintersport und Unterhaltung im April. Zum Frühlingsskilauf lädt der Gletscher gleich zu mehreren Events ein. Zu nennen sind beispielsweise die „Kölsche Woche“ mit Live-Konzerten, Frühshoppen und Fun-Rennen. Praktisch nahtlos geht es mit den „Flower Pow(d)er Wochen“ weiter, bei denen Workshops, Skitests, Early-Bird-Skiing, Pistenbully fahren und Yoga-Brunch angeboten werden.

Die Olperer-Lifte am Hintertuxer Gletscher mit Blick auf die Gefrorene Wand.

Drei Dreitausender-Gipfel, zwei Gletscherskigebiete und ein Ort: Sölden. Sonne und Schnee bis in den späten Frühling können Wintersportler hier wunderbar genießen. Die auf bis zu 3.340 m Höhe liegenden Skigebiete Rettenbach und Tiefenbach überzeugen mit wunderbaren Pistenverhältnissen im April.

Auf dem höchsten Berg der Steiermark, dem Dachsteingletscher, erwartet Wintersportler bis Ende April ein breites Angebot. Neben Skifahren und Snowboarden sind ebenfalls Skitouren, Langlaufen und Freeriden im Gletscherskigebiet Schladming-Dachstein möglich.

Das einzige Gletscher-Skigebiet im Salzburger Land ist das Skigebiet am Kitzsteinhorn bei Zell am See-Kaprun. Modernste Liftanlagen bringen Wintersportler von Oktober bis Mai in das Naturschnee-Paradies. Die meisten Pisten erstrecken sich auf einer Höhe zwischen 3.059 m und 2.000 m, wie beispielsweise die berühmt berüchtigte Piste „Black Mamba“ mit bis zu 63% Gefälle.

Ebenfalls durch ein Alleinstellungsmerkmal sticht das Skigebiet Mölltaler Gletscher hervor, denn es ist Kärntens einziges Ganzjahres-Skigebiet. Aber das reicht noch nicht: Insgesamt 330 Skitage machen den Mölltaler Gletscher zum schneesichersten Skigebiet Europas. Reichlichem Schneefall und zuverlässigen Beschneiungsanlagen sei Dank.

Abgesehen von den Gletscherskigebieten lohnt sich in Österreich durchaus aber auch noch ein Frühjahrs-Skiurlaub zum Beispiel im gesamten Zillertal, im Brixental, rund um Saalbach, um Ischgl oder um Kitzbühel.

Sonnenskilauf in Italien

In den Dolomiten haben viele Skigebiete bis in den April hinein geöffnet. Der Kronplatz, Obereggen und die Drei Zinnen sind beispielsweise bis Mitte April in Betrieb, im Eisacktal und Tauferer Arnthal laufen die Lifte teilweise bis Ende April. Wer in Sachen Schneesicherheit auf Nummer sicher gehen will, dem empfehlen sich der Schnalstaler Gletscher oder das Ortlergebiet bei Sulden, die in der Regel bis in den Mai durchgehend geöffnet sind.

Sonnige Abfahrt im Skigebiet Sulden am Ortler.

Sonnenskilauf in der Schweiz

Zwei Skigebiete in der Schweiz, die sich fürs Skifahren im April besonders anbieten, sind zum Beispiel das Skigebiet Engelberg-Titlis und das Skigebiet Saas-Fee. In Engelberg-Titlis fährt man auf bis zu 3.020 m Höhe. Außerdem erwartet Wintersportler in dem Skigebiet die weltweit erste Drehseilbahn: Die „Titlis Rotair“-Kabine dreht sich um 360 Grad während der Fahrzeit.

In Saas-Fee dürfen sich Wintersportler über ein Gletscherskigebiet mit rund 100 Pistenkilometern freuen. Hoch geht’s mit dem „Metro Alpin“, der höchsten unterirdischen Standseilbahn weltweit. Das Saastal ist gerade im Frühjahr für reichlich Schneefall bekannt, so wartet nicht nur in Saas-Fee, sondern auch in Saas-Grund und Saas-Almagell pures Pistenvergnügen im April auf Fans des Sonnenskilaufs.

Traumhaftes Wetter im Saastal.

In welchem der Frühlings-Skigebiete man Sonne und Schnee genießt, kann sich jeder selbst aussuchen. Ausreichend Schnee, tolle Pisten und sagenhafte Panoramen bieten sie letztlich alle. Und wer im Frühjahr immernoch nicht genug vom Wintersport hat, der sollte sich einmal die Skigebiete ansehen, wo Skifahren auch im Sommer möglich ist.

 

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