Mit dem Auto in die Berge: Maut und Vignetten für die Anfahrt ins Skigebiet 2026

4. August 2026 - SnowTrex

Nach wie vor planen die meisten Winterurlauber ihre Anreise ins Skigebiet mit dem eigenen Auto. Dabei gibt es oft Unsicherheiten bezüglich der Mautkosten bei der Alpenüberquerung: Muss ich auf dem Weg in den Skiurlaub im Jahr 2026 Maut bezahlen? Und wenn ja, kann ich das im Voraus regeln, damit ich unterwegs keinen Stress habe? SnowTrex kennt sich aus mit Mautgebühren und erklärt, wo Wintersportler bei der Anfahrt ins Skigebiet auf der Autobahn, auf Passstraßen oder vor Alpentunneln zahlen müssen.

Vignetten in der Windschutzscheibe sind für viele Autofahrer, die Maut bezahlt haben, die gut sichtbaren „Eintrittskarten“ für kostenpflichtige Autobahnen und Schnellstraßen.

Wie viel Autobahnmaut müssen Autofahrer in Europa zahlen?

LandAutobahn-MautKosten
ÖsterreichJa12,80 Euro (10-Tages-Vignette für Autos)
ItalienJa0,09 Euro (pro Kilometer mit dem Auto)
FrankreichTeilweise0,10 Euro (pro Kilometer mit dem Auto)
SchweizJa44,50 Euro (Jahresvignette)
DeutschlandNein15,1 bis 51,6 Cent (pro Kilometer für Lastwagen über 3,5 t)
TschechienJa12,16 Euro (elektronische 10-Tages-Vignette für Autos)
SlowenienJa16,00 Euro (elektronische 7-Tages-Vignette für Autos)

Was sind Mautgebühren?

  • Mautgebühren sind Gebühren für die Nutzung von Straßen, Autobahnen, Brücken sowie Tunneln und sind hauptsächlich bei Autofahrten ins Ausland relevant.
  • Es wird unterschieden zwischen einer zeitabhängigen Vignettenmaut und einer streckenabhängigen Maut, die je nach Nutzungsdauer oder gefahrenen Kilometern erhoben wird.
  • Mautsysteme dienen der Finanzierung und dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, der Reduzierung des Verkehrsaufkommens und der Erzielung staatlicher Einnahmen.

Mautgebühren, auch Straßenbenutzungsgebühren genannt, sind gebietsbezogene Abgaben für die Nutzung von Verkehrsbauwerken wie Straßen, Brücken, Landstraßen, Autobahnen und Tunneln. In Deutschland fallen Mautgebühren nur selten an. Bei Reisen ins Ausland sollten Urlauber jedoch darauf achten, welche Gebühren in welchem Land auf sie zukommen.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Mautgebühren: die zeitabhängige Zugangsmaut und die nutzungsabhängige Streckenmaut. Bei der erstgenannten Mautart erhält der Autofahrer eine Zugangsberechtigung für die Nutzung bestimmter Verkehrseinrichtungen, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung. Der Zugang zu den Verkehrsbauwerken ist in der Regel zeitlich begrenzt und wird meist über eine Autobahnvignette, wie in Österreich, erhoben. Bei der nutzungsabhängigen Maut wird abhängig von der tatsächlichen Nutzung größtenteils an einer Mautstelle gezahlt. Die Maut ist hier überwiegend räumlich definiert, also etwa nach zurückgelegter Strecke oder nach befahrenen Streckenabschnitten. Diese Art der Maut ist vielen Urlaubern von französischen Autobahnen bekannt.

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Mit der Erhebung von Mautgebühren verfolgen die Länder unterschiedliche Ziele. Unter anderem dienen die Gebühren der Finanzierung bestehender oder zukünftiger Straßeninfrastruktur, der Entlastung der Umwelt durch eine erhoffte Reduzierung des motorisierten Verkehrs und der Generierung zusätzlicher Einnahmen für die öffentlichen Haushalte.

Maut in Österreich

  • Für Fahrten auf österreichischen Autobahnen ist eine Vignette Pflicht, die zum Kleben an die Windschutzscheibe oder als digitale Vignette mit einer Gültigkeit von 10 Tagen, 2 Monaten oder 1 Jahr erhältlich ist.
  • Die digitale Vignette muss spätestens 18 Tage vor Reiseantritt erworben werden und die Preise liegen 2026 je nach Laufzeit zwischen 12,80 Euro und 106,80 Euro.
  • Zusätzlich zur Vignettenpflicht fallen auf einigen Sonderstrecken wie dem Arlbergtunnel oder der Brennerautobahn separate Mautgebühren an.

Österreich zählt zu den beliebtesten Wintersportdestinationen Europas. Wer mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen in die Alpenrepublik reist, sollte allerdings die Vignettenpflicht auf den Autobahnen beachten. Es gibt verschiedene Gültigkeitszeiträume: zehn Tage, zwei Monate und ein Jahr. Die Österreicher nennen die Vignette „Pickerl“. Sie kann auf zwei Arten erworben werden. Die klassische Variante ist ein Aufkleber, der von innen sichtbar an der Windschutzscheibe des Autos angebracht wird. Eine andere, relativ neue Variante ist die elektronische Vignette. Genauso wie die klassische Vignette muss auch die digitale Variante vorab gekauft werden. Autofahrer sollten jedoch beachten, dass die Gültigkeit der elektronischen Vignette frühestens 18 Tage nach der Buchung beginnt. Grund dafür ist die österreichische Gesetzgebung. Sie sollten deshalb sowohl die Vignette als auch den Skiurlaub in Österreich am besten frühzeitig buchen.

Für beide Vignettenvarianten gilt der gleiche Preis: Die Jahresvignette für Kraftfahrzeuge bis 3,5 t kostet im Jahr 2026 106,80 Euro. Wer sich für die 10-Tages-Vignette entscheidet, muss mit einem Preis von 12,80 Euro rechnen. Die Vignette für zwei Monate kostet dagegen 32,00 Euro. Die Vignettentarife werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen jährlich an den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) angepasst, was zu einer regelmäßigen Preissteigerung von rund 2 Prozent führt.

Wichtig zu wissen für die Autofahrt nach Österreich ist außerdem, dass es neben den vignettenpflichtigen Strecken, die übrigens direkt hinter der Grenze beginnen, auch mautpflichtige Sonderstrecken gibt. Dazu zählen etwa der Arlbergtunnel (13 Euro für eine einfache Durchfahrt mit dem Auto) oder die Brennerautobahn (12,50 Euro für die komplette Strecke mit dem Auto). Hier muss die Maut auf dem Weg zum Skifahren gesondert bezahlt oder es muss auf eine mautfreie Strecke ausgewichen werden.

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Maut in Italien

  • In Italien wird eine streckenabhängige Maut erhoben, die an Mautstationen nach den tatsächlich gefahrenen Kilometern bezahlt wird.
  • Die Autobahnmaut beträgt im Jahr 2026 maximal etwa 9 Cent pro Kilometer und kann bar, per Karte oder mit dem elektronischen Telepass beglichen werden.
  • Für einige Alpen-Transitstrecken, wie die Timmelsjoch-Hochalpenstraße oder den Fréjus-Straßentunnel, fallen zusätzlich separate Mautgebühren an.

Während es in Österreich und der Schweiz zeitabhängige Vignetten gibt, hat Italien ein streckenabhängiges Mautsystem. Hier kommt es also darauf an, welche Strecke die Winterurlauber mit dem Auto zurücklegen. Die Autobahnmaut richtet sich nach den tatsächlich gefahrenen Kilometern. Autofahrer müssen also keine Vignette oder Ähnliches im Voraus kaufen. Stattdessen sind die italienischen Autobahnen mit Mautstationen ausgestattet. An diesen ziehen die Fahrer ein Ticket, das sie an der Station bezahlen, an der sie die Autobahn wieder verlassen. Die Mautstellen sind nicht zu übersehen, da es keine Möglichkeit gibt, an ihnen vorbeizufahren.

Der „Passo dello Stelvio“ ist eine der schönsten und spektakulärsten Passstraßen in den Alpen. Maut müssen Autofahrer hier in der Öffnungszeit zwischen Anfang Mai und Ende November nicht zahlen.

Was die Kosten betrifft, müssen Autofahrer im Jahr 2026 mit bis zu 9 Cent pro Kilometer rechnen. Um die genaue Maut für eine Fahrt durch Italien während einer Skireise zu ermitteln, kann ein Mautrechner im Internet genutzt werden. An den Mautstationen sind Barzahlung, Kartenzahlung oder Zahlung per Telepass möglich. Letzteres ist eine elektronische Mautbox im Fahrzeug. Sie lohnt sich nicht nur für Vielfahrer in Italien, sondern ist auch als Kurzzeitvariante erhältlich. Telepass-Nutzer können zudem Staus an den manuellen Zahlungsspuren der Mautstationen umgehen. Für sie wurden spezielle Fahrspuren eingerichtet.

Auf anderen wichtigen Transitstrecken in den italienischen Alpen müssen Autofahrer dann noch separate Mautgebühren zahlen. So kostet eine Fahrt über die Timmelsjoch-Hochalpenstraße zwischen dem Passeiertal in Italien und dem Ötztal in Österreich mit dem Pkw 20,00 Euro (hin und zurück 28,00 Euro). Gleiches gilt für den Fréjus-Straßentunnel zwischen Bardonecchia (Italien) und Modane (Frankreich). Eine Hin- und Rückfahrt mit dem Auto durch einen der längsten Alpentunnel kostet 70,40 Euro!

Autos und Lkw, die durch den Fréjus-Tunnel von Italien nach Frankreich und umgekehrt fahren möchten, müssen Maut bezahlen.

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Maut in Frankreich

  • In Frankreich wird die Maut an Mautstationen streckenabhängig erhoben. Im Durchschnitt zahlen Autofahrer etwa 10 Cent pro Autobahnkilometer.
  • Die Bezahlung ist bar, per Karte oder mit einer Telepéage-Mautbox wie Liber-t oder TIS-PL möglich. Letztere ermöglicht eine schnellere Durchfahrt.
  • Durch die Nutzung mautfreier Alternativrouten können Kosten gespart werden, während für Alpentunnel wie den Mont-Blanc-Tunnel zusätzliche, teils hohe Mautgebühren anfallen.

Ähnlich wie in Italien gibt es auch in Frankreich ein streckenbezogenes Mautsystem mit Mautstationen auf den Autobahnen. Im Gegensatz zur Vignette gibt es also keinen im Voraus bekannten Festpreis. Dennoch können Autofahrer mithilfe von Mautrechnern im Internet die genauen Mautkosten für ihre Fahrt ermitteln. Im Schnitt liegen die Kosten pro gefahrenem Autobahnkilometer bei 10 Cent. Die Zahlungsmodalitäten sind mit Barzahlung, Kartenzahlung oder Zahlung per Telepeage (Pkw-Mautboxen) dieselben wie in Italien. In Frankreich heißen die Mautboxen Liber-t und TIS-PL. Auch mit ihnen können Autofahrer Zeit sparen, da sich die Schranken automatisch öffnen.

Der Mont-Blanc-Tunnel verbindet Frankreich mit Italien und ist wie viele Autobahnen sowie andere Straßen in den Alpen mautpflichtig.

Anders als in der Schweiz lohnt es sich in Frankreich aber, nach mautfreien Alternativrouten Ausschau zu halten. Oft ist der Zeitverlust nicht allzu groß und gleicht die Kostenersparnis aus. Wer stattdessen durch einen der großen Alpentunnel fahren möchte, muss in der Grande Nation tief in die Tasche greifen. So kostet eine Hin- und Rückfahrt mit dem Auto durch den weltberühmten Mont-Blanc-Tunnel von Frankreich aus zwischen Chamonix und Courmayeur (Italien) etwa 69,20 Euro!

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Maut in der Schweiz

  • Für Fahrten auf Schweizer Autobahnen ist grundsätzlich eine Jahresvignette erforderlich. Sie kostet für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen 44,50 Euro und ist als Sommer- und Wintervignette erhältlich.
  • Für einige Sonderstrecken, wie den Großen St. Bernhard-Tunnel, wird zusätzlich eine Maut fällig.

Wie andere europäische Alpenländer auch bietet die Schweiz atemberaubende Bergpanoramen und tolle Skigebiete. Aber auch hier gilt die Vignettenpflicht. Anders als in Österreich oder Frankreich kommen Autofahrer in der Schweiz bei längeren Strecken kaum um den Kauf einer Vignette herum, es sei denn, sie haben viel Zeit für kostenlose, aber recht lange Umfahrungsstrecken.

In der Schweiz gibt es nur eine Jahresvignette, die insgesamt 14 Monate gültig ist. Dabei wird zwischen Sommer- und Wintervignette unterschieden. Der Sommertarif gilt von Mai bis November. Für den Wintertarif erhalten Fahrzeugbesitzer eine Vignette, die von Dezember bis April gültig ist. Die Jahresvignette für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t, also für Autos, kostet seit 2015 konstant 40 Schweizer Franken (CHF). Je nach Wechselkurs liegt der Preis für die Vignette somit bei etwa 44,50 Euro.

Nur wenige Strecken wie der Große-St.-Bernhard-Tunnel sind nicht in der Jahresvignette enthalten und müssen zusätzlich bezahlt werden. Eine Passage mit dem Auto von Bourg-Saint-Pierre (Schweiz) nach St. Rhemy-en-Bosses (Italien) kostet 33,50 Euro, eine Hin- und Rückfahrt 53,50 Euro.

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Maut in Deutschland

In Deutschland gibt es nur kurze Mautstrecken. Ein Beispiel hierfür ist eine der wenigen mautpflichtigen Straßen, die sich in Privatbesitz befinden. Seit dem 1. Januar 2005 gilt zudem die Lkw-Maut für Fahrzeuge über 3,5 t auf den Autobahnen der Bundesrepublik sowie auf einigen Bundesstraßen. Die Kosten betragen je nach Länge und Gewicht des Lastwagens zwischen 15 und 52 Cent pro gefahrenem Kilometer. Die Lkws werden elektronisch erfasst.

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Maut in Tschechien

Unweit der deutschen Grenze liegen zahlreiche Skigebiete in Tschechien. Die Anreise erfolgt über Mautstraßen, für die eine Vignette erforderlich ist. Für Autos gibt es Vignetten für zehn Tage (12,16 Euro), einen Monat (19,45 Euro) oder ein Jahr (104,13 Euro). Die tschechischen Klebevignetten wurden Ende 2020 abgeschafft und 2021 durch ein elektronisches Vignettensystem ersetzt. Die digitalen Vignetten (Elektronická dálniční známka) sind im Internet, an Verkaufsstellen und an Automaten vor Ort erhältlich. Sie sind an das jeweilige Nummernschild gebunden und können frühestens drei Monate im Voraus gekauft werden.

Es gibt nur wenige mautfreie Streckenabschnitte. Diese sind durch eine durchgestrichene Vignette oder die Aufschrift „BEZ POPLATKU“ gekennzeichnet.

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Maut in Slowenien

In den Ausläufern der Alpen und der Mittelgebirge im Norden Slowenien gibt es einige kleinere Skigebiete. Wer dort ein paar entspannte Skitage verbringen möchte, muss auf dem Weg dorthin ebenfalls Mautgebühren zahlen. Schließlich besteht auf Autobahnen und Schnellstraßen Vignettenpflicht. Autofahrer können eine elektronische Vignette für eine Woche (16 Euro), einen Monat (32 Euro) oder ein Jahr (117,50 Euro) erwerben. Experten empfehlen, die E-Vignette vor der Einreise nach Slowenien an einer Verkaufsstelle zu erwerben.

Auf den slowenischen Autobahnen und Schnellstraßen gilt ebenfalls eine Vignettenpflicht.

Da die slowenischen Landstraßen eher schmal und schlecht ausgebaut sind, sollte man nicht an der Vignette sparen. Zudem verlängert sich die Fahrzeit durch Umwege oft um mehrere Stunden und die Beschilderung ist meist sehr unübersichtlich, sodass Navigationsgeräte kaum weiterhelfen.

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Strafen bei Missachtung

  • Die Kontrolle von Maut und Vignetten erfolgt je nach Alpenland unterschiedlich, etwa durch Kameras, Kontrollpersonal, Polizei oder Mautstationen.
  • In Österreich wird bei fehlender Vignette eine Ersatzmaut von mindestens 200 Euro fällig, während Verstöße in der Schweiz, Tschechien und Slowenien teils noch höhere Strafen nach sich ziehen können.
  • In Italien, Frankreich und Deutschland verhindern Mautstationen auf vielen Strecken, dass mautpflichtige Abschnitte ohne Zahlung genutzt werden können.

Die Mautkontrollen in den einzelnen Alpenländern unterscheiden sich voneinander und auch die Strafen bei Mautverstößen variieren. Wer auf einer österreichischen Autobahn ohne Vignette erwischt wird, muss keine Strafe, sondern eine „Ersatzmaut“ zahlen. Diese ist allerdings deutlich teurer als die Vignette: Urlauber, die mit dem Auto unterwegs sind, müssen mindestens 200 Euro zahlen. Wer sofort bar oder mit Kreditkarte zahlt, kann jedoch alle österreichischen Autobahnen ohne Vignette für den Rest des Tages und den nächsten Tag befahren. Die Kontrolle der Vignette erfolgt sowohl manuell durch den Service- und Kontrolldienst (SKD) als auch kameragestützt durch die automatische Vignettenkontrolle (AVK).

In Italien und Frankreich ist Mautprellerei schwieriger. Dies liegt daran, dass bei der Auffahrt auf eine Autobahn sowie bei der Abfahrt von einer Autobahn jeweils eine Mautstelle passiert werden muss. Es ist praktisch unmöglich, eine mautpflichtige Autobahn zu benutzen, ohne eine Mautstelle zu passieren. Außerdem sind die Mautstellen mit Kameras und teilweise mit Kontrollpersonal ausgestattet.

Auch in der Schweiz, Tschechien und Slowenien sollten sich Verkehrsteilnehmer auf Autobahnen und Bundesstraßen besser nicht ohne gültige Vignette erwischen lassen. In allen drei Ländern kontrolliert die Polizei die Vignetten sehr streng. Wer in der Schweiz auf dem Weg ins Skigebiet ohne Vignette unterwegs ist und von der Polizei angehalten wird, muss in der Regel mit einer Strafe von umgerechnet 214,50 Euro (plus dem Kauf einer neuen Vignette für 44,50 Euro) rechnen. In Slowenien und Tschechien kann die Strafe sogar zwischen 300 und 800 Euro betragen. Daher lohnt sich der Vignettenkauf auf jeden Fall, insbesondere, da die Polizei hier besonders streng kontrolliert.

Maut wird in den Ländern in und um die Alpen unterschiedlich kontrolliert. Die Strafen bei Missachtung fallen ebenfalls unterschiedlich hoch aus.

Da es in Deutschland nur wenige kleine Mautstrecken gibt, sind die Kontrollen ähnlich wie in Frankreich geregelt. Meist gibt es am Anfang und am Ende der Strecke Mautstellen, die passiert werden müssen, um auf die mautpflichtige Strecke zu gelangen. Es ist fast unmöglich, diese Strecken, wie auf den bekanntesten Alpenpässen, zu passieren, ohne die Maut zu bezahlen. Wer es dennoch tut, muss mit der individuell festgelegten Strafe rechnen.

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FAQ zu Mautgebühren

Wo bezahlen Autofahrer die Maut?

Wo Autofahrer die Maut bezahlen, hängt vom jeweiligen Mautsystem ab. Bei der streckenabhängigen Maut in Italien und Frankreich zahlen Fahrer direkt an den Mautstationen von Betreibergesellschaften wie Autostrade per l’Italia oder APRR in bar, per Karte oder mit einer Mautbox. Ebenso wird an privaten Mautstellen vor Ort gezahlt. Vignetten müssen vorab gekauft werden: In Österreich ist dies online oder an Verkaufsstellen der staatlichen ASFINAG möglich, in der Schweiz erfolgt der Kauf über die Bundesbehörden (BAZG) oder an Grenzen und Tankstellen. Digitale Vignetten für Tschechien oder Slowenien sind online oder an Automaten erhältlich.

Wie funktioniert die Maut in Österreich und welche Kosten sind zu erwarten?

In Österreich ist die Benutzung der Autobahnen vignettenpflichtig. Es gibt Vignetten für zehn Tage (12,80 Euro), zwei Monate (32 Euro) und ein Jahr (106,80 Euro). Die Vignetten sind als Aufkleber für die Windschutzscheibe oder als elektronische Vignette erhältlich. Letztere ist jedoch erst 18 Tage nach der Buchung gültig. Zusätzlich zu den Vignetten gibt es Sondermautstrecken, etwa den Arlbergtunnel (13 Euro) und die Brennerautobahn (12,50 Euro).

Welche Besonderheiten gibt es bei der Maut in Italien?

In Italien wird eine streckenbezogene Maut erhoben, deren Kosten sich nach der zurückgelegten Strecke richten. Die durchschnittlichen Kosten liegen bei bis zu 9 Cent pro Kilometer. An den Mautstellen, die über das gesamte Autobahnnetz verteilt sind, ziehen Autofahrer ein Ticket, das sie bei der Ausfahrt bezahlen. Bezahlt werden kann bar, mit Karte oder mit dem Telepass, einer elektronischen Mautbox.

Was müssen Wintersportler über die Maut in der Schweiz wissen?

In der Schweiz gibt es eine Jahresvignette für 40 Schweizer Franken (44,50 Euro), die insgesamt 14 Monate gültig ist. Für die Benutzung der Autobahnen und Schnellstraßen ist diese Vignette obligatorisch. Für einige Sondermautstrecken, wie den Großen St. Bernhard-Tunnel, werden zusätzliche Gebühren erhoben.

Wie wird die Maut in Frankreich erhoben und welche Kosten sind hier zu erwarten?

In Frankreich gibt es ein streckenbezogenes Mautsystem mit Mautstellen auf den Autobahnen. Die durchschnittlichen Kosten betragen etwa 10 Cent pro Kilometer. Bezahlt werden kann bar, mit Karte oder per Telepeage (Mautbox). Für Alpentunnel wie den Mont-Blanc-Tunnel werden hohe Mautgebühren fällig: 69,20 Euro für eine Hin- und Rückfahrt. Wintersportler können die genauen Kosten ihrer Fahrt mithilfe von Mautrechnern im Internet ermitteln.

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