Schlittschuhlaufen, Eisklettern & Co.: Alternativen zum Skifahren im Überblick

19. März 2019 - SnowTrex

Skifahren, Snowboarden, Langlauf – die Liste an Freizeitmöglichkeiten für den Winterurlaub ist mit diesen klassischen Sportarten noch lange nicht erschöpft. SnowTrex hat Wintersportarten zusammengetragen, die definitiv eine Alternative zum Skifahren bieten und den Winterurlaub abrunden.

Eissportart Eisklettern: Eiskletterer wagen sich auf schwindelerregende Höhen.

Eisklettern

Bei dieser Eissportart sind starke Nerven gefragt: Kletterer zieht es nicht mehr nur an die Felswände der Berge dieser Welt. Sie haben längst auch im Winter ihre Reviere gefunden. Faszinierende Reviere. Denn es ist ein atemberaubender Anblick, den gefrorene Wasserfälle im Winter bieten. Und der Kletterherzen höher schlagen lässt. Ausgerüstet mit Steigeisen, Eisgeräten und Eisschrauben begeben die Kletterer sich in die Eiswelt. Unterschätzen sollte diese Art des Kletterns niemand. Die nötigen Kenntnisse entsprechen denen des alpinen Kletterns. Zwischen- und Standortsicherungen muss der Kletterer mithilfe der Eisschrauben selber setzen. Unerfahren sollte sich also niemand in diese Kletterreviere der Extraklasse wagen. Wer es jedoch kann, dem erschließen sich Welten, die im Winter kaum ein anderer Mensch erreichen kann.

Schlittschuhlaufen

Schon vor rund 800 Jahren nutzten Boten in den Niederlanden die rutschige Oberfläche zugefrorener Kanäle für ihre Zwecke. Um adeligen Empfängern eilige Nachrichten zu überbringen, glitten sie über die vereisten Wasserstraßen. Was die Boten damals an den Füßen trugen, wird dem heutigen Schlittschuh nicht annähernd ähnlich gewesen sein. Doch die Bewegungen sind dieselben geblieben. Heute muss allerdings niemand mehr darauf warten, dass Kanäle, Flüsse oder Seen zufrieren – auch wenn diese Natureisflächen noch immer die reizvollsten sind. Viele Orte bieten Kunsteisbahnen, damit Groß und Klein auf Kufen ihre Runden drehen können. Schlittschuhlaufen ist eine Eissportart für die gesamte Familie.

Eislaufen bereitet Klein und Groß jede Menge Spaß.

Eisstockschießen

Gerade in vielen kleineren Orten des Alpenraumes ist Eisstockschießen nicht nur eine Eissportart, sondern ein Volkssport mit Tradition. Schon früher wurde auf zugefrorenen Seen und Teichen gespielt. Hier trifft man sich, hier tauscht man sich aus. Und hier erfahren auch Touristen viel über die Dorfkultur. Eisstockschießen ist ein geselliger Sport. In Teams versucht man dabei, seine Stöcke möglichst nah an die Daube heranzuschießen. Der Stock, das ist ein runder Metallkörper mit einer Gummi-Laufsohle und einem Stiel. Die Daube wiederum ist ein kleiner Puck mit 12 cm Durchmesser, der im 3 mal 6 m großen, markierten Zielfeld liegt. Aus ca. 25 Meter Entfernung versuchen die Spieler der einzelnen Mannschaften abwechselnd ihren Stock in Bestlage zur Daube zu platzieren. Ein Spiel, das jeder schnell versteht.

Eissegeln

Die schnellste motorlose Sportart ist das Eissegeln. Mit windschnittigen Segelbooten gleiten Adrenalinjunkies schnell mal mit mehr als 100 km/h über die Eisfläche eines Sees. Möglich wird dies mit den langen Kufen und großen Segel, die die Windkraft fast ohne Verlust umsetzen. Dabei die Kontrolle zu behalten ist gar nicht so leicht und bringt deshalb viele Eissegler zu ihrer nervlichen und körperlichen Höchstleistung. Die besten Voraussetzungen für den Geschwindigkeitsrausch herrschen in den besonders kalten Regionen wie Polen, Russland, Schweden, Finnland und dem Baltikum.

Eistauchen

Nicht auf das Eis, sondern darunter begeben sich Eistaucher. Eine Mutprobe – auch für erfahrene Taucher. Denn wie beim Höhlentauchen ist ein Auftauchen nicht immer möglich – dafür gibt es nur ein Loch, das die Taucher mit einer Säge in die Oberfläche geschnitten haben. Hinzu kommt die buchstäblich eisige Kälte des Wassers. Doch der Mut wird unter Wasser schnell belohnt – und zwar mit faszinierenden Bildern. Sonnenlicht, das durch die Eisschicht dringt und einmalige Muster im Wasser hinterlässt. Eisformationen, die sich unter der Schicht gebildet haben. Allein eine Schnur verbindet die Taucher mit der Außenwelt und sorgt dafür, dass sie das Loch im Eis finden, durch das sie abgetaucht sind. Natürlich sind für diese Eissportart ein Tauchschein und die nötige Erfahrung als Taucher unabdingbare Voraussetzungen.

Die Ausrüstung hält Eistaucher bei eisigen Temperaturen warm.

Eishockey

Schnell, körperbetont und offensiv ist Eishockey, das ursprünglich aus Kanada stammt, allemal. Das erste Spiel fand schon Ende des 19. Jahrhunderts statt und seit einigen Jahren gewinnt Eishockey ebenfalls in Deutschland zunehmend an Beliebtheit. Neben Athletik und Präzision ist bei der schnellsten Mannschaftssportart der Welt vor allem Teamgeist gefragt. Die schwarze Hartgummischeibe, der „Puck“, wird durch schlaues Zusammenspiel zum (und im besten Falle ins) gegnerische Tor gespielt. Nicht selten erreicht der Puck dabei eine Geschwindigkeit von 150 km/h. Daher ist gute Schutzausrüstung für jeden Spieler unerlässlich.

Curling

Beim Curling werden rund 20 kg schwere Granitsteine von einem Mitspieler des Teams möglichst nahe am Zielkreis „House“ oder als Hindernis für die gegnerischen Steine platziert. Mit der richtigen Technik rotiert der Stein und macht einen entsprechenden Bogen auf dem Eis: das „Curlen“. Die restlichen Spieler beschleunigen den Stein durch das Wischen des Eises und können somit den Lauf des Steins beeinflussen. Ein sehr taktischer Sport, der dem Eisstockschießen extrem ähnlich ist und Curler fast jeden Alters begeistert.

Bobfahren

Ein ganz besonderer Sport ist das Bobfahren. Einmal im sogenannten „Gästebob“ oder „Taxibob“ durch den Eiskanal sausen – absoluter Nervenkitzel! Von den rund 20 Bobbahnen weltweit stehen immerhin vier in Deutschland. In Winterberg im Hochsauerland zum Beispiel rasen jeweils drei Gäste mit einem Piloten im 4er-Bob bis zu 130 km/h durch die 1,6 km lange Röhre. Beim Gästebobfahren in Oberhof geht es auf rund 1,3 km durch 15 Kurven, in Altenberg durch 11 und in Schönau am Königssee sogar durch 18 Kurven. In Österreich wiederum gibt es auf der Kunsteisbahn in Innsbruck-Igls, wo einst Stefan Raab im Wok hinunter flitzte, die Wahl zwischen einem 4er-Rennbob (2 Gäste, ein Lenker, 1 Bremser) und einem ganz speziellen Gästebob (5 Gäste und 1 Pilot). Zu den etwas teureren Klassikern zählen der Olympia-Bobrun in St. Moritz in der Schweiz und die Bahn in Cortina d’Ampezzo in Italien.

Schlittenfahren

Wer sagt denn eigentlich, dass Schlittenfahren nur etwas für Kinder ist? Auch Erwachsene können beim Rodeln genauso viel Spaß haben wie die Kleinen. Beim Schlittenfahren im Skigebiet gibt es außerdem einen großen Vorteil zum heimischen Hügel: Die Schlitten lassen sich bequem per Skilift oder Gondel den Berg hinaufbefördern.

Rodeln ist mit der beliebteste Familienspaß.

Das Schöne am Schlittenfahren ist, dass von Klein bis Groß und von Anfänger bis Fortgeschrittener jeder mitmachen kann. So können alle gemeinsam einen tollen, abwechslungsreichen Tag im Schnee verbringen.

Selbstverständlich eignet sich nicht jeder Hang zum Rodeln. Einige Skigebiete haben spezielle Rodelbahnen. Wer sich nicht sicher ist, welcher Hang zum Schlittenfahren geeignet ist, sollte sich sicherheitshalber vorher beim Skiliftbetreiber erkundigen.

Auch sollte man eine gute Kondition mitbringen und den Schlitten beherrschen können, da man bei der Fahrt ein recht hohes Tempo aufnimmt. Ein Helm sollte daher auch hier stets zur Ausrüstung gehören. Für kleine Kinder ist das Rodeln alleine daher nicht zu empfehlen. Hier ist es sicherer, wenn sie gemeinsam mit einem Erwachsenen Schlittenfahren. Außerdem ist man mit Handschuhen, Schal, Mütze und festem Schuhwerk (sowie gegebenenfalls Schneehose) gut für eine rasante Abfahrt gerüstet.

Wer noch eine leckere Verpflegung für eine Pause zwischen den Abfahrten einpackt, der kann bei heißem Tee (oder Glühwein) und Snacks wie Brötchen, Würstchen, Käse und Müsliriegeln gemeinsam Kraft tanken.

Fazit: Schlittenfahren macht Spaß, bringt einiges an Tempo und ist bei entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen eine tolle Aktivität für die ganze Familie.

Schnee-Zorbing

Doch der Schlitten ist nicht die einzige Möglichkeit, um ohne Ski im hohen Tempo den Berg herunterzufahren. Immer beliebter wird auch Schnee-Zorbing.

Schnee-Zorbing sollte jeder einmal ausprobiert haben.

Beim Schnee-Zorbing steckt man in einer riesigen Plastikkugel und rollt so den Berg herunter. Einige Skigebiete bieten das Schnee-Zorbing bereits als adrenalingefüllte Alternative zum Skifahren an. Schnee-Zorbing erfordert eine Top-Kondition und eine sehr gute Körperbeherrschung, da man sonst schnell aus der Bahn geworfen wird.

Ganz klar ist deshalb auch, dass Schnee-Zorbing auf den regulären Skipisten verboten ist und nur auf speziellen Pisten angeboten wird.

Darüber hinaus benötigt man eine Sicherheitsausrüstung bestehend aus einer Halsstütze, einem Stützgurt und Handschuhen. Zudem gibt es Vorgaben zum Körperbau: Wer so die Piste herunterrollen möchte, darf nicht größer als 1,85 Meter sein und nicht mehr als 85 Kilogramm wiegen.

Fazit: Während das Schnee-Zorbing sehr viel Spaß machen kann, kann unter Umständen nicht jeder mitmachen und auch für kleine Kinder ist das schnelle Rollen eventuell zu gefährlich.

Zusehen kann aber sicher genauso lustig sein wie Mitmachen.

Airboarding

Wer an der ungewöhnlichen Plastikkugel vom Schnee-Zorbing Gefallen findet, dem könnte auch ein Airboard viel Freude & Fun bringen. Das Airboard ist ein aufblasbares Luftkissen, mit dem man rasant schnell den Berg herunterfahren kann. Dabei liegt man übrigens auf dem Bauch, was Adrenalin-Freunde ganz besonders reizen dürfte. Wem das noch nicht genug ist: Es gibt auch Airboard-Freestyling, bei dem man mit dem Airboard zum Beispiel Sprünge machen kann.

 

Einige Skigebiete bieten diese neuen Airboards als Alternativen zum Skifahren an. Um so heruntersausen zu können, muss man allerdings vorab einen Grundkurs belegen.

Fazit: Das Airboarding ist ideal für alle, die etwas Ungewöhnliches probieren wollen und keine Angst vor Geschwindigkeiten haben.

Snowbiken

Eine weitere tolle Alternative zur Abfahrt mit den Ski ist die Fahrt mit einem Snowbike. Hierbei schwingt man sich wie bei einem Fahrrad in den Sattel – statt zwei Rädern hat das Snowbike aber Kufen wie ein Schlitten. Unter die eigenen Skischuhe schnallt man sich ebenfalls noch kleine Kufen – und schon kann man so lässig den Hang hinunter düsen. Das Tolle am Snowbike ist, dass es auch für Nichtskifahrer geeignet ist. Darüber hinaus schont das Schnee-Fahrrad die Gelenke.

 

Eine gewisse Fitness und Körperbeherrschung sollte man aber auch für das Snowbike mitbringen und normalerweise muss man vor der ersten eigenen Abfahrt einen Grundkurs absolvieren.

Fazit: Das Snowbike ist eine schöne und spannende Abwechslung zum Skifahren, wenn man die Zeit in einen Grundkurs investieren möchte. Doch gerade für den Winterurlaub mit einer Gruppe, in der auch Nichtskifahrer mit dabei sind, kann dies eine unterhaltsame Aktivität für die ganze Gruppe sein.

Snowkiten

Ebenfalls sehr ausgefallen ist das Snowkiten. Genau wie beim Kiten auf dem Surfbrett geht es auch beim Snowkiten darum, dass ein Drache den Fahrer mit der Kraft des Windes vorwärts zieht. Während das Kitesurfen allerdings auf dem Wasser stattfindet, schwebt man beim Snowkiten über den Schnee. Schweben mag dabei etwas langsam klingen. Tatsächlich können beim Snowkiten sogar Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometer pro Stunde erreicht werden.

Erfahren und hungrig auf Neues? Wieso dann nicht Snowkiten?

Wer eine noch größere Herausforderung sucht, kann beim Snowkiten auch Sprünge einbauen. Um das alles mitmachen zu können, sollte man sportlich sehr fit sein, eine gute Kondition haben und die entsprechende Kraft, um beim Wind gut dagegenhalten zu können. Skigebiete, in denen Snowkiten möglich ist, bieten entsprechende Kurse an.

Fazit: Snowkiten ist allen zu empfehlen, die eine sportliche Herausforderung lieben und eine gute körperliche Fitness mitbringen. Bis man das Snowkiten gut beherrscht, mag es ein bisschen dauern, aber dann ist der Spaß sehr groß.

Schneeschuhwandern

Wer für einen Tag im Skiurlaub das Tempo lieber ein wenig herausnehmen und in aller Ruhe eine idyllische Landschaft, grandiose Aussichten und die tolle, frische Luft genießen will, der wird beim Schneeschuhwandern voll auf seine Kosten kommen. Hier schnallt man sich einfach ein Paar Schneeschuhe unter und schon geht’s los. Besonders viel Spaß macht das Schneewandern im frischen Pulverschnee. Einige Skigebiete bieten für das Schneeschuhwandern auch Führungen an. Auf diese Weise kann man ganz entspannt das Winterwunderland genießen, während man bei der Wanderung abseits der typischen Ski-Pfade geht und viel Wissenswertes über die Umgebung erfährt.

Beim Schneeschuhwandern bekommt man es mit der geballten Schönheit der Natur zu tun.

Das Schneeschuhwandern erfordert eine gewisse Fitness, da man den ganzen Tag draußen unterwegs ist.

Fazit: Das Schneeschuhwandern ist eine entspannte Tätigkeit für die ganze Familie. Darüber hinaus gibt es immer die Möglichkeit, sich zwischendurch bei einer heißen Schokolade und leckeren Brotzeit in der Skihütte aufzuwärmen.

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