Skigymnastik – Die 12 besten Übungen für mehr Pistenvergnügen

12. Januar 2022 - SnowTrex

Wer sich mittels Sport auf den Skiurlaub vorbereitet, fallen die ersten Schwünge auf der Piste gleich viel leichter. Zudem fällt der Muskelkater nach dem ersten Skitag nicht allzu stark aus und man ist weniger anfällig für Verletzungen. Skigymnastik eignet sich hervorragend für die Vorbereitung auf den nächsten Winterurlaub. Wer die schönen Herbst- und Wintertage nutzt, um das Training an die frische Luft zu verlagern, steigert zudem nicht nur die Fitness und den Spaß am Training, sondern auch die Vorfreude auf die Bewegung an der frischen Bergluft. SnowTrex präsentiert die 12 besten Skigymnastik-Übungen für den anstehenden Skiurlaub.

Es ist wichtig, aufgewärmt auf die Piste zu gehen.


Was ist Skigymnastik?

Mit dem Begriff „Skigymnastik“ assoziieren viele bunte Trainingsanzüge, lange Haare und treibende Musik, wie sie in den 80ern modern war. Doch Skigymnastik ist mehr als das und hat über die Jahre keineswegs an Bedeutung verloren. Doch was ist Skigymnastik? Skigymnastik ist ein Sammelbegriff für Kräftigungs-, Ausdauer- und Dehnübungen, welche darauf abzielen, genau die Muskulatur, Bänder und Gelenke zu stärken, welche beim Ski- und Snowboardfahren beansprucht werden. Wer schon mal Wintersport betrieben hat, weiß, dass die Aktivität auf der Piste eine anstrengende und schweißtreibende Angelegenheit ist und viele kennen das Gefühl der Erschöpfung nach einem anstrengenden Skitag. Wintersport beansprucht zum einen die große Muskulatur, wie Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur zum anderen auch die kleine, stützende Muskulatur. Im Alltag wird diese nicht sonderlich beansprucht und umso wichtiger ist es, sie vor dem ersten Skitag ausreichend zu stärken. Neben der Erhöhung von Belastbarkeit, Kraft und Kondition profitieren Wintersportler, die sich mit Skigymnastik auf den Skiurlaub vorbereiten, von einer besseren Flexibilität, Beweglichkeit und Koordination. So kann auf der Piste eine bessere Leistung erbracht werden. Außerdem mindert man auf diese Weise das Verletzungsrisiko.

Die 12 besten Skigymnastik-Übungen im Überblick 

Übung Zweck/beanspruchte Muskulatur
Standwaage (Standing Scale)Hüft-, Knie- & fußstabilisierende Muskulatur
Unterarmstütze (Plank)Ganzkörperkräftigung, starke Beanspruchung der Bauchmuskulatur
Seitstütze (Side Plank)Seitliche Bauchmuskulatur, Bein- & Schultermuskulatur
Rückenstütze (Reverse Plank)Ganzkörperkräftigung; Rücken-, Gesäß-, Bein- , Arm-, Schultermuskulatur
Schwimmer (Swimmer)Rumpf- & Rückenmuskulatur
Kniebeuge (Squat)Bein-, Rumpf- & Rückenmuskulatur
Ausfallschritte (Lunges)Oberschenkelmuskulatur
Abfahrtshocke (Downhill Position)Rumpf- & Oberschenkelmuskulatur
Hock-Streck-Sprung (Burpee)Beanspruchung aller Hauptmuskel- & vieler Hilfsmuskelgruppen
Bergsteiger (Mountain Climbers)Ganzkörperkräftigung, starke Beanspruchung der Bauchmuskulatur
Wandsitz (Wall Sit)Bein-, Rumpf- & Rückenmuskulatur
AusdauerübungenKräftigung der Atmung und die Verbesserung der Durchblutung sowie des Muskelstoffwechsels

1. Standwaage (Standing Scale)

Die Standwaage ist eine Skigymnastik-Übung, welche vor allem stabilisierende Muskelgruppen anspricht und sich somit hervorragend für die Vorbereitung auf den Skiurlaub eignet. Die Ausgangsposition ist ein schulterbreiter Stand, bei dem der fleißige Skifahrer locker in den Knien steht. Aus dieser Position wird ein Fuß schräg nach vorn gesetzt und das gesamte Körpergewicht auf das vordere Bein verschoben. Daraufhin wird das hintere Bein angehoben, sodass Bein und Rumpf eine waagerechte Linie parallell zum Boden bilden. In dieser Position muss zunächst der stabile Stand gefunden werden, woraufhin sie für einige Sekunden gehalten wird. Anschließend geht es wieder in den festen schulterbreiten Stand zurück und die Übung wird auf dem anderen Bein wiederholt.

Die Standwaage spricht vor allem stabilisierende Muskelgruppen an.

Die Übung sollte 15 Mal pro Seite und in drei Durchgängen wiederholt werden. Sie sorgt dafür, dass zahlreiche Muskeln aktiviert werden und stärkt zudem die hüft-, knie- und fußgelenkstabilisierenden Muskeln. Außerdem ist der Oberkörper in die Übung integriert, sodass die Rumpfspannung und die aktive Stabilisation der Schulterblattmuskeln ebenfalls ausgebaut werden.

2. Unterarmstütz (Plank)

Bei dieser Übung legt sich der Sportler bäuchlings auf eine Matte oder auf einen anderen weichen Untergrund. Eingeleitet wird die Skigymnastik-Übung, indem er die Unterarme aufstützt – die Ellenbogen liegen unter den Schultern – und die Fußspitzen aufstellt. Dann wird das Becken angehoben, sodass der ganze Oberkörper parallel zum Boden ist und die Beine eine Gerade zwischen der Hüfte und den Füßen bilden. Dabei ist es sehr wichtig weder ein Hohlkreuz noch einen Buckel zu machen. Während der gesamten Übung wird der Bauch angespannt, derweil darf das gleichmäßige Atmen nicht vergessen werden.

Die Übung sollte für 30 – 60 Sekunden je nach Leistungsstand gehalten und in drei Durchgängen wiederholt werden. Sie ist eine Übung zur Ganzkörperkräftigung und stärkt im Besonderen die Bauchmuskulatur.

Tutorial: Die Plank richtig machen 💪

Die Plank ist eine Übung, zu der es verschiedenste Variationsmöglichkeiten gibt. Beispielsweise kann man leicht wippen, indem man abwechselnd von den Zehenspitzen auf den Fußballen geht und so den ganzen Körper nach vorn und wieder zurück bewegt. Auch das wechselseitige Anheben der Beine ist eine effektive Variation der Plank.

3. Seitstütze (Side Plank)

Die Seitstütze ist eine weitere Übung, die fit für das Skifahren macht. Sie wird ebenfalls am besten auf einer Matte oder einem anderen weichen Untergrund durchgeführt. Um sich in Position zu bringen, legt der Sportler sich in Seitenlage gerade auf den Boden und stützt sich auf dem Unterarm ab. Daraufhin werden entweder die Knie gestreckt, sodass während der Übung nur die Füße und der Unterarm den Boden berühren oder die Knie werden angewinkelt und berühren beim Ausführen der Übung gemeinsam mit dem Unterarm den Boden. Dann werden Rumpf und Hüfte so weit nach oben geschoben, bis die Schulter, das Becken und die Knie auf einer Geraden liegen. Der obere Arm kann in die Luft gestreckt oder in die Hüfte gestemmt werden. Bauch und Gesäß werden angespannt und bringen den gesamten Körper auf Spannung. Währenddessen ist der Blick geradeaus gerichtet, sodass der Kopf die Grade von Schulter, Becken und Knie verlängert.

Die Übung kann je nach Leistungsstand für ca. 30 – 60 Sekunden gehalten werden, woraufhin die Seite gewechselt wird. Besonders Trainierte können zusätzlich das obere Bein immer wieder anheben oder während der ganzen Übung in der Luft halten, um zusätzlich das Gleichgewicht zu fördern.

Seitstütz (Side Plank) lernen

Die Seitstütze stabilisiert und kräftigt den gesamten Körper, indem sie effektiv die gesamte Körpermitte, im Besonderen die schräge Bauchmuskulatur, die Bein-Außenseite und die Schulter stärkt. Somit ist die Seitstütze eine Übung, die den Rumpf trainiert, Rückenbeschwerden vorbeugt und optimal auf die Belastungen des Ski- und Snowboardfahrens vorbereitet.

4. Rückenstütze (Reverse Plank)

Mithilfe der Rückenstütze können fleißige Skifans sich unkompliziert und ohne Hilfsmittel auf freudige Skitage vorbereiten. Zum Ausführen der Übung setzt sich der Ausführende mit ausgestreckten Beinen auf den Boden. Die Hände werden schulterbreit einige Zentimeter hinter dem Gesäß aufgesetzt, sodass die Fingerspitzen in Richtung der Füße zeigen. Daraufhin wird das Gesäß nach oben gedrückt bis die Oberschenkel gemeinsam mit dem Rumpf eine Gerade bilden und eine Spannung entsteht, die vom gesamten Körper gehalten wird. Wichtig ist, dass Rücken und Gesäß auf keinen Fall durchhängen. Die Übung kann innerhalb von drei Durchgängen für jeweils 30 – 60 Sekunden gehalten werden.

Reverse Plank - XFit Daily

Die Rückenstütze hilft dabei, den gesamten Körper auf lange Skitage vorzubereiten, indem sie die Ganzkörperkraft und -stabilität trainiert und im Spezifischen den Rücken, Gesäß, Beine, Arme, Schulter und die Handgelenke auf die bevorstehende Belastung vorbereitet.

Wer die Skigymnastik noch etwas anstrengender gestalten möchte, kann langsam und kontrolliert jeweils ein Bein im Wechsel mit angezogener Fußspitze für einige Sekunden in der Luft halten.

5. Schwimmer (Swimmer)

Der Schwimmer ist eine ausgezeichnete Übung für den Rücken. Bei dieser Übung liegt der Ausführende mit dem Bauch auf dem Boden und streckt seine Hände mit zueinander zeigenden Handflächen schulterbreit nach vorne. Die Beine sind gestreckt und die Füße sind hüftbreit auseinander. Dann wird der Blick zum Boden gesenkt, sodass der Nacken als Verlängerung zum restlichen Körper fungiert. Die Arme, die Brust und die Beine werden in die Luft gehoben. Arme und Beine werden dann minimal auf und ab bewegt, sodass sie wie bei einem Schwimmer paddeln. Während der Schwimmer ausgeführt wird, sollte die Körperspannung von den Finger- bis in die Fußspitzen zu spüren sein.

In drei Durchgängen kann der Schwimmer für 30 – 60 Sekunden ausgeführt werden. Die Übung trainiert den Rumpf und im Besonderen die Rücken- und die Zwischenschulterblatt-Muskulatur.

Effektive Übungen gegen Rückenschmerzen mit dem eigenen Körpergewicht: Der Schwimmer

6. Kniebeuge (Squat)

Die Kniebeuge ist eine Kraftübung, die wahrscheinlich jeder Freizeitsportler schon einmal gemacht hat und sie eignet sich hervorragend, um fit für das Skifahren zu werden. Bei der Übung werden die Füße schulterbreit bei Belastung der Ferse aufgestellt, wobei die Knie-und Fußgelenke leicht nach außen zeigen. Dann wird das Gesäß nach hinten unten abgesenkt. Die Position wird kurz gehalten, woraufhin sich der Ausführende wieder aufrichtet.

Kniebeugen: Die richtige Ausführung | Ohne Gewicht | Fitness & Kraftsport | Sport-Thieme

Je tiefer eine Kniebeuge ausgeführt wird, desto intensiver und effektiver ist die Übung, aber es ist Vorsicht geboten – die Übung sollte immer sauber und kontrolliert ausgeführt werden. Das heißt konkret, dass die Knie nie über die Fußspitze hinausragen, dass der Rücken zwar leicht nach vorn gebeugt aber gerade ist, dass der Bewegungsradius der Übung groß ist und dass beim Aufrichten die Kniegelenke nicht durchgestreckt werden, sondern eine kleine Beugung gehalten wird.

Bei Kniebeugen eignen sich 3 – 5 Durchgänge mit jeweils 15 – 20 sauber ausgeführten Wiederholungen. Die Übung beansprucht die gesamte Bein- und Rumpfmuskulatur und verbessert die Beweglichkeit und Stabilität in der Hüfte, in den Knien und den Sprunggelenken.

How to Do a Squat Jump | Boot Camp Workout

Auch bei dieser Übung gibt es sehr viele Variationsmöglichkeiten. „Jumping Squats“ sind ein Beispiel für eine solche Variation, die sich optimal zur Verbreitung auf das Skifahren eignet. Anstatt sich langsam aus der niedrigen Kniebeugeposition aufzurichten, springt man hier in die Luft und geht, sobald die Füße wieder den Boden berühren, direkt wieder in die Hocke. Dabei werden Kniebeuge auch zu einer Ausdauerübung, welche zusätzlich das Herz-Kreislauf-System, die Lungenfunktion und durch die explosiven Sprünge die Schnellkraft fördert.

7. Ausfallschritt (Lunges)

Eine weitere klassische Übung der Skigymnastik ist der Ausfallschritt. Hierbei stellt der Ausführende ein Bein weit nach vorne und beugt dabei das Knie. Dabei achtet er darauf, dass das Knie hinter der Fußspitze bleibt und dass beide Fußspitzen grade nach vorne zeigen. Die Körpermitte wird nach unten und das Körpergewicht leicht nach vorn verlagert und der Oberkörper bleibt bei gerader Hüfte nach vorn gerichtet. Die Arme können zur Unterstützung der Haltung waagerecht zur Seite gestreckt oder in die Hüfte gestemmt werden. Dann wird die Position kurz gehalten, woraufhin das Bein gewechselt wird.

Wichtig: Bei Ausfallschritten muss darauf geachtet werden, dass das Knie hinter der Fußspitze bleibt.

Fünf Ausfallschritte auf jeder Seite sind bereits sehr intensiv und trainieren den Oberschenkel, sodass er auf die Dauerbelastung während des Skifahrens gut vorbereitet wird.

Um den Schwierigkeitsgrad der Übung zu erhöhen, können Fortgeschrittene das Wechseln der Beine auch springend gestalten. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Die Übungen soll weiterhin kontrolliert durchgeführt werden, um Verletzungen zu vermeiden.

8. Abfahrtshocke (Downhill Position)

Bei der Abfahrtshocke wird, wie der Name sagt, die beim Skifahren bekannte Position der Abfahrtshocke eingenommen. Dies bedeutet, dass sich der aktive Wintersportler hüftbreit hinstellt und das Gesäß nach hinten und unten absenkt. Die Knie sollten dabei um 90° gebeugt werden, sodass ein rechter Winkel zwischen Unter- und Oberschenkel entsteht. Wichtig ist, dass die Knie in der Hocke nicht über die Fußspitzen ragen. Der Oberkörper wird lang nach vorne gestreckt, der Bauch angespannt und die Arme werden nach vorne und oben mitgenommen, um die Haltung zu stabilisieren.

In dieser Position sollten die fleißigen Skifans für etwa 30 – 60 Sekunden verharren. Wer den Schwierigkeitsgrad erhöhen möchte, kann zusätzlich im Wechsel das Gewicht vom einen auf das andere Bein verlagern.

Die Skigymnastik namens „Abfahrtshocke“ bereitet physisch und und sogar psychisch auf das Skifahren vor.

Bei dieser Übung wird im Besonderen die Oberschenkelmuskulatur angesprochen und gestärkt, während der Rumpf stabilisiert wird. Auch mental kann die Übung vorbereitend wirken. Beim Ausführen der Abfahrtshocke, gerade wenn man kurz die Augen schließt und sich vorstellt, die Lieblingspiste talabwärts zu pesen, steigt die Vorfreude auf das Skifahren enorm.

9. Hock-Streck-Sprung (Burpee)

Der Hock-Streck-Sprung, auch „Burpee“ genannt, ist ebenfalls eine Übung, die gut auf das Skifahren vorbereitet. Die Ausgangsposition der Übung ist ein stabiler schulterbreiter Stand. Der fleißige Wintersportler beugt in der Ausgangsposition erst seine Beine und setzt die Hände neben den Füßen auf, sodass er in der Hocke sitzt. Daraufhin stützt er sich mit den Händen ab und springt mit beiden Beinen in die Liegestützposition, um dann eine saubere Liegestütz auszuführen. Dann springt der Sportler zurück in die Hocke und führt einen Strecksprung aus, sodass er wieder in der Ausgangsposition landet.

Dieser Bewegungsablauf kann für 20 – 40 Sekunden in drei Durchgängen langsam und kontrolliert wiederholt werden. Der Hock-Streck-Sprung ist eine Übung, die den ganzen Körper trainiert und unheimlich anstrengend ist. Alle Hauptmuskelgruppen wie Oberkörper, Rücken, Bauch, Arm- und Beinmuskulatur sowie viele kleinere Muskelgruppen werden während des Bewegungsablaufes angesprochen. Durch die Liegestütz wird auch die Arm- und Brustmuskulatur direkt angesprochen und durch den Strecksprung die für das Skifahren besonders wichtige Oberschenkelmuskulatur und die Waden. Zudem kombiniert diese Skigymnastik-Übung Kraft- und Ausdauertraining, sodass neben den vielen Muskelgruppen auch das Herz-Kreislauf-System und die Lungenfunktion gefördert werden. Aber das war’s noch nicht – die Übung trainiert durch das explosive Sprungtraining und durch die Komplexität auch die Schnellkraft und Koordination.

Fitness mit der AOK: Der Hock-Streck-Sprung (Burpee)

Da die Übung insbesondere in den ersten Trainingseinheiten sehr anstrengend sein kann, gibt es die Möglichkeit, sie zu vereinfachen. Beispielsweise kann man in die Liegestützposition springen und direkt zurück in die Hocke springen ohne eine Liegestütze auszuführen. Es ist ebenfalls möglich, die Sprünge in der Übung durch kleine Schritte zu ersetzen, mit welchen man sich in die nächste Position begibt. Das Weglassen des Strecksprungs erleichtert die Übung ebenfalls.

10. Bergsteiger (Mountain Climbers)

Die Ausgangsposition für den Bergsteiger ist die Liegestützposition. Die Hände sind Schulterbreit aufgestützt und die Fußspitzen sind aufgestellt. Kopf, Oberkörper, Hüfte und Beine sollten eine gerade Linie bilden. Hier gilt es darauf zu achten, dass kein Buckel gebildet wird und der Rücken nicht im Hohlkreuz durchhängt. Nun wird abwechselnd ein Bein angehoben und hochgezogen bis sich Knie und Ellbogen berühren. Während der Übung gilt es, durchgängig die Körperspannung zu behalten. Für den Anfang empfiehlt es sich, die Skigymnastik-Übung 3 mal 30 Sekunden durchzuführen.

Bergsteiger Übung // Mountain Climbers | So machst du sie richtig

11. Wandsitz (Wall Sit)

Diese Skigymnastik-Übung ist definitiv anstrengender, als man denkt. Sie bietet sich für das Ende eines Workouts an, um noch einmal ans Limit zu gehen und die letzten Kraftreserven aus sich rauszuholen. Beim Wandsitz stellt man die Füße etwa einen Schritt von einer Wand entfernt parallel und ungefähr schulterbreit auseinander auf. Anschließend geht man in die Hocke und lehnt sich mit dem Rücken an die Wand. Nun rutscht man so weit mit dem Gesäß an der Wand hinab, bis die Oberschenkel parallel zum Boden sind. Der Rücken bleibt während der gesamten Zeit an der Wand und auch der Kopf soll angelehnt werden. Diese Position gilt es nun so lange wir möglich zu halten. Schon nach kurzer Zeit merkt man, wie die Oberschenkel brennen, aber es zahlt sich definitiv auf der Piste aus. Wer nicht auf einen persönlichen Rekord aus ist, kann mit 3 Runden à 30 Sekunden beginnen und sich Stück für Stück steigern.

WIE MACHT MAN DEN WANDSITZ? WANDSITZ FÜR ANFÄNGER

12. Ausdauertraining ergänzen die Skigymnastik

Ergänzend zu klassischen Skigymnastik-Übungen, welche auf die Kräftigung spezifischer Muskelgruppen abzielen, sollten Skifans bei ihrer Vorbereitung das Training ihrer Ausdauer nicht außer Acht lassen. Ausdauertraining bringt viele positive Effekte, wie die Kräftigung der Atmung, die Verbesserung der Durchblutung und des Muskelstoffwechsels mit sich. Dies bereitet den Körper optimal auf die bevorstehende Belastung beim Skifahren vor. Im Zuge der sportlichen Vorbereitung für den anstehenden Skiurlaub können Wintersportler beim Ausdauertraining auf Sportarten wie Radfahren, Joggen, Inlineskaten, Bergwandern und Nordic Walking zurückgreifen.

Ausdauertraining ergänzt die Skigymnastik optimal.

Während der letzten Tage oder vor dem Skitag selbst reicht die Zeit meist nicht, um sich nochmal auf das Fahrrad zu schwingen, laufen zu gehen oder Ähnliches. Zudem möchten sich die meisten Winterurlauber dann hauptsächlich auf das Skifahren konzentrieren, wodurch einfache Aufwärmübungen, die den Körper auf die Anstrengung vorbereiten und den Kreislauf in Schwung bringen, vor der ersten Abfahrt vollkommen ausreichen. Kleine Sprints oder Sprünge, „Fangen“ im Schnee oder eine Schneeballschlacht sind Übungen und Spiele, welche den gesamten Körper aufwärmen und obendrein eine Menge Spaß machen.

Fazit

Bevor es in den Skiurlaub geht, schadet es auf keinen Fall sich zwei- bis fünfmal pro Woche die Zeit zu nehmen, um den eigenen Körper auf die besonderen Belastungen beim Skifahren vorzubereiten. Es gilt auch hier, lieber Vorsicht als Nachsicht walten zu lassen. Beim Training sollte stets auf eine perfekte Ausführung geachtet werden, um den bestmöglichen Effekt zu erzielen. Die Bewegungsabläufe des Skifahrens sind sehr speziell und beanspruchen Muskelgruppen, die man im Alltag kaum trainiert. Kleine und regelmäßige Trainingseinheiten haben schon einen großen Effekt, ermöglichen lange und spaßige Skitage und minimieren das Risiko sich zu verletzen.

Im Besonderen sollten Wintersportler sich auch am ersten Skitag mithilfe einiger Übungen aufwärmen. Diese werden weniger intensiv ausgeübt und dienen der Aktivierung von Muskelgruppen und regen den Kreislauf an. Zu hohe Belastungen sollten hier und während der gesamten Vorbereitung vermieden werden, um den Körper nicht zu überlasten. Werden diese Tipps beachtet, stehen einem verletzungsfreien, spaßigen und sportlichen Winterurlaub nichts mehr im Wege. In diesem Sinne: Hals und Beinbruch!

Eine gute Vorbereitung durch Skigymnastik ermöglicht lange und spaßige Skitage und minimiert das Verletzungsrisiko.

Übrigens eignet sich auch Yoga hervorragend für die Vorbereitung auf den anstehenden Skiurlaub. SnowTrex hat hier einige Informationen zu Yoga für Skifahrer und Snowboarder zusammengetragen und hier einen 3-Phasen-Fitnessplan für Skifahrer erstellt.

FAQs

Ist Skigymnastik sinnvoll und notwendig?

Skigymnastik ist ohne Zweifel sinnvoll. Klassische Skigymnastik-Übungen helfen, den Körper auf die anstehende Belastung beim Skifahren vorzubereiten, sodass dieser weniger schnell erschöpft ist und so die Verletzungsgefahr minimiert wird.

Welche Muskelgruppen werden beim Skifahren besonders belastet?

An langen Skitagen werden alle Muskeln des Körpers belastet. Der Fokus liegt durch die gehockte Position auf der Bein-, Gesäß-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Zudem kommen auch die Arme beispielsweise auf langen Ziehwegen oder leichten Anstiegen zum Einsatz.

Welche Übungen sind die besten für die Skigymnastik?

Besonders effektive Übungen bei der Vorbereitung auf das Skifahren sind Übungen, welche die Bein- und Rumpfmuskulatur stärken. Kniebeugen und Ausfallschritte für die Beine sowie der Schwimmer und die Seitstütze für den Rumpf sind Übungen der Skigymnastik, die gut auf die Belastungen des Skifahrens vorbereiten. Zudem sollte das Ausdauertraining während der Vorbereitung keinesfalls vernachlässigt werden.

Wann sollte man mit Skigymnastik anfangen?

Grundsätzlich gilt: je früher, desto besser. Wann man mit der Vorbereitung auf das Skifahren anfangen sollte, ist von der eigenen Fitness abhängig. Wer auch in seiner Freizeit viel Sport treibt, kann vier bis sechs Wochen vor dem Winterurlaub sein Training mit einigen Skigymnastik-Übungen ergänzen. Untrainierte Winterurlauber sollten mit ihrer Vorbereitung acht bis zehn Wochen vor dem Skifahren beginnen. In jedem Fall sollte auch das Ausdauertraining nicht vernachlässigt werden. Optimal sind hier zwei bis fünf Trainingseinheiten pro Woche.

Ist das Ausdauer- oder Krafttraining bei der Skigymnastik wichtiger?

Hier gilt ganz klar: die Mischung macht’s! Skifahren ist eine extreme Kraftanstrengung und gleichzeitig wird die Ausdauer stark beansprucht. Je nachdem, wie gut die eigene Ausdauer ist und spezifische Muskelgruppen trainiert sind, muss abgewogen werden, ob der Fokus im Training auf der Verbesserung der Ausdauer oder der Stärkung der Muskulatur liegen sollte.

Was ist Skigymnastik?

Skigymnastik ist ein Sammelbegriff für Kräftigungs-, Ausdauer- und Dehnübungen, welche darauf abzielen, genau die Muskulatur, Bänder und Gelenke zu stärken, welche beim Ski- und Snowboardfahren beansprucht werden.

Was macht man bei der Skigymnastik?

Bei der Skigymnastik macht man verschiedene Übungen, welche die für das Ski- oder Snowboardfahren wichtige Muskulatur stärkt. Beliebte Übungen im Rahmen der Skigymnastik sind beispielsweise die Standwaage, die Planke oder Kniebeugen.

Wie kann man sich auf das Skifahren vorbereiten?

Zur Vorbereitung auf das Skifahren bietet es sich an, Skigymnastik zu betreiben. Diese Übungen stärken genau die Muskulatur, welche zum Ski- oder Snowboardfahren beansprucht wird. Hier ist es empfehlenswert, recht früh mit dem gezielten Training zu beginnen. Bei trainierten Wintersportlern sollte das Training ungefähr vier bis sechs Wochen vor dem anstehenden Skiurlaub um einige Übungen der Skigymnastik ergänzt werden. Bei untrainierten Schneeliebhabern kann die Vorbereitung auch guten Gewissens acht bis zehn Wochen vor Reiseantritt beginnen.

  • Mittwoch, 12. Januar 2022
  • Autor: SnowTrex
  • Kategorie: Top 10
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