5 gute Gründe für Skifahren in den USA

17. April 2018 - Alexandra Arendt

Zugegeben, die Reise in die USA ist wirklich weit und zeitaufwendig. Warum diese lange Strecke und zusätzliche Kosten auf sich nehmen, wenn man die Alpen und damit das Wintersportparadies schlechthin direkt vor der Haustür hat? SnowTrex hat 5 Gründe, warum ein Skiurlaub in den Vereinigten Staaten dennoch lohnenswert sein kann:

In den USA kann die gesamte Ski Area genutzt werden.

Unbegrenztes Terrain

Skigebiete in den USA unterscheiden sich von denen in Europa insbesondere dadurch, dass sie nicht in abgesteckte Pisten unterteilt sind, sondern in sogenannte Ski Areas. Das Besondere: Innerhalb dieser Ski Area darf überall gefahren werden. Natürlich gibt es auch präparierte Pisten, die Area kann aber auch jenseits dieser im vollen Umfang genutzt werden – vorausgesetzt, dass man das nötige Können und ausreichend Erfahrung mitbringt. Eine gute Selbsteinschätzung sollte daher vorhanden sein, denn im Terrain abseits der Pisten sind keine Pistenraupen unterwegs und die Hänge sind der Natur belassen.

Dort geht es durch Wäldern, breite Bowls, steile Rinnen, über Klippen, durch Tiefschnee oder auch buckelige Abschnitte. In den Ski Areas kommt wirklich jeder auf seine Kosten. Auch Experten werden auf den sogenannten Double Black Diamond Abfahrten, den schwierigsten Hängen, bei denen der Einstieg nicht selten nur durch einen Drop (Sprung) möglich ist, gefordert.

Durch die Größe der Ski Areas und die unbegrenzten Möglichkeiten sind die Pisten nur selten überfüllt. Leere Pisten sind keine Seltenheit, sondern ganz normal! So kann man sich mit weiten Schwüngen und rasanten Abfahrten austoben – aber Achtung, nicht überall ist schnelles Fahren erlaubt! In den USA gibt es ausgezeichnete Bereiche, in denen nur langsam gefahren werden darf, so dass Rücksicht auf langsamere Skifahrer und Snowboarder genommen wird. So kommen auch Anfänger und Familien mit Kindern auf ihre Kosten.

Waldabfahrten sind in Nordamerika besonders beliebt.

Ein besonderes Highlight ist das Tree Skiing, welches in den Alpen in der Regel verboten ist. Bereits im Sommer werden die Skigebiete darauf vorbereitet, dass die Wintersportler sich in der Skisaison in den Wäldern vergnügen und bei der Slalomfahrt den Bäumen noch näher sein können.

Wahnsinnige Schneemenge und -qualität

Es schneit und schneit und schneit… Schneemangel kennt man in den nordamerikanischen Skigebieten so gut wie gar nicht! Viele Skigebiete sind sehr hoch gelegen, regnet es anderorts, schneit es hier weißes Gold! Ganz besonders stolz sind die Amerikaner auf die Beschaffenheit des Schnees, der nicht umsonst als Cold Smoke oder Champagne Powder bezeichnet wird.

Der federleichte, trocken Powder, der insbesondere in den Rocky Mountains vorkommt, ist ein echtes Highlight! Wintersportler aus aller Welt reisen nach Nordamerika, um den fluffigen Tiefschnee auszukosten. Dass die Amerikaner es mit ihrem Stolz und der Liebe zu ihrem Schnee wirklich ernst meinen, zeigt das Autokennzeichen vom Bundesstaat Utah, denn auf dem Kennzeichen steht: „The Greatest Snow on Earth”. In Utah befinden sich rund um die Hauptstadt Salt Lake City, wo 2002 die Olympischen Winterspiele stattgefunden haben, zahlreiche Top-Skigebiete.

Einzigartiger Flair

Insbesondere in den Cowboystaaten Wyoming und Colorado bekommt man das Gefühl mitten im Wilden Westen auf einer Zeitreise zu sein. Einige Kneipen wirken wie in einem Western-Film, auch die Menschen tragen teilweise ein Cowboy-Outfit. Westernflair, wie man es sonst nirgends erlebt!

Auch im Skigebiet setzt sich der Western-Style durch.

In den Skigebieten herrscht zudem eine relaxte Atmosphäre, auf Easy-going wird in den USA großer Wert gelegt. Spaß am Sport wird in den USA besonders groß geschrieben und gute Laune ist Programm! Gedrängel und schlechte Laune am Lift? Gibt es nicht! Stattdessen werden Skifahrer im Lift gerne hin und wieder mit einem Highfive begrüßt. „Have an awesome day“ hört man sicher nicht nur einmal vom Liftboy, wenn man in einem Skigebiet in den USA unterwegs ist.

Ausgezeichneter Service

Die Amis beherrschen ihn tatsächlich, den Service in Perfektion! Ob im Hotel, an der Bar, im Restaurant oder im Skigebiet – das serviceorientierte Verhalten der Amerikaner ist vorbildlich. Für einen Skipass in den USA erhält man nicht nur ein Liftticket, sondern bucht ein komplettes Serviceprogramm mit dazu – man muss es nur nutzen!

In vielen Skigebieten wie in Aspen in Colorado gibt es kostenlosen Kaffee, Tee oder Cider und kostenlose Sonnencreme. Angebote wie Yoga auf dem Berg oder First Tracks sind häufig ebenfalls kostenlos oder gegen einen geringen Beitrag möglich, man muss sich in der Regel lediglich im Vorfeld dafür anmelden. Oft gibt es zudem Fotostationen an verschiedenen Orten im Skigebiet.

Ambassador Guide Steve plaudert über Aspen Snowmass.

Ein besonderer Service in den meisten Skigebieten sind die kostenlosen Local Guides, die den Gästen das Skigebiet mit seinen schönsten Aussichtspunkten und Abfahrten zeigen, Anekdoten erzählen und Insiderwissen mitbringen. In den USA gilt jedoch: Bei allen kostenlosen Angeboten sollte man ein Trinkgeld nicht vergessen!

Die Reiseoptionen

Der Weg ist das Ziel! Wenn der Weg schon so lang ist wie bei einer Anreise in die USA, empfiehlt es sich diesen auch zu nutzen. Auf dem Weg von Europa in die Skigebiete Nordamerikas muss man in der Regel mit einem Stop-Over rechnen. Plant man etwas Zeit dafür ein, kann der lästige Stop-Over schnell zu einem Highlight der Reise werden! Viele Metropolen haben einen besonderen Reiz und machen einen Aufenthalt lohnenswert.

Städte wie die Mormomenstadt Salt Lake City in Utah lohnen sich doppelt als Reiseziel, denn von dort sind zahlreiche Skigebiete innerhalb kürzester Zeit erreichbar. Warum also nicht spannendes Stadtleben und erholsame Natur, Kulturprogramm und Sport verbinden?

Aspen ist ein besonders beliebtes Reiseziel in den USA.
  • Dienstag, 17. April 2018
  • Autor: Alexandra Arendt
  • Kategorie: Top 10
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