5 gute Gründe für Skifahren in Japan

16. März 2018 - Carla Meyer

Klischees weisen es als Land des Lächelns oder der untergehenden Sonne aus: Japan. Dass der asiatische Inselstaat aber auch umfangreiche Skigebiete und schneereiche Gletscher beherbergt, entzieht sich der allgemeinen Kenntnis. SnowTrex zeigt 5 gute Gründe, warum sich Skifahren in Japan absolut lohnt.

Skifahren in Rusutsu in Japan: Blick auf Vulkane inklusive.

Unzählige Skigebiete

Japan kann definitiv mit Superlativen im Wintersport-Bereich aufwarten: Das Land besitzt über 600 Skigebiete – so viele wie in keinem anderen Staat. Natürlich sind diese nicht immer von imponierender Größe – oft wird schon eine Ansammlung von kleinen Skiliften als Skigebiet ausgewiesen. Dennoch gibt es – von der Insel Hokkaido im Norden über Honshu bis Kyushu im Süden – vielzählige Möglichkeiten, perfekt präparierte Pisten in modernen Skigebieten vorzufinden. Im Gegensatz zu Skigebieten in Österreich oder Italien fehlen Japans Pisten die senkrechten Steilhänge der Alpen. Adrenalinjunkies und Extremskifahrer kommen also weniger auf ihre Kosten. Dafür punktet Japan mit Pisten, die Familien, Anfänger und fortgeschrittene Skifahrer begeistern werden. Außerdem ist die hügelige Landschaft, umgeben von Vulkanen, ein einmaliger Anblick, den es so in den europäischen Alpen ganz sicher nicht gibt.

Traumhafte Schneelandschaft in Hokkada.

Schnee ohne Ende

Die meisten Skigebiete Japans liegen auf Höhen, bei denen man sich als Wintersportler um ausreichenden Schneefall keine Sorgen machen muss. Schneekanonen sind hier Fehlanzeige – die natürlichen Schneefälle sind so ergiebig, dass sie locker für einen exzellenten Pistenspaß ausreichen. Dafür sorgen auch die sibirischen Kaltfronten, die das Land über die Wintermonate erreichen. Von einer solch hohen Schneesicherheit und Schneehöhen von bis zu zwölf Metern können gerade gletscherfreie Skigebiete in Europa nur träumen.

In Sachen Aufstiegsanlagen steht Japan in nichts nach.

Top Infrastruktur

Mittlerweile haben sich Japans Ski-Qualitäten auch im Ausland rumgesprochen – zurecht. Denn das Land bietet für die Skiurlauber eine ausgezeichnete Infrastruktur: Die Pisten sind gründlich präpariert, die Aufstiegsanlagen sind top in Sachen Technik, Sicherheit und Komfort, die Kapazitäten der Lifte sind auf die Menge der Urlauber ausgelegt, die Wege zu den Skigebieten sind einwandfrei ausgebaut und die Hotels bieten selbstverständlich Shuttle-Services an. Zudem hat Japan bereits zweimal die Olympischen Winterspiele ausgerichtet, zuletzt 1998 in Nagano. Dass also internationales Publikum nach Japan zum Wintersport kommt, ist für Japan absolut nichts neues. Australier und Neuseeländer, Koreaner und Chinesen bilden den Großteil der ausländischen Gäste. Sie genießen vor allem auch die japanischen Unterkünfte, die mit Wellnessangeboten und großer Gastfreundlichkeit den europäischen oft in nichts nachstehen.

Keine Sorge, in Rusutsu ist man auch auf internationale Ski-Gäste eingestellt.

Skigebiete der Extra-Klasse

Eines der beliebtesten Skigebiets Japans ist das Skigebiet Niseko in Hokkaido. Hier kann man im Schatten eines pulverschneebedeckten Vulkans seine Abschwünge perfektionieren. Nagano, Gastgeber der olympischen Winterspiele von 1998, gehört ebenfalls zu den Top-Orten. Der Schnee fällt hier zwar nicht so reichlich wie in Niseko, dafür ist man von Tokio aus in wenigen Stunden am Ziel. Während sich am Wochenende viele Skifans in die Schlangen an den Liften einreihen, liegt Nagano unter der Woche geradezu brach da – perfekte Bedingungen für einsamere Erkundungen dieses Skigebiets. Außerdem absolut empfehlenswert ist Niigata, nahe Nagano, welches von Tokio aus sogar in 90 Minuten erreichbar ist. Die weltweit gefürchteten hohen Preise Japans schlagen sich in den Skigebieten nicht nieder. Auch die Preise für Verpflegung und Getränke in den Skigebieten können sich durchaus mit den europäischen messen. Von daher gilt: Wer die Flugkosten nicht scheut, dem wird im Land des Lächelns ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert.

Kultur inklusive

Wer so weit reist, möchte neben Skigebieten meist auch andere Highlights des Landes entdecken. Hierzu bieten sich allem voran Trips in Japans Hauptstadt Tokio an oder in die zum Weltkulturerbe ernannte Stadt Nikko an. Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit für Skifans ist das Japanische Skimuseum in Nozawa Onsen, das direkt per Ski zu erreichen ist. Das Museum stellt eine große Sammlung historischer Ski, unter anderem aus Österreich, China und der Mongolei, aus und zeigt außerdem sehr anschaulich, wie das Skifahren nach Japan kam. Nozawa Onsen ist von Tokio aus bequem in ca. 2 Stunden mit dem Hochgeschwindigkeitszug zu erreichen.

Ein Trip nach Tokio lohnt definitiv!

Fazit: Wer zum Skifahren gerne einmal an einen außergewöhnlichen Ort reisen möchte und etwas Budget zur Verfügung hat, sollte sich die Pisten in Japan auf gar keinen Fall entgehen lassen.

  • Freitag, 16. März 2018
  • Autor: Carla Meyer
  • Kategorie: Top 10
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