10 gute Gründe für einen Skiurlaub in Italien

22. Februar 2019 - SnowTrex

In Norditalien verhält es sich mit dem Skisport wie in allen Alpenländern – er ist allgegenwärtig. Gefühlt steht in jedem Dorf ein Skilift, allein Südtirol zählt über 120 Skigebiete. Mit Ausblick auf die wildromantische Bergwelt der Dolomiten und der Ortlergruppe und beim Genuss von gutem Wein und Südtiroler Speck genießen Skiurlauber hier das Dolce Vita im Schnee. Skifahren in Italien ist unweigerlich mit den prächtigen Dolomiten verbunden. Die meisten italienischen Skigebiete liegen in der majestätischen Gebirgskette, die in Teilen zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Im Dunstkreis des Gebirges sind es maßgeblich drei Bundesländer, die den Skisport in Italien prägen: Südtirol-Trentino, Venetien und die Lombardei. SnowTrex zeigt, warum sich Italien definitiv als Reise-Destination für den nächsten Skiurlaub lohnt.

Das Wahrzeichen der Dolomiten: Die drei Zinnen.

1. Pure Abwechslung

Mit der Nähe zu Österreich und dem Anschluss an die Tiroler Bergwelt ist Südtirol die wohl bekannteste Skiregion. Zahlreiche kleine Skigebiete mit nahezu leeren Liften und Pisten, aber auch große Skizirkel wie Gröden, der Kronplatz oder Alta Badia mit ewig vielen Pistenkilometern locken Familien und Singles, sportliche wie gemütliche Fahrer. Eine beliebte Region für beide, Familien und dynamische Skifahrer, ist das Grödnertal. Von den Dörfern St. Ulrich, Wolkenstein und St. Christina geht es in das Skigebiet Val Gardena mit 175 km Abfahrten, das mit dem Skipass Dolomiti Superski einmal um den Sellastock herum befahrbar ist. Hier verläuft auch die berühmte Sellarunde, eines der größten Skikarussells Europas. Der Skipass Dolomiti Superski umfasst allerdings noch viele weitere Skigebiete in einem riesigen Verbund mit über 1.200 km Piste und 450 Liftanlagen. Dolomiti Superski war der erste große Skiverbund in dieser Art, der im Jahr 2014 seinen 40. Geburtstag feiert.

Im Skigebiet Val Gardena genießen Wintersportler weite Blicke auf die umliegende Bergwelt.

2. Naturparadies Ortlergebiet

Ausgerechnet der höchste Gipfel Südtirols gehört nicht zu den Dolomiten. Der „König“ Ortler (3.905 m) zählt zur Ortlergruppe und überragt mit dieser die Ferienregion Ortlergebiet. Um den markanten Berg versammeln sich beliebte Urlaubsorte wie Trafoi, Stilfs und Sulden. Sie liegen allesamt sehr hoch und sind somit besonders schneesicher. Mit dem Auto nur erreichbar über endlose Serpentinen, wird die Höhenlage und Abgeschiedenheit dieser Naturperlen erst so richtig deutlich. Von Sulden aus geht es mit der Rosim-Bahn directamente auf die Ortler-Ronda, die dank der Verbindung durchgehend befahrbar ist.

Skifahren am Ortler bedeutet Genuss für Jedermann.

Das Skigebiet mit etwa 40 km Piste liegt im Nationalpark Stilfserjoch, einem der größten Naturschutzgebiete Europas. Die Natur hier ist mit zackigen Felsformationen, Wasserfällen und natürlich einem Bergpanorama aus mehreren 4.000er-Gipfeln einfach atemberaubend. Am Stilfser Gletscher ist zudem der Skigenuss bis in die Sommermonate möglich. Bekannt ist Sulden auch als 2. Heimat des Extrembergsteigers Reinhold Messner, der hier seine geliebten Yaks weiden lässt. Kulturelles Schmankerl im Ort ist das Messner Mountain Museum Ortles, eines von fünf Museen, die der Alpinsportler betreibt.

3. Familientipp Seiser Alm

Nordöstlich von Bozen, am Eingangstor der Dolomiten, liegt eines der beliebtesten Familienskigebiete Italiens: die Seiser Alm. Allein landschaftlich ist die größte Hochalm Europas einzigartig. 57 km² lang erstreckt sich das hochgelegene Plateau von Langkofel und Schlern bis hinauf nach Gröden. Auf 60 km Piste vergnügen sich Familien mit Kindern, die besonders sicher in Liften mit Kindersicherung und auf den wohl präparierten Pisten fahren. Fast schon legendär ist auch der riesige Snowpark mit rund 70 Obstacles.

Weitere empfehlenswerte Skigebiete in Südtirol sind das kinderfreundliche Tauferer Ahrntal mit über 60 Pistenkilometern, Plose/Brixen mit 43 km und natürlich der Kronplatz mit 116 km. Letzterer ist oben auf dem Plateau recht eben und leicht zu fahren. Mit knapp 30 km schwarzer Piste ist er aber auch fortgeschrittenen Fahrern zu empfehlen. Direkt im Tal nebenan liegen die familienfreundlichen Gebiete Speikboden (37 km) und Klausberg (25 km).

Das Skigebiet Kronplatz: Hier finden Anfänger wie Fortgeschrittene ihre geeignete Piste.

4. Geheimtipp Schnalstal

Noch als Geheimtipp und somit als besonders ruhig gilt das Schnalstal. Auf 35 km Piste gibt es jede Menge Übungspotential für Einsteiger, einen Snowpark für Freestyler und eine Nachtskiabfahrt für ungebremsten Skigenuss bis in die Abendstunden. Mit noch mehr schwarzen als blauen Pistenkilometern ist das Schnalstal übrigens alles andere als langweilig. Vor allem die Talabfahrt nach Kurzras ist eher schwierig zu bewältigen.

Bergpanorama rund um das Schnalstal mit Fokus auf das Berghotel Grawand.

5. Beeindruckendes Hochpustertal

Familienfreundlich und sehr abwechslungsreich bietet sich das Hochpustertal dar. Auf italienischer Seite erschließen seit noch nicht allzu vielen Jahren zwei Seilbahnen die Sextner Dolomiten in größerem Format. Die Skigebiete Helm und Rotwand werden durch die Gondelbahnen „Drei Zinnen“ und „Stiergarten“ verbunden, die die Skifahrer auf den Stiergarten bringen. Dieser Teil des Skigebietes um die Orte Vierschach, Moos und Sexten wartet mit 46 km auf. Mit Skibussen erreicht man außerdem die Gebiete Padola, Haunold, Toblach und Prags, die ebenfalls zu den Sextner Dolomiten gehören.

Carving-Fun im Hochpustertal.

6. Schneereiches Trentino

Das Trentino bildet gemeinsam mit Südtirol die autonome Region Trentino-Südtirol. Bekannt für köstlichen Schaumwein und schneereiche Skigebiete ist das Trentino beliebt bei Genießern von Kultur, Kulinarik und Skisport. Skifahrern empfiehlt sich hier zum Beispiel im Fassatal (it. Val di Fassa). Es gewährt einen tollen Blick auf Rotwand, Sellastock, Rosengarten und die „Königin der Dolomiten“, die Marmolata. Im Hauptort Canazei befindet sich mit der Skischule Canazei-Marmolata die älteste Skischule Italiens. Skikinder und ihre Eltern, aber auch Pistencracks, fahren auf 34 überschaubaren, überwiegend mittelschweren Pistenkilometern vor traumhaftem Panorama. Ebenfalls bestens für Einsteiger eignen sich Campitello (15 km) oder Moena (24 km).

Herrliche Aussichten in der Region rund ums Fassatal.

7. Wunderbares Fleimstal

An das Fasstal grenzt das Fleimstal (it. Val di Fiemme), in dem einige sehr bekannte Wintersportzentren liegen. Zu nennen wäre hier vor allem das Skicenter Latemar. Die größte Skischaukel im Fleimstal umfasst die Orte Obereggen, Pampeago und Predazzo und hat auf den 48 Pistenkilometern Highlights wie die schwarze Abfahrt Pala di Santa mit 58 % Gefälle zu bieten. Im Skigebiet Adamello Ski warten darüber hinaus 100 Pistenkilometer, von denen einige oberhalb von Tonale auf dem Presena Gletscher auf knapp 3.000 m Höhe liegen.

Blick auf das Skigebiet Adamello Ski.

8. Filmreifes Venetien

Angrenzend an Südtirol-Trentino ist Venetien ein weiteres Skizentrum. Der wichtigste Ort der Region ist das mondäne Cortina d‘Ampezzo. Hier kommen Eleganz, Luxus und Tradition zu einer exklusiven Mischung zusammen. Als einziger italienischer Ort gehört Cortina d‘Ampezzo zur Vereinigung „Best of the Alps“, welche die edelsten Orte der Alpen vereint. Der Ort sollte übrigens nicht nur Skifahrern, sondern auch Cineasten ein Begriff sein. Die tolle Berglandschaft diente bereits als Kulisse für verschiedene Hollywood-Streifen wie James Bond 007, der Rosarote Panther oder Cliffhanger. Inmitten der Ampezzaner Dolomiten liegt das mit 120 km Abfahrt recht große Skigebiet, das ebenfalls zum Dolomiti Superski-Verbund gehört. Auf Venezianischer Seite der Arena und direkt an der Sellarunde liegt auch das Skigebiet Arabba. Es vereint 62 Pistenkilometer unweit der majestätischen Marmolata.

Pause im Skigebiet Cortina d’Ampezzo gefällig?

9. Zollfreies Livigno

Unweit der Schweizer Grenze, zwischen dem Engadin und dem Alta Valtellina, liegt das malerische Livigno in der Lombardei. Das hübsche Dorf in luftiger Höhe auf 1.816 m liegt in einer gänzlich anderen Ecke als die oben genannten Skigebiete, doch steht es diesen in nichts nach und ist für sich schon eine Reise wert. Bekannt ist es unter anderem als Einkaufsparadies, da die Stadt eine zollfreie Zone ist. In den rund 120 edlen Boutiquen und Geschäften gibt es alles, was das Shoppingherz begehrt. Drum herum lockt das Skigebiet mit 115 Pistenkilometern oberhalb des Luwinsees (it. Lago di Livigno).

Livigno: Am Berg wird Ski gefahren, im Tal wird zollfrei geshoppt.

10. Endlose Auswahl

Ebenso wie Österreich vereint Italien unzählige Skigebiete für alle Niveaustufen. Die hier erwähnten sind nur ein Teil des wirklich umfangreichen Angebots im Land von Pizza, Powder und purem Skivergnügen. Hier findet wirklich JEDER Wintersportler, wonach sein Herz sich sehnt.

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