Top 10 der höchstgelegenen Skigebiete in Italien

8. August 2017 - Katharina Teudt

Skigebiete mit hochgelegenen Pisten zeichnen sich vor allem durch zwei Dinge aus: Schneesicherheit und tolle Panoramen. Perfekt, da wollen wir hin! Dies sind die zehn höchstgelegenen Skigebiete Italiens.

Am Matterhorn bei Zermatt liegt das höchste Skigebiet in Italien und der Schweiz.

Die Liste der zehn höchsten Skigebiete Italiens hält gleich mit ihrem Top-Skigebiet eine Überraschung bereit. Denn es liegt eigentlich gar nicht nur in Italien. Einige der italienischen Skigebiete verlaufen auf der Grenze zu Frankreich oder der Schweiz und teilen sich ihren Titel mit dem jeweiligen Nachbarland. So liegen direkt die Top 2 der Liste zum Teil in der Schweiz. Darüber hinaus sind die mächtigen Gebirgsmassive der Dolomiten oder die Südtiroler Seite der Ötztaler Alpen Garanten für den buchstäblich höchsten Skigenuss in Italien.

1. Zermatt/Breuil-Cervinia/Valtournenche: 3.899 Meter

Zermatt in Italien? Da stimmt doch etwas nicht. Der berühmte Ort Zermatt am Matterhorn liegt zwar auf Schweizer Boden, doch das Skigebiet erstreckt sich bis unter den Gipfel des Monte Cervino, wie das Matterhorn auf Italienisch genannt wird, und darüber hinaus auf italienischen Boden. Der berühmte Berg markiert die Grenze zu Italien und somit ist die große Skischaukel zwischen Zermatt, Breuil-Cervinia und Valtournenche gleichzeitig das höchstgelegene Skigebiet von der Schweiz und Italien. Das als Matterhorn Ski Paradise benannte Riesen-Areal bietet 322 Pistenkilometer über die Landesgrenze hinweg. Der höchste Punkt liegt am Theodulgletscher, wo der höchste Schlepplift Europas bis auf 3.899 m auffährt.

2. Monte Bianco – Courmayeur: 3.466 Meter

Das Skigebiet Courmayeur am Monte Bianco – so der italienische Name für den berühmten Mont Blanc – ist mit dem höchsten Punkt auf 3.466 m das zweithöchste Skigebiet Italiens. Und wieder ist es ein Skigebiet, das an einem französischen Berg liegt und doch über die natürliche Passgrenze den Italienern zugeschrieben wird. Die Abfahrten am Mont Blanc sind allesamt Geländeabfahrten über Gletscher und durch Couloirs, die den Freeride-Profis vorbehalten sind. Erschlossen sind die Hänge mit einer 80-Personen-Seilbahn, die zum Punta Helbronner auffährt. Von dort ist der Transport über eine Gondel hinüber zum benachbarten Aiguille du Midi möglich, dem höchstgelegen Skigebiet Frankreichs.

3. Stilfser Joch: 3.450 Meter

Das Stilfser Joch im Alta Valtellina ist mit 2.757 m der höchste Gebirgspass in Italien und Zentrum des Nationalparks Stilfser Joch. An den Hängen des Ebenferners liegt ein kleines Skigebiet, zu dem es im Winter keinen befahrbaren Zugang gibt. Somit ist das Stilfser Joch ein reines Sommerskigebiet. Die insgesamt 9 Pistenkilometer von überwiegend blauem Niveau reichen bis auf 3.450 m und liegen somit nur wenige Meter niedriger als die Freeride-Routen am Mont Blanc.

4. Alagna-Valsesia (Monte Rosa Ski): 3.275 Meter

Die Skiregion Monte Rosa Ski erstreckt sich von Piemont bis ins Aostatal und gilt als paradiesischer Freeride-Hotspot. Ein idealer Einstieg in das Powder-Revier liegt am östlichen Rand des Liftverbunds: Vom kleinen Örtchen Alagna-Valsesia auf 1.154 m geht es über mehrere Liftstationen auf den Indren, der bis auf 3.275 m zwischen dem Gressoney-Tal und dem Valsesia aufragt. Hier geht eine traumhafte Skiroute ab, die später auf die präparierten Pisten im Bereich Gabiet stößt.

Freerider beim Powdern in Monte Rosa.

5. Marmolada – Malga Ciapela: 3.265 Meter

Die Top 5 beschließt einer der berühmtesten Gebirgszüge der italienischen Bergwelt – die Marmolada. An ihren Flanken liegt das Skigebiet Malga Ciapela, das mit einer 70–Personen-Pendelbahn erschlossen ist. Diese fährt zum Punta Rocca auf 3.265 m auf, wo nicht nur ein Traum-Ausblick, sondern auch eine recht anspruchsvolle rote Abfahrt wartet. Die 12 km lange „La Bellunese“ führt bis nach Malga auf 1.446 m hinab. Zusätzlicher Pluspunkt: Das Skigebiet Malga Ciapela ist an die Sellaronda angeschlossen.

6. Sulden am Ortler: 3.250 Meter

Sulden gilt als das Top-Skigebiet in der Südtiroler Ortler-Arena. Schön lange Abfahrten, hohe Schneesicherheit und der ungetrübte Blick auf den König Ortler (3.905 m) zeichnen diese Skigebiets-Perle aus. Der höchste Punkt der rund 44 Pistenkilometer liegt unterhalb der Schöntaufspitze auf 3.250 m. Die von dort abgehende blaue Abfahrt Nr. 1 ist ein absoluter Carving-Traum. Bekannt ist Sulden auch durch Extrembergsteiger Reinhold Messner, der hier seine flauschigen Yaks züchtet.

In Sulden erwartet Wintersportler ein Pistenpanorama mit Ortlerblick.

7. Schnalstaler Gletscher: 3.212 Meter

Bekannt ist das Schnalstal einerseits durch den Fund der berühmten Eis-Mumie „Ötzi“ und andererseits durch das tolle Gletscherskigebiet an Talschluss. Am Schnalstaler Gletscher stehen rund 27 Pistenkilometer zur Wahl, die bis in die Sommermonate in Betrieb sind. Längste Piste mit 8 km ist die Schmuggler-Abfahrt, die als Talfahrt bis nach Kurzras (it. Maso Corto) führt. Den höchsten Punkt im Skigebiet markiert ein weiterer Superlativ: das Glacier Hotel Grawand ist das höchstgelegene Berghotel Europas. Es liegt an der Bergstation der Gletscherbahn auf 3.212 m.

8. Ponte di Legno-Tonale: 3.016 Meter

Das Skigebiet Ponte di Legno-Tonale – das Wintersportlern unter seinem ehemaligen Namen „Adamello Ski“ ein Begriff ist – liegt im Val di Sole, dem „Sonnental“ im Trentino. Ausgangspunkt für die knapp 60 Pistenkilometer sind die beiden Orte Ponte di Legno (1.256 m) und Tonale (1.883 m). Die Seilbahn fährt in zwei Sektionen über den Passo Paradiso bis kurz unter den Gipfel des Cima Presena auf. Am Presena-Gletscher führt eine Piste über 11 km bis nach Ponte di Legno zurück, außerdem führt eine Skiroute ins Presena-Tal.

9. Bormio-Cima Bianca: 3.012 Meter

In einer der größten Skiregionen Italiens, dem Alta Valtellina, liegen die Pisten von Bormio an den Hängen des Cima Bianca. Der höchste Punkt reicht bis knapp über 3.000 m, so wird das Skigebiet auch „Bormio 3000“ genannt. Von der Bergstation auf 3.012 m gehen überwiegend rote Abfahrten ab. Insgesamt 50 Pistenkilometer bietet der renommierte Wintersportort, der für Weltcup-Rennen und Weltmeisterschaften ebenso bekannt ist wie für seine Thermalbäder.

10. Pejo: 3.000 Meter

Die Top 10 schließt das Skigebiet Pejo am Monte Vioz ab. Pejo ist die höchtsgelegene Gemeinde im Trentino und ein beliebtes Reiseziel für Ruhesuchende und Familien mit Kindern. Der Einstieg ins Skigebiet Pejo 3000 liegt in einem Seitental des Val di Sole. Es ist eines der beliebtesten kleineren Skigebiete (bis 30 Pistenkilometer) in der Region. Mit überwiegend roten Abfahrten spricht es auch anspruchsvolle Fahrer an.

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